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Hitzeschutz braucht starke Gesundheitsämter

Berlin, 11. Juni 2026
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Berlin, 11. Juni 2026 – Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) begrüßt die Forderungen des Bündnisses zum Hitzeaktionstag 2026 nach einer stärkeren Krisenresilienz gegenüber Extremhitze. Dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) kommt dabei eine Schlüsselrolle zu!

In seinem aktuellen Positionspapier fordert das Bündnis unter anderem, Extremhitze verbindlich in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz zu integrieren, besonders gefährdete Menschen besser zu schützen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen hitzeresilient aufzustellen sowie die langfristige Finanzierung von Vorsorge- und Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

„Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz. Viele der im Positionspapier beschriebenen Aufgaben gehören bereits heute zum Kernbereich des ÖGD oder können ohne die Gesundheitsämter kaum wirksam umgesetzt werden“, betont Dr. Peter Schäfer, Vorsitzender des BVÖGD.

Die Gesundheitsämter entwickeln und begleiten kommunale Hitzeaktionspläne, beraten Kommunen bei Präventionsmaßnahmen, unterstützen Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Schulen und Kitas bei der Erstellung institutioneller Hitzeschutzkonzepte und informieren die Bevölkerung über Gesundheitsrisiken während Hitzeperioden. Darüber hinaus bringen sie ihre Expertise bei Fragen der Stadtentwicklung, des Schutzes vulnerabler Bevölkerungsgruppen und der gesundheitlichen Krisenvorsorge ein.

„Der ÖGD verfügt über den Überblick über die gesundheitliche Situation der Bevölkerung vor Ort und ist deshalb ein wichtiger Partner für Kommunen, Politik, Gesundheitswesen, Pflege und Katastrophenschutz. Wenn Deutschland hitzeresilient werden soll, müssen die Gesundheitsämter systematisch in die Planung und Umsetzung entsprechender Maßnahmen eingebunden werden“, so Schäfer.

Der BVÖGD unterstützt insbesondere die Forderung des Bündnisses nach verbindlichen kommunalen Strukturen und klaren Zuständigkeiten im Hitzeschutz. Aus Sicht des Verbandes sind kommunale Hitzeaktionspläne ein wichtiges Instrument, um gesundheitliche Folgen von Hitzewellen frühzeitig zu begrenzen und besonders gefährdete Menschen zu schützen.

Zugleich weist der Verband darauf hin, dass die wachsenden Anforderungen an den Hitzeschutz nur mit ausreichend personellen und finanziellen Ressourcen bewältigt werden können.

„Die Gesundheitsämter übernehmen bereits heute vielfältige Aufgaben beim Hitzeschutz. Damit sie diese Aufgaben dauerhaft und flächendeckend wahrnehmen können, benötigen sie ausreichend Fachpersonal und eine verlässliche Finanzierung. Krisenresilienz entsteht nicht erst während einer Hitzewelle, sondern durch kontinuierliche Vorbereitung und starke kommunale Strukturen“, so Schäfer.

Der Hitzeaktionstag macht jährlich auf die gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzebelastungen aufmerksam und wirbt für wirksame Schutzmaßnahmen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene.