Trinkwasserhygiene – sauberes Wasser für Bevölkerung und Umwelt

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In Deutschland ist Trinkwasser das am strengsten kontrollierte Lebensmittel – und die Gesundheitsämter stellen durch ihre Überwachung sicher, dass dies so bleibt.

Die Aufgaben der Gesundheitsämter in diesem Bereich sind vielfältig und aufwendig. Sie reichen von der regelmäßigen Überprüfung von Trinkwasserversorgungsanlagen über die Kontrolle von Hausinstallationen bis hin zur Bewertung von Laborergebnissen. Auch im Fall von Störungen oder Verunreinigungen greifen die Gesundheitsämter ein, um die Bevölkerung zu schützen und gemeinsam mit den Versorgern geeignete Maßnahmen einzuleiten.

Dabei arbeiten die Gesundheitsämter eng mit Wasserwerken, Laboren und Kommunen zusammen. Ihre Expertinnen und Experten sorgen dafür, dass Grenzwerte eingehalten und mögliche Risiken frühzeitig erkannt werden. Das schützt nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

„Sauberes Trinkwasser ist eine Selbstverständlichkeit – aber nur, weil die Gesundheitsämter tagtäglich für seine Sicherheit sorgen. Diese Aufgabe ist aufwändig, hochverantwortlich und unverzichtbar“, erläutert Dr. med. Peter Schäfer, Vorsitzender des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD).

Ein Beispiel für die aufwendige Überwachung ist die Überprüfung von Hausinstallationen auf den Befall mit Legionellen. Diese im Warmwasser auftretenden Keime können gravierende Gesundheitsprobleme verursachen. Die Gesundheitsämter kontrollieren nach strengen Richtlinien in der Regel ab der Größe eines Drei-Familienhauses.

Noch aufwendiger sind die Trinkwasser-Kontrollen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Hier sind zum Beispiel auch im Kaltwasser regelmäßige Keimkontrollen etwa auf das Bakterium Pseudomonas vorgeschrieben.

„Die Überwachung der Trinkwasserhygiene ist eine Kernaufgabe des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Sie zeigt beispielhaft, wie unverzichtbar die Arbeit der Gesundheitsämter ist – und wie wichtig es ist, diese Arbeit mit ausreichenden Ressourcen zu unterstützen“, so Schäfer.

Hintergrund: Ausbau des Öffentlichen Gesundheitsdienstes über den ÖGD-Pakt

Mit dem 2020 aufgelegten Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) wurden bundesweit dringend benötigte Stellen geschaffen, Digitalisierungsprojekte gestartet und die wissenschaftliche Weiterentwicklung des ÖGD gestärkt. Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) betont, dass ohne eine Verstetigung über 2026 hinaus zentrale Aufgaben – von der Pandemievorsorge über den Hitzeschutz bis hin zu Prävention und Digitalisierung – nicht gesichert sind. Eine Fortführung des Pakts ist daher entscheidend, um Personal zu halten, Investitionen nachhaltig wirken zu lassen und die Zukunftsfähigkeit des ÖGD zu sichern.

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Der 75. Wissenschaftliche Kongress des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) steht bevor: Vom 20. bis 23. April 2026 lädt der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) in die historische Stadthalle Wuppertal ein. Unter dem Motto „ÖGD – Keiner wie wir!“ werden zentrale Zukunftsfragen des ÖGD diskutiert. Ab sofort sind die Abstracteinreichung und die Online-Anmeldung geöffnet.

„Mit unserem Jubiläumskongress wollen wir zeigen, wie vielfältig und unverzichtbar die Arbeit des ÖGD ist – von Prävention über Gesundheitsschutz bis hin zu Public-Health-Innovationen“, sagt Dr. Peter Schäfer, Vorsitzender des BVÖGD. „Wir laden alle Fachkolleginnen und Fachkollegen herzlich ein, eigene Beiträge einzureichen und den Kongress aktiv mitzugestalten.“

Bis zum 15. Oktober 2025 können Interessierte Abstracts für Symposien, Vorträge oder Poster einreichen. Erwartet werden rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen des ÖGD. Neben Keynote-Vorträgen und Fachsymposien wird das Programm auch den Austausch mit Politik und Verwaltung ermöglichen.

Das wissenschaftliche Programm wird von einem Fachkomitee gestaltet, das die Breite und Vielfalt des ÖGD abbildet. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen ebenso aufzugreifen wie zukunftsweisende Lösungsansätze und Best-Practice-Beispiele.

Anmeldung: https://www.bvoegd-kongress.de

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Zum Ende des Sommers beginnt für viele Kinder in Deutschland mit dem Start in die Schule ein neuer Lebensabschnitt. Damit dieser Übergang gelingt, begleiten die Gesundheitsämter bundesweit alle Kinder mit der Schuleingangsuntersuchung (SEU). Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) betont die zentrale Bedeutung dieser Aufgabe des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD).

„Die Schuleingangsuntersuchung ist weit mehr als ein ärztlicher Routinecheck“, erklärt Dr. med. Claudia Korebrits, Vorsitzende des Fachausschusses Kinder- und Jugendgesundheitsdienst im BVÖGD. „Wir betrachten jedes Kind ganzheitlich – vom Entwicklungsstand über die gesundheitliche Situation bis hin zum sozialen Umfeld. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Eltern, Kita und Schule die besten Bedingungen für einen erfolgreichen Schulstart zu schaffen. Kein Kind soll durch Schule überfordert werden oder Nachteile erfahren.“
Im Rahmen der SEU führen die KJGD-Teams medizinische Untersuchungen, Entwicklungsscreenings und Gespräche mit den Familien durch. Auf dieser Grundlage beraten sie über den individuell passenden Einschulungszeitpunkt und über mögliche Förderbedarfe. Auch Empfehlungen zu weiteren Fachuntersuchungen werden ausgesprochen. Die gewonnenen Daten fließen zudem in kleinräumige Analysen ein und ermöglichen, gesundheitliche Trends frühzeitig zu erkennen.

„Die Schuleingangsuntersuchung leistet einen entscheidenden Beitrag zur Chancengerechtigkeit“, betont Dr. med. Peter Schäfer, Vorsitzender des BVÖGD. „Gerade Kinder aus benachteiligten Familien profitieren von der individuellen Begleitung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst. In Zeiten wachsender Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und sozialer Ungleichheit ist es wichtiger denn je, Kindern einen gesunden und fairen Start ins Schulleben zu ermöglichen.“

Der BVÖGD weist darauf hin, dass die SEU nicht nur individuelle Förderung ermöglicht, sondern auch eine wertvolle Grundlage für die Bildungs- und Gesundheitspolitik darstellt. Durch die bundesweit erhobenen Daten können Schulen, Kommunen und Länder ihre Angebote gezielt verbessern und den unterschiedlichen Bedarfen von Kindern gerecht werden.

Literatur
Gabriele Trost-Brinkhues, Andrea Wünsch und Gabriele Ellsäßer
Fit für den Schulstart – Begleitung durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Public Health Forum 2025, Volume 33, Issue 2, Seite 93.

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) begrüßt den vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegten Referentenentwurf für ein Verbot des Verkaufs und Besitzes von Lachgas zu Konsumzwecken. Damit wird eine langjährige Forderung aus der Praxis der Suchthilfe und Prävention aufgegriffen.

„Der missbräuchliche Konsum von Lachgas hat in den letzten Jahren vor allem unter jungen Menschen stark zugenommen – mit zum Teil gravierenden gesundheitlichen Folgen“, warnt Dr. Peter Schäfer, Vorsitzender des BVÖGD.
Lachgas – chemisch Distickstoffmonoxid – wird zu Konsumzwecken häufig in Luftballons abgefüllt und aus diesen inhaliert. Der kurzfristige Rauschzustand kann mit erheblichen Nebenwirkungen wie Ohnmacht, Stürzen oder gar bleibenden Nervenschäden einhergehen. Besonders riskant ist der Mischkonsum mit Alkohol oder anderen Drogen.

In Deutschland gibt es derzeit keine bundeseinheitliche gesetzliche Regelung für Lachgas zum Konsumzweck. Einzelne Kommunen haben zwar lokale Verbote oder Verordnungen erlassen – die Rechtslage ist aber uneinheitlich und potenziell angreifbar.
„Gerade im öffentlichen Raum beobachten unsere Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsämtern eine wachsende Problematik – insbesondere rund um Schulen, Spielplätze und im Nachtleben“, so Schäfer. „Ein bundeseinheitliches Verbot schafft hier endlich die nötige Klarheit und Handlungssicherheit.“

Der BVÖGD betont, dass die Gesundheitsämter in der Aufklärung über Risiken und Mischkonsum aktiv sind und auch künftig eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Gesetzes spielen können. Dafür brauche es jedoch verlässliche personelle und finanzielle Ressourcen.
Zu dem Vorhaben besteht politisch weitgehend Einigkeit – auch im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD eine Regelung dazu angekündigt. Der BVÖGD hofft daher auf eine zügige Verabschiedung des Gesetzes.

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) begrüßt ausdrücklich die heutige Forderung der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Weimar, den „Pakt für den ÖGD“ fortzuführen und die Gesundheitsämter dauerhaft zu stärken.

„Die Gesundheitsministerinnen und -minister haben ein wichtiges Signal gesetzt: Der ÖGD ist unverzichtbar für die Gesundheit der Bevölkerung – nicht nur in Krisenzeiten. Deshalb braucht es jetzt eine klare politische Entscheidung für die langfristige Finanzierung, den konsequenten Ausbau und die nachhaltige Modernisierung des ÖGD“, erklärt Dr. Peter Schäfer, Vorsitzender des BVÖGD.

Der Verband begrüßt den einstimmig angenommene Leitantrag der GMK für mehr Prävention und das Mitdenken von Gesundheitsthemen bei allen politischen Entscheidungen („Health in All Policies“). „Die Verhältnisprävention – also die Gestaltung eine gesundheitsfördernden Lebensumfeldes – ist ein zentraler Aufgabenbereich des ÖGD. Die Gesundheitsämter unterstützen die Kommunen bei dieser Aufgaben“, so Schäfer.

Der ÖGD hat übernimmt im Augenblick neben seinen klassischen Aufgaben beim Infektionsschutz, der Hygieneüberwachung, der Kinder- und Jugendgesundheit und vielem mehr außerdem weitere neue wichtige Aufgaben – zum Beispiel beim Hitzeschutz und bei der Krisenbewältigung. „Diese wachsenden Anforderungen – auch wegen der militärischen Sicherheitslage – erfordern ein strukturell gut ausgestattetes und personell starkes System“, betont Schäfer.

Mit dem Pakt für den ÖGD wurden in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erreicht – beim Personalausbau und im Bereich der Digitalisierung. Zahlreiche Gesundheitsämter haben ihre digitalen Strukturen ausgebaut, neue IT-Systeme eingeführt und Prozesse modernisiert.

„Was der ÖGD in der Digitalisierung begonnen hat, muss jetzt verstetigt und weiterentwickelt werden. Ein Rückbau oder Stillstand wäre ein fatales Signal“, betont Schäfer. „Wir brauchen verlässliche Mittel und einen politischen Willen, die Transformation des ÖGD fortzuführen – für personell gut aufgestellte, vernetzte und krisenfeste Gesundheitsämter“, so der BVÖGD-Vorsitzende.

Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder trafen sich am 11. und 12. Juni 2025 zu ihrer jährlichen Konferenz im thüringischen Weimar.

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Berlin – Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) macht auf die wachsenden gesundheitlichen Gefahren durch Hitzewellen und Extremwetter aufmerksam. „Die nächste Krise kommt bestimmt – und es ist wichtig, darauf gut vorbereitet zu sein. Gerade beim Hitzeschutz zeigt sich: Wir brauchen einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst“, sagt der Vorsitzende des BVÖGD, Dr. Peter Schäfer, zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 4. Juni.

Die zunehmenden Extremwetterereignisse in Folge des Klimawandels stellen Kommunen und Kreise, aber auch Pflegeeinrichtungen und öffentliche Institutionen wie Schulen und Krankenhäuser im Konkreten vor immer größere Herausforderungen. Nötig ist daher ein umfassendes Konzept: „Gesundheitsschutz ist keine isolierte Aufgabe, sondern muss in allen politischen Entscheidungen mitgedacht werden“, so Schäfer. Der sogenannte Health-in-All-Policies-Ansatz muss zur Richtschnur für kommunales Handeln werden!

Gesundheitsämter sind hierbei unverzichtbare Partner: Sie kennen die sozialen und regionalen Gegebenheiten vor Ort, beraten die Kommunalpolitik evidenzbasiert und koordinieren Maßnahmen mit Blick auf besonders gefährdete Gruppen wie ältere oder chronisch kranke Menschen. Die Handlungsfelder reichen von der Begrünung von Stadtvierteln über die klimaangepasste Umgestaltung öffentlicher Gebäude bis hin zur gezielten Betreuung gefährdeter Personengruppen.

„Die Menschen nehmen die Gefahr durch Hitze sehr deutlich wahr – und sie erwarten zurecht konkrete Maßnahmen vor Ort“, so Schäfer. „Damit die Gesundheitsämter hier noch besser unterstützen können, brauchen sie langfristig verlässliche und ausreichende Ressourcen – insbesondere personell.“
Nur so kann der Öffentliche Gesundheitsdienst seiner Verantwortung als Koordinator, Impulsgeber und Schutzinstanz im kommunalen Klimaschutz gerecht werden.

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) gratuliert Prof. Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner zur Verleihung der Paracelsus-Medaille auf dem Deutschen Ärztetag in Leipzig.

„Damit würdigt die Ärzteschaft nicht nur die außerordentlichen Verdienste von Exner, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen für die Bedeutung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes“, sagte der BVÖGD-Vorsitzende Dr. med. Peter Schäfer.

Exner war von 1994 bis 2020 Direktor des Hygiene-Instituts der Universität Bonn. Im Jahr 2004 erhielt er für seine Verdienste um das Gesundheitswesen und die Hygiene auf dem BVÖGD-Bundeskongress in Marburg die Johann-Peter-Frank-Medaille. Diese Medaille ist die höchste Auszeichnung des BVÖGD.

Exner ist seit dem Jahr 2010 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Krankenhaus-Hygiene. Im Juni 2020 wurde er in den Beirat One Health des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung berufen.

Für seine Verdienste erhielt Exner im Jahr 2023 das Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse.

Die Paracelsus-Medaille ist die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft. Sie wird seit 1952 auf dem Deutschen Ärztetag verliehen.

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) begrüßt das Pandemieabkommen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weist aber daraufhin, dass es jetzt darauf abkommt, welche Regelungen und Maßnahmen Deutschland davon umsetzt.
„Der Text kann Staaten als Handreichung für die Umsetzung einer guten Pandemiepolitik dienen und helfen, Handlungsbedarfe gegen künftige Pandemien zu identifizieren. Welche konkreten Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerungsgesundheit in Deutschland daraus umgesetzt werden, lässt sich aber aus dem globalen Abkommen nicht pauschal ableiten. Das muss die nationale Umsetzung der im Abkommen genannten Empfehlungen zeigen“, sagte der Vorsitzende des Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Dr. Peter Schäfer.

Das WHO-Dokument formuliert auf Basis der Erfahrungen der WHO-Mitgliedsländer aus der COVID19-Pandemie eine Sammlung an gesundheitlichen, gesetzlichen, finanziellen, technologischen, materiellen und wissenschaftlichen Maßnahmen, die Staaten ergreifen können, um in der Lage zu sein, Pandemien vorzubeugen (prevention), sich auf sie vorzubereiten (preparedness) beziehungsweise auf sie zu reagieren (response). In diesem Sinne verfasst das Dokument eine Politikstrategie für einen rationalen, solidarischen, globalen wie nationalen Ansatz im Hinblick auf Vermeidung, Vorbereitung und Reaktion auf Pandemien. Die Strategie berücksichtigt Prinzipien von One Health und globaler Gesundheitsgerechtigkeit und verfolgt dabei in weiten Teilen einen Health in all Policies Ansatz. „Dies bedeutet, dass alle Politikfelder das Thema Gesundheit immer mitdenken und mitberücksichtigen müssen. Diesen Ansatz vertritt der ÖGD bereits lange und sehr entschieden“, so Schäfer.

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Zum gestern vorgestellten Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Dr. Peter Schäfer:

„Mehr Prävention, Pandemievorsorge, Klimawandel, Katastrophenschutz und eine neue militärische Sicherheitslage: Der Öffentliche Gesundheitsdienst in Deutschland muss immense neue Herausforderungen bewältigen – zusätzlich zu seinen bekannten wichtigen Aufgaben beim Infektionsschutz, der Hygieneüberwachung, der Kindergesundheit, der Betreuung psychisch Kranker und vielem mehr.

Der ‚Pakt für den ÖGD‘ war ein starkes Signal. Bundesweit sind rund 4.800 Stellen geschaffen worden – viele davon unbefristet. Dies darf kein Strohfeuer bleiben!

‚Wir prüfen, wie wir nach dem Ende des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) in gemeinsamer Kraftanstrengung von Bund, Ländern und Kommunen den ÖGD weiterhin unterstützen können‘, heißt es im neuen Koalitionsvertrag. Wir werden diese Prüfung einfordern und auf rasche Zusagen drängen.

Die Politik muss die nötigen Mittel für einen handlungsfähigen ÖGD bereitstellen – langfristig und verlässlich.“

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Im Rahmen des diesjährigen Kongresses des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und seiner Partner findet am Donnerstag, 3. April 2025, ein Themenabend mit Filmvorführung statt, der sich mit einem zentralen Public-Health-Thema befasst: sexuelle Gesundheit.
Die Veranstaltung beginnt um 18:30 Uhr im Großen Saal der Heinrich-Lades-Halle, Rathausplatz 2, 91052 Erlangen.
Zwei kurze Impulsvorträge (jeweils zehn Minuten) führen in das Thema ein und beleuchten die Bedeutung sexueller Gesundheit für die Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Dabei geht es um Prävention, Aufklärung und den Zugang zu Beratungsangeboten für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Ein Film zum Thema rundet die Veranstaltung ab.
„Der BVÖGD setzt mit diesem Abend ein Zeichen für die Relevanz der sexuellen Bildung als Teil der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Besonders in Zeiten steigender Zahlen von sexuell übertragenen Infektionen, unzureichender schulischer Aufklärung und der Stigmatisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen ist die Sensibilisierung für dieses Thema unerlässlich“, sagte die Vorsitzende des BVÖGD, Dr. Kristina Böhm.
Medienvertreter sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten.
Der ÖGD-Kongress findet vom 1. bis 4. April in Erlangen statt. Der BVÖGD hat ihn gemeinsam organisiert mit der Deutsche Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG), dem Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG), der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Der Kongress wird außerdem mit der jährlichen Fortbildungsveranstaltung des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kombiniert, um eine noch breitere Basis für den fachlichen Austausch zu schaffen.
Kongress-Pressekonferenz: Donnerstag, 3. April 2025, 13.30 Uhr, Konferenzraum 5 in der
Heinrich-Lades-Halle, Rathausplatz 2, 91052 Erlangen.

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Klimawandel, Naturkatastrophen, militärische Bedrohungen: Angesichts vieler neuer
Herausforderungen sind mutige Schritte nötig, um das Gesundheitswesen krisenfester zu machen.
„Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) arbeitet in der ersten Reihe, um die Risiken für die
Menschen zu minimieren und Schutzmaßnahmen zu empfehlen und zu koordinieren“, sagte die
Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes
(BVÖGD), Dr. Kristina Böhm, zum Tag des Gesundheitsamtes am 19. März. Er steht in diesem Jahr
unter dem Motto „Klimawandel und Gesundheit“.
„Wir fordern eine stärkere Unterstützung des ÖGD, um die gesundheitlichen Folgen des
Klimawandels wirksam anzugehen und uns auf künftige Krisen und Bedrohungslagen
vorzubereiten“, betonte der erste stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Dr. Emanuel
Wiggerich.

Der BVÖGD sieht in der aktuellen Lage die Notwendigkeit entschlossenen Handelns. Der „Pakt für
den ÖGD“ war ein erster wichtiger Schritt, um die Defizite der vergangenen Jahre abzubauen.
Doch damit der ÖGD zukunftsfähig bleibt, darf diese Initiative nicht auslaufen. Der BVÖGD fordert
daher eine Verlängerung des Paktes über 2026 hinaus, um die dringend benötigte
Personalaufstockung und Digitalisierung im ÖGD weiter voranzutreiben.
Zudem braucht es eine bessere Vernetzung des ÖGD auf Bundes- und Landesebene. Wichtig ist,
das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) finanziell und personell gut auszustatten,
und Landesgesundheitsämter dort aufzubauen, wo sie fehlen

Nicht zuletzt muss der ÖGD enger mit Wissenschaft und Lehre verbunden werden. Dazu gehört
der Aufbau von Lehr- und Forschungs-Gesundheitsämtern sowie die Einrichtung zusätzlicher
Professuren für Öffentliche Gesundheit. Nur mit einer systematischen Einbindung der Forschung
kann der ÖGD den Herausforderungen der Zukunft wirksam begegnen.
„Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass der ÖGD eine tragende Säule des Gesundheitswesens
ist. Doch ohne eine nachhaltige Finanzierung und strukturelle Stärkung werden wir künftigen
Krisen nicht gewachsen sein“, so Böhm.
Wiggerich ergänzt: „Es ist jetzt an der Zeit, den ÖGD als essenziellen Bestandteil der
Daseinsvorsorge zu verstehen und ihn mit den notwendigen Mitteln auszustatten. Ein starker ÖGD
bedeutet mehr Sicherheit und Schutz für alle.“
Der „Tag des Gesundheitsamtes“ findet jedes Jahr am 19. März statt, um auf die zentrale Rolle der
Gesundheitsämter für den Bevölkerungsschutz und die Gesundheitsvorsorge aufmerksam zu
machen.
Der 19. März ist der Geburtstag von Johann Peter Frank. Der Mitte des 18. Jahrhunderts geborene
Arzt und Sozialmediziner gilt als Begründer des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) fordert die Politik auf, mit dem geplanten Sondervermögen für Infrastruktur auch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) gezielt zu stärken.

„Ein leistungsfähiger ÖGD ist unverzichtbar – zum Beispiel für die Bewältigung künf-tiger Pandemien, den Schutz der Bevölkerung vor Extremwetterereignissen und die Sicherstellung einer effektiven Prävention. Die Weichen dazu müssen jetzt gestellt werden“, betonte die BVÖGD-Vorsitzende Dr. Kristina Böhm.
Mit dem „Pakt für den ÖGD“ hat die Politik einen ersten Schritt unternommen, um die in den vergangenen Jahren entstandenen Defizite im ÖGD zu beheben. Damit dieser Fortschritt nachhaltig bleibt, darf er nicht lediglich ein kurzfristiges Strohfeuer sein. Neben der dringend benötigten Personalaufstockung für multiprofessionelle und inter-disziplinäre Teams muss die mit den Mitteln des Paktes begonnene Stärkung der Di-gitalisierung im ÖGD weiter vorangebracht werden.

„Der ÖGD steht vor neuen Aufgaben, unter anderem im Bereich Katastrophenschutz, Prävention und Hitzeschutz“, sagte der erste stellvertretende Vorsitzende des BVÖGD, Dr. Emanuel Wiggerich. Das gelte auch bei militärischen Bedrohungen: „Besonders in Notlagen, in denen die Bundeswehr anderweitig eingesetzt wird, über-nimmt der ÖGD wichtige Aufgaben“, betonte er.

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