Ministerin Huml: ÖGD stärken

Bay. Gesundheitsministerin Huml - Foto: Pressestelle StMGP

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter stärken: ÖGD-Mediziner haben Herausragendes auch bei Flüchtlingen geleistet

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Freistaat weiter stärken und ausbauen. Huml betonte am Donnerstag, den 17. November 2016 anlässlich einer Tagung des Ärzteverbands Öffentlicher Gesundheitsdienst Bayern e.V. in Bamberg: „Die Ärztinnen und Ärzte des ÖGD in Bayern nehmen eine unverzichtbare Rolle in unserem Gesundheitswesen ein. Sie kümmern sich engagiert um den Gesundheitsschutz unserer Bevölkerung, aber auch um deren Gesundheitsvorsorge und -versorgung. Deshalb ist es mir ein wichtiges Anliegen, den ÖGD in Bayern und vor allem seine Attraktivität als Arbeitgeber weiter zu stärken, um mehr junge Ärzte für die Arbeit im öffentlichen Gesundheitsdienst zu gewinnen.“

Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben in der 89. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) im Juni 2016 diverse Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung des ÖGD beschlossen, so etwa die Anlehnung der tarif- und besoldungsrechtlichen Regelungen an die Vergütungen in den Krankenhäusern. Die Ministerin unterstrich:
„Dies kann ein Schritt in die richtige Richtung sein. Denn klar ist: Wir stehen im Wettbewerb um die besten Ärztinnen und Ärzte gegen die Konkurrenz aus den Kliniken, Praxen und der Industrie.“

Huml fügte hinzu: „Ich bin der festen Überzeugung, dass der ÖGD bereits in der universitären Ausbildung von angehenden Ärzten eine größere Rolle einnehmen muss. Wir brauchen eine bessere Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Deshalb muss der Themenschwerpunkt ‚Öffentlicher Gesundheitsdienst‘ auch an den Universitäten strukturell verankert werden. Das haben wir auch in der GMK vorgeschlagen.“

Die Ministerin erläuterte: „Aufgrund der gestiegenen Herausforderungen an den ÖGD müssen wir weitere Ärztinnen und Ärzte gewinnen. Nicht zuletzt aufgrund der vielen Asylsuchenden, die im vergangenen Jahr zu uns gekommen sind, ist der Staatsregierung bewusst, dass wir deutlich mehr Ärzte brauchen.“

Im Nachtragshaushalt konnte die Gesundheitsministerin fast 100 zusätzliche Arztstellen durchsetzen. Huml fügte hinzu: „Ohne unseren schlagkräftigen ÖGD hätten wir die Organisation der Gesundheitsuntersuchungen, die Durchführung von Impfungen und anderen Infektionsschutzmaßnahmen sowie die Unterstützung beim Aufbau der medizinischen Versorgung der Asylbewerber nicht gewährleisten können.“

Die Ministerin hob hervor: „Unsere Ärztinnen und Ärzte haben hier Herausragendes geleistet. Durch ihre große Flexibilität und ihr Organisationsgeschick konnten wir in Bayern erreichen, dass die vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen zuverlässig und zeitgerecht durchgeführt werden. Ihnen ist es gelungen, in kürzester Zeit eine komplexe Infrastruktur für die Gesundheitsuntersuchungen und Gesundheitsschutzmaßnahmen bei Asylsuchenden in allen Landkreisen aufzubauen! Dafür gebühren ihnen Dank und Anerkennung.“

Der Ärzteverband Öffentlicher Gesundheitsdienst Bayern e.V. ist die gewählte Interessenvertretung der angestellten und verbeamteten Ärztinnen und Ärzte, die im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern tätig sind. Derzeit hat der Verband rund 200 Mitglieder.

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Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen schafft Bayern nach Angaben des Gesundheitsministeriums 94 neue Arztstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Sie wurden im Nachtragshaushalt vom Landtag genehmigt und stehen zum Jahreswechsel zur Verfügung, wie Ministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag erklärte. Derzeit arbeiten ihren Angaben zufolge rund 300 Mediziner im ÖGD. Sie kümmern sich nicht nur um die Untersuchungen von Asylsuchenden, sondern auch um die Bereiche Infektionsschutz, Hygiene, Umweltmedizin, Prävention oder um den Schulärztlichen Dienst. In den vergangenen Wochen sei der ÖGD bei der Betreuung von Flüchtlingen durch niedergelassene Ärzte und Mediziner aus den Krankenhäusern unterstützt worden. In Bayern müssen die Asylsuchenden innerhalb von drei Tagen nach der Registrierung umfassend in den Erstaufnahmeeinrichtungen untersucht werden. Es gehe darum, übertragbare Krankheiten wie Tuberkulose schnellstmöglich auszuschließen oder zu behandeln sowie wichtige Impfungen zu veranlassen, so Huml.

URL: http://www.sueddeutsche.de/bayern/fluechtlingskrise-zusaetzliche-aerzte-fuer-den-gesundheitsdienst-1.2803794

(03.01.2016)

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Presse

Ärzte gesucht – Gesundheitsministerin Huml wirbt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst – 94 neue Arztstellen im Freistaat vor dem Hintergrund der hohen Flüchtlingszahl geschaffen

Bayerns Gesundheitsministerin und Ärztin Melanie Huml schafft vor dem Hintergrund der hohen Flüchtlingszahl 94 neue Arztstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Huml betonte am Sonntag: „Wir brauchen mehr Mediziner im Staatsdienst. Für den ÖGD suchen wir deshalb weitere Kolleginnen und Kollegen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Das Stellenprogramm für den Öffentlichen Gesundheitsdienst stößt bereits auf großes Interesse. Bewerbungen sind aber auch jetzt noch möglich. Deshalb: Scheuen Sie sich nicht und bewerben Sie sich – der Öffentliche Dienst ist ein hervorragender Arbeitgeber!“

Für Ärztinnen und Ärzte bietet der ÖGD neben den Gesundheitsuntersuchungen von Asylsuchenden ein interessantes und breites Betätigungsfeld in Infektionsschutz, Hygiene, Umweltmedizin, Begutachtung, Prävention und Schulärztlichem Dienst. Gerade in den vergangenen Monaten war der Öffentliche Gesundheitsdienst stark gefordert.

Huml unterstrich: „Die große Zahl an Flüchtlingen ist für die Gesundheitsämter vor Ort eine Mammutaufgabe. Bayernweit finden tausende Gesundheitsuntersuchungen sowie Impfungen statt. Ich möchte mich daher bei den Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsämtern sehr herzlich bedanken – Sie haben in den vergangenen Wochen Großartiges im Sinne der Humanität geleistet!“

In den vergangenen Wochen hatten zudem niedergelassene Ärzte und Krankenhausmediziner den Öffentlichen Gesundheitsdienst unterstützt. Bayerische Vorgaben zum Asylverfahren sehen innerhalb von drei Tagen nach Registrierung der Flüchtlinge eine umfassende Untersuchung in den Erstaufnahmeeinrichtungen vor.

Huml betonte: „Der Gesundheitsschutz der Menschen in Bayern hat einen besonderen Stellenwert. Deshalb müssen vor allem übertragbare Krankheiten wie etwa Tuberkulose schnellstmöglich ausgeschlossen, behandelt und wichtige Impfungen veranlasst werden.“

Derzeit arbeiten im Öffentlichen Gesundheitsdienst rund 300 Medizinerinnen und Mediziner. Die 94 zusätzlichen Stellen wurden im Nachtragshaushalt vom Landtag genehmigt und stehen damit zum Jahreswechsel zur Verfügung. Die Bewerbungen nehmen die sieben Bezirksregierungen entgegen. Hier gibt es auch weitere Informationen.

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