Sendung „Fakt ist!“ des MDR – Grippe, Masern, TBC etc.

Dr. Ute Teichert, Vorsitzende

Hinweis zur Sendung des MDR: Bei über 18.000 Deutschen wurde dieses Jahr Grippe diagnostiziert. Kliniken sind überlastet, öffentliche Einrichtungen wie Banken und Ämter müssen tageweise schließen. Aber auch Masern und TBC breiten sich wieder aus.

Thema: Grippe, Masern, TBC – Die unterschätzte Gefahr

Die Grippe wütet in Deutschland. Dieses Mal mit Zehntausenden Erkrankten so heftig, dass das öffentliche Leben davon beeinträchtigt ist. Krankenhäuser sind überlastet, sodass OPs verschoben werden müssen, der Nahverkehr läuft eingeschränkt und öffentliche Einrichtungen wie Arbeitsämter und Banken müssen tageweise schließen. Wie konnte sich die Grippe trotz vorhandener Impfung so stark ausbreiten?

Aber nicht nur sie ist auf dem Vormarsch. Eigentlich als „besiegt“ geltende Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten und TBC sind in unseren Breiten wieder angekommen. Wie konnte das passieren? Fachleute warnen, dass unser Gesundheitssystem nicht ausreichend auf den Ernstfall vorbereitet ist. Es sei nur eine Frage der Zeit ist, bis wir von größeren Seuchen heimgesucht werden. Bei Ebola und EHEC war es demnach eher Glück, dass es uns nicht schlimmer getroffen hat.

Welche Bedrohungen bestehen aktuell? Wo gibt es Defizite in der staatlichen Vorsorge und Betreuung? Und was kann der Einzelne selbst tun, um sich zu schützen?

Am Montag ab 22:05 Uhr diskutieren im MDR u.a. die Bundesvorsitzende des BVÖGD, Frau Dr. Ute Teichert in der Sendung „Fakt ist!“

Ute Teichert:
„Wir sparen seit langem am öffentlichen Gesundheitsdienst. Da brauchen wir uns nicht wundern, wenn im Notfall unser System nicht funktioniert.“

Die Sendung in der Mediathek.

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EHEC Podiumsdiskussion

Ute Teichert:
Die Gesundheitsämter waren unverzichtbar bei der Bewältigung der EHEC-Krise

Auf einer Podiumsdiskussion beim Internationalen EHEC-HUS-Symposion im September 2011 in Berlin bezog Frau Dr. Teichert-Barthel, die Vorsitzende des BVÖGD klar Position.

Die Podiumsdiskussion zum Thema „Schweingrippe H1N1, EHEC O 134 , sind wir in Zukunft besser vorbereitet?“ anlässlich der 3. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie am 10. September 2011 in Berlin erörterten Gesundheitspolitiker, Kliniker und Vertreter des ÖGD den Verlauf und mögliche Konsequenzen der im EHEC-Epidemie in Deutschland im Sommer 2011.
Im Rahmen der Diskussion, an der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Prof. Dr. Karl Lauterbach, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie, Prof. Dr. Reinhard Brunkhorst, der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Dr. Reinhard Burger, der Ärztliche Direktor der Charité, Prof. Dr. Ulrich Frei, teilnahmen, erläuterte Dr. Ute Teichert-Barthel die zentrale Bedeutung der Gesundheitsämter bei der Bewältigung der EHEC-Krise. Sie nutzte die Gelegenheit, um Missverständnisse über verzögerte Meldungen des Krankheitsgeschehens durch die Gesundheitsämter bei den Politikern und in der Öffentlichkeit klarzustellen und bot die Mitarbeit des BVÖGD bei der gesundheitspolitischen Aufarbeitung der EHEC-Krise an.
„Wir können aus dieser Epidemie viel lernen“, so Teichert-Barthel. „Eine Zentralisierung des Meldewesens ist mit Sicherheit die falsche Antwort. Der BVÖGD steht vielmehr für die verstärkte Kooperation zwischen allen Ebenen des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Bund, Ländern und Gemeinden.“
Den Film-Mitschnitt zur Diskussion können Sie sich hier ansehen:  www.dgfn.eu

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