BVÖGD fordert: Gesundheit als Querschnittsaufgabe in die Koalitionsverhandlungen aufnehmen

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Nach der gestrigen Bundestagswahl fordert der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) die künftige Bundesregierung auf, das Prinzip „Health in All Policies“ konsequent in die Koalitionsverhandlungen zu integrieren. Eine ganzheitliche Gesundheitspolitik, die soziale, ökologische und wirt-schaftliche Faktoren mitdenkt, ist entscheidend, um die sinkende Lebenserwartung in Deutschland zu stoppen und die Gesundheitsversorgung zukunftsfähig zu gestalten.

„Unsere Gesundheit entsteht nicht allein im Gesundheitssystem. Sie wird maßgeb-lich durch unsere Lebens- und Rahmenbedingungen geprägt. Deshalb brauchen wir eine vorausschauende Gesundheitsstrategie, die alle politischen Ressorts mit einbe-zieht“, erklärt Dr. Kristina Böhm, Vorsitzende des BVÖGD. „Insbesondere Prävention und Gesundheitsförderung müssen stärker mit Bereichen wie Sozialpolitik, Arbeit, Jugendhilfe, Umwelt, Verkehr und Landwirtschaft verzahnt werden.“

Der BVÖGD fordert, den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) als zentralen Akteur in der strategischen Gesundheitsplanung zu stärken. Dazu gehört die verbindliche Einrichtung kommunaler Gesundheitskonferenzen in allen Kreisen sowie eine ver-besserte finanzielle Ausstattung für Präventionsmaßnahmen. Zudem müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Sozialgesetzbuch und in den ÖGD-Landesgesetzen angepasst werden, um eine koordinierte und datenbasierte Steue-rung des Gesundheitswesens zu ermöglichen.

„Die anstehenden Koalitionsverhandlungen sind die Chance, die Weichen für ein zu-kunftsfähiges Gesundheitssystem zu stellen“, betont Dr. Susanne Pruskil von der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG). „Wir brauchen eine nachhaltige Gesamtstrategie, die Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Auf-gabe versteht.“

Der BVÖGD appelliert an die Verhandlungsparteien, die Gesundheitsversorgung in Deutschland nicht länger als isolierte Herausforderung zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil aller politischen Entscheidungen. Die kommende Regierung muss Verantwortung übernehmen und „Health in All Policies“ als Grundprinzip für eine gesündere Zukunft verankern.

Link Positionspapier

Berlin, den 22. Februar 2025

Positionspapier als PDF

Die in Deutschland im europäischen Vergleich nur noch unterdurchschnittliche Lebenserwar-tung bei gleichzeitig extrem hohen und weiterhin steigenden Kosten stellt unser Gesundheits-system vor riesige gesundheitspolitische Herausforderungen. Angesichts dieser heute schon kritischen Lage sowie absehbar hinzukommender zukünftiger Anforderungen wie durch den demografischen Wandel und den Klimawandel muss die Gesundheitsversorgung der Regionen (einschließlich Prävention und Gesundheitsförderung) bundesweit aus einem Guss sowie – an-ders als bisher – als ein systematischer Gesamt- und Gestaltungsansatz sich wandelnder Struk-turen gedacht werden.
Als Ergänzung unseres Selbstverwaltungssystems wird hierfür eine Gesamtstrategie benötigt, die zukünftig auch durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) vorausschauend mitge-steuert werden sollte. Um eine bestmögliche Versorgung inkl. Prävention und Gesundheitsför-derung sicherzustellen, sollte der ÖGD mandatiert werden, zukünftig eine datenbasierte, evi-denzinformierte steuernde und koordinierende Rolle einzunehmen. So sollte der ÖGD sowohl in den regional zuständigen Zulassungsausschüssen, die sich bisher paritätisch aus Leistungs-erbringern und Kostenträgern zusammensetzen, wie auch in den Planungsgremien auf Lan-desebene vertreten sein. Entsprechende bundes- und landesgesetzliche Rahmenbedingungen, insbesondere das Sozialgesetzbuch und die ÖGD-Landesgesetzgebungen betreffend, sollten zeitnah geschaffen werden.
Als Strukturen für die strategische regionale Planung sollten Kommunale Gesundheitskonfe-renzen oder vergleichbare Gremien unter fachlicher Steuerung durch den ÖGD in allen Kreisen verpflichtend etabliert werden. Für die notwendige stärkere Etablierung von Prävention und Gesundheitsförderung benötigen diese Planungsgremien gegenüber bisher
(1) eine dauerhaftere spezifische finanzielle Ausstattung (z. B. Präventionsbudgets), (2) einen eindeutigeren Handlungsauftrag bzgl. der Sicherstellung einer adäquaten bedarfs-orientierten regionalen Gesundheitsversorgung inkl. einer Bindungswirkung sowie (3) eine deutlich verbesserte Datenbasis.

Unsere Gesundheit entsteht nicht allein im Gesundheitssystem, sondern sie wird ganz ent-scheidend und v.a. durch unsere Lebens- und Rahmenbedingungen determiniert. Eine strate-gische Prävention und Gesundheitsförderung muss daher mit gesundheitsrelevanten Pla-nungsfeldern wie Sozialem, Arbeit, Jugendhilfe, Sicherheit, Umwelt, Verkehr und Landwirt-schaft gemeinsam gedacht werden. Sie muss integriert und als koordiniertes Zusammenwirken vieler Akteure stattfinden (Health in All Policies). Um dies systematisch und bedarfsgerecht umsetzen zu können, muss neben der o.g. Verbesserung struktureller Rahmenbedingungen zukünftig auch eine Integration von planungsrelevanten Daten auf allen regionalen Ebenen angestrebt werden.

Dr. Kristina Böhm
BVÖGD

Dr. Susanne Pruskil
DGÖG

Quellen:
Beirat Pakt ÖGD (2024). Der ÖGD der Zukunft (2. Stellungnahme des Beirates Pakt ÖGD). Berlin, verfügbar unter: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/gesundheitswesen/pakt-fuer-den-oegd/beirat-pakt-oegd.html.
Deutscher Landkreistag. Ambulante Versorgung sicherstellen: Rolle der Landkreise bei der Gestaltung einer zu-kunftsfähigen medizinischen Struktur vor Ort; 2018; verfügbar unter: https://www.landkreis-tag.de/images/stories/publikationen/180110%20PosPap%20Ambulante%20Versorgung.pdf.
ExpertInnenrat „Gesundheit und Resilienz“. 3. Stellungnahme des ExpertInnenrats „Gesundheit und Resilienz“: Gesundheit: Ganzheitlich denken, vernetzt handeln; 2024; verfügbar unter: https://www.bundesregie-rung.de/resource/blob/975196/2310120/b1bde757a2f2e4392ddd3b2144b7cf29/2024-09-20-expertinnen-rat-stellungnahme-3-data.pdf?download=1.
ExpertInnenrat „Gesundheit und Resilienz“. 4. Stellungnahme des ExpertInnenrats „Gesundheit und Resilienz“: Stärkung der Resilienz des Versorgungssystems durch Präventionsmedizin; 2024; verfügbar unter: https://www.bundesregierung.de/re-source/blob/975196/2310122/199b2113ab2787ddf6da240f257715fc/2024-09-20-expertinnenrat-stellung-nahme-4-data.pdf?download=1.
Jasilionis, D., van Raalte, A. A., Klüsener, S., & Grigoriev, P. (2023). The underwhelming German life expectancy. European Journal of Epidemiology. https://doi.org/10.1007/s10654-023-00995-5
OECD (2024). Health at a Glance: Europe 2024. Paris: OECD Publishing.
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Bedarfsgerechte Versorgung – Perspektiven für ländliche Regionen und ausgewählte Leistungsbereiche: Gutachten 2014; verfügbar unter: https://www.svr-gesundheit.de/fileadmin/Gutachten/Gutachten 2014/Langfassung2014.pdf.
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung: Gutachten 2018. Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; 2018.
Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Resilienz im Gesundheitswesen: Wege zur Bewältigung künftiger Krisen: Gutachten 2023. Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Ver-lagsgesellschaft; 2023.

Berlin, den 03. Februar 2025

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Eine aktuelle Studie in Nature Medicine zeigt: Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle in Europa wird in Zukunft deutlich steigen, wenn die Politik nicht massiv gegensteuert. Wichtig sind nicht nur landesweite Pläne zur Begrenzung der Erderwärmung, sondern auch regionale Anpassungen, damit die Menschen mit den steigenden Temperaturen zurechtkommen.

Die Nature-Studie zeigt: Besonders betroffen sind urbane Regionen – auch in Deutschland.

Der ÖGD übernimmt eine Schlüsselrolle im Schutz der Bevölkerung. Neben klassischen Aufgaben rücken Klimaschutz und Anpassung in den Fokus:

– Entwicklung von Hitzeschutzplänen

– Beratung und Unterstützung der Kommunen bei Maßnahmen

– Aufklärung über gesundheitliche Risiken und Präventionsstrategien.

Die Rolle des ÖGD bei der Anpassung an den Klimawandel ist daher ein wichtiges Thema auf dem Kongress des BVÖGD Anfang April in Erlangen.

„Der Klimawandel ist nicht nur eine ökologische, sondern auch eine gesundheitliche Krise. Ein starker ÖGD ist essenziell, um die Bevölkerung vor den Folgen extremer Temperaturen zu schützen“, betont die BVÖGD-Vorsitzende Dr. Kristina Böhm.

Kongressinfos:

  1. Wissenschaftlicher Kongress des BVÖGD – zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG) und dem Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG).

Der Kongress findet zusammen mit dem 11. Bayerischer Kongress für den

Öffentlichen Gesundheitsdienst des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen statt.

Termin: 1. – 4. April 2025

Die Eröffnungsveranstaltung findet statt am Mittwoch, 2. April, um 8.00 Uhr.

Pressegespräch: Donnerstag, 3. April, um 13.30 Uhr.

Studie Nature Medicine: https://www.nature.com/articles/s41591-024-03452-2

Positionspapier des BVÖGD für einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst:

Positionspapier: Deutschland braucht einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)

Berlin, den 30. Januar 2025

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In Berlin ist nach Angaben der Deutschen Presseagentur ein zehnjähriger Junge an Diphtherie gestorben. Das Kind war laut Behördenangaben ohne altersentsprechend empfohlenem Impfschutz gegen die Krankheit.

Die Impfung bietet einen zuverlässigen Schutz gegen die Symptome der Diphtherie und hohe Durchimpfungsraten schützen die Bevölkerung aufgrund des Gemein-schaftsschutzes vor dem Risiko, an einer Diphtherie zu erkranken.

„Wir sind entsetzt und betroffen. Eine Diphtherie lässt sich durch Impfungen sehr gut verhindern“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Dr. Kristina Böhm.

„In Deutschland gibt es immer noch sehr viele Impflücken. Häufig werden Impfserien zu spät oder gar nicht abgeschlossen, so dass Menschen aller Altersgruppen unzu-reichend gegen verschiedene Erkrankungen geschützt sind, die durch Impfungen verhindert werden können“, sagte Dr. Katharina Hüppe aus dem Vorstand des BVÖGD.

Wenn die Politik die großen regionalen Unterschiede in den Impfquoten und die Ge-sundheitsungleichheiten zwischen gesellschaftlichen Schichten verringern und die Bevölkerungsgesundheit verbessern möchte, muss sie der Gesundheitsförderung und Prävention mehr Aufmerksamkeit widmen und die erforderlichen personellen und finanziellen Mittel sicherstellen, betonte die Impfexpertin. Nötig seien unter anderem Impfbusse und andere mobile Angebote. Sie haben laut dem BVÖGD das Potenzial, die Impfprävention insbesondere unterversorgter Bevölkerungsgruppen zu verbes-sern.

 

Für Interviewanfragen:

Dr. Kristina Böhm

Dr. Katharina Hüppe

erreichbar über die Geschäftsstelle des BVÖGD: Tel 030-8872737-55

Berlin, den 23. Dezember 2024

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Positionspapier als PDF

Berlin – Globale Gesundheitskrisen, die Auswirkungen des Klimawandels und neue sicherheitspolitische Herausforderungen: Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) fordert gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen (DGÖG) eine nachhaltige Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).

In einem aktuellen Positionspapier zur Bundestagswahl 2025 stellen die Organisationen dazu drei Maßnahmen vor: Erstens eine Verlängerung und Verstetigung des Paktes für den ÖGD – also langfristige Investitionen in den ÖGD, um bestehende Aufgaben und neue Herausforderungen bewältigen zu können.

Zweitens ein zentrales ÖGD-Institut auf Bundesebene zur besseren Vernetzung und Koordination und

drittens zusätzliche Professuren für Öffentliche Gesundheit sowie Lehr- und Forschungsgesundheitsämter, um Wissenschaft und Lehre im ÖGD zu stärken.

„Ein leistungsfähiger ÖGD ist unverzichtbar – zum Beispiel für die Bewältigung künftiger Pandemien, den Schutz der Bevölkerung vor Extremwetterereignissen und die Sicherstellung einer effektiven Prävention. Die Weichen dazu müssen jetzt gestellt werden“, betonte die BVÖGD-Vorsitzende Dr. Kristina Böhm.

Das vollständige Positionspapier steht hier zum Download bereit

Berlin, den 20. Dezember 2024

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Deutschland braucht einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)
Zukünftige Pandemien, eine veränderte Sicherheitsarchitektur, Extremwetterereignisse und weitere Heraus-forderungen: Deutschland benötigt einen leistungsfähigen und gut aufgestellten ÖGD!

1. Verstetigung des Paktes für den ÖGD
Mit dem „Pakt für den ÖGD“ wurde ein erster Schritt unternommen, um die in den vergangenen Jahren entstandenen Defizite im ÖGD zu beheben. Damit dieser Fortschritt nachhaltig bleibt, darf er nicht lediglich ein kurzfristiges Strohfeuer sein. Neben der dringend benötigten Personalaufstockung für multiprofessionelle und interdisziplinäre Teams muss die mit den Mitteln des Paktes begonnene Stärkung der Digitalisierung im ÖGD weiter vorangebracht werden.
Der ÖGD steht vor neuen Aufgaben, unter anderem im Bereich Katastrophenschutz, Prävention und Hitzeschutz.

Forderung:
Der „Pakt für den ÖGD“ muss über das Jahr 2026 hinaus verlängert werden. Dies ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen Verantwortung tragen müssen.

2. Stärkung des ÖGD auf Bundes- und Landesebene
Der ÖGD ist auf allen Ebenen – von der kommunalen bis zur bundesweiten – präsent. Eine Stärkung und bessere Vernetzung dieser Strukturen ist essenziell, um aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.

Forderung:
Ein zentrales ÖGD-Institut auf Bundesebene sollte eingerichtet werden. Auf Länderebene sind dort, wo noch nicht vorhanden, Landesgesundheitsämter aufzubauen.

3. Vernetzung des ÖGD mit Wissenschaft und Lehre
Forschung und Lehre müssen im ÖGD systematisch verankert werden. Dabei ist es entscheidend, verschiedene Berufsgruppen einzubeziehen, da der ÖGD ein interdisziplinäres Fachgebiet darstellt.

Forderung:
Die Einrichtung weiterer Professuren für Öffentliche Gesundheit und der Aufbau von Lehr- und Forschungs-gesundheitsämtern in allen Bundesländern sind dringend erforderlich.

 

Berlin, den 06. Dezember 2024

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Polioviren, die aus Schluckimpfungen mit abgeschwächten lebenden Polioviren stammen, wurden im Abwasser von mittlerweile sieben Städten nachgewiesen, näm-lich in Köln, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, München, Dresden und Mainz. „Diese Nachweise bedeuten keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung, denn vollständig gegen Polio geimpfte Personen sind vor der Erkrankung geschützt. Daher sollte jeder seinen Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen lassen“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesund-heitsdienstes (BVÖGD), Dr. Kristina Böhm.

Hintergrund
Es gibt zwei Formen der Impfung gegen Polio: Die Schluckimpfung mit einem Leben-dimpfstoff mit abgeschwächten lebenden Polioviren und einen Totimpfstoff zum Sprit-zen. Die Schluckimpfung wird in Deutschland seit dem Jahr 1998 nicht mehr einge-setzt, wohl aber in einigen außereuropäischen Ländern. Nach dieser Form der Imp-fung können Impfviren bis zu sechs Wochen mit dem Stuhl ausgeschieden werden und Personen mit unzureichendem Impfschutz an einer Impfpolio erkranken. Ist die Bevölkerung aufgrund zu niedriger Polio-Impfquoten nicht ausreichend geschützt ist, können diese Impfviren über einen längeren Zeitraum zirkulieren, sich in seltenen Fäl-len genetisch verändern und dann wieder Erkrankungen hervorrufen. Bei den jetzt im Abwasser nachgewiesenen Viren handelt es sich um solche Schluckimpfstoff-abgeleitete Polioviren Typ 2 (Vaccine-derived poliovirus type 2, VDPV2). Wegen der hohen Durchimpfungsrate gegen Polio in Deutschland ist laut dem BVÖGD aber nicht damit zu rechnen, dass sie beginnen, in der Bevölkerung zu zirkulieren und sich zu verändern.

„Poliomyelitis, die sogenannte Kinderlähmung, ist eine hochansteckende Erkrankung, die zu dauerhaften Lähmungen führen kann, die hohe Durchimpfungsrate ist also sehr wichtig. Jeder sollte seinen Impfschutz gegen daher überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen lassen, auch Erwachsene“, betonte der erste stellvertretende BVÖGD-Vorsitzende Dr. Emanuel Wiggerich.

Laut der Ständigen Impfkommission gelten Personen als vollständig geimpft, die im Säuglings- und Kleinkindalter eine vollständige Grundimmunisierung im Alter von zwei, vier und elf Monaten und mit neun bis 16 Jahren eine Auffrischimpfung erhalten haben beziehungsweise Erwachsene, die zu einem späteren Zeitpunkt mit drei Impf-stoffdosen komplett grundimmunisiert wurden und zehn Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung eine einmalige Auffrischimpfung erhalten haben.

 

Berlin, den 30. September 2024

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Stellenaufbau: Gesundheitsämter benötigen Planungssicherheit

Zu der Meldung (1), in den Gesundheitsämtern seien in den vergangenen Jahren rund 5.000 Stellen aus Mitteln des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) geschaffen worden, erklärt Dr. med. Kristina Böhm, Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD):

Die Gesundheitsämter in Deutschland sind personell und technisch inzwischen deutlich besser aufgestellt als noch vor der Corona-Pandemie. Dies ist wesentlich dem sogenannten ÖGD-Pakt zu verdanken, der dafür bis Ende 2026 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung stellt.
Aber dieser dringend überfällige Stellenaufbau in den Gesundheitsämtern darf kein Strohfeuer bleiben. Wir müssen den ÖGD auch über das Jahr 2026 hinaus so ausstatten, dass er – als dritte Säule im Gesundheitswesen – seine Aufgaben für die Gesundheit der Bevölkerung erfüllen kann.
Die Ämter und Kommunen benötigen jetzt Planungssicherheit. Dafür ist es wichtig, dauerhaft Mittel für den Personalaufbau im ÖGD zur Verfügung zu stellen. Dazu müssen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam beitragen.

Aber es geht nicht nur darum, Stellen zu schaffen und zu erhalten – die Gesundheitsämter müssen sie auch besetzen können. Das ist wegen des Fachkräftemangels oft sehr schwierig. Daher ist es umso wichtiger, die Arbeit im ÖGD – nicht nur für Ärztinnen und Ärzte sondern auch für die vielen anderen Fachkräfte – angemessen zu bezahlen, damit sich auch in Zukunft genügend und qualifizierte Bewerberinnen und Bewerbern bei den Ämtern melden. Im Augenblick ziehen die Ämter bei der Suche nach Bewerberinnen und Bewerbern gegenüber dem Krankenhaus und der Praxis oft den Kürzeren, weil die Kommunen sich weiterhin weigern, ihre ärztlichen Mitarbeiter im Gesundheitsamt nach dem ärztespezifischen Tarifvertrag zu bezahlen oder mindestens entsprechende Zulagen zu gewähren.

Besonders dramatisch ist dies auch deshalb, weil laut der Statistik der Bundesärztekammer nahezu jede zweite berufstätige Fachärztin beziehungsweise jeder zweite berufstätige Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen – Stand heute – bereits über 60 Jahre alt ist und damit kurz vor dem Ruhestand steht. Zukünftige Nachwuchsförderung und Nachwuchsgewinnung wird wesentlich davon abhängen, wie attraktiv wir als Arbeitgeber sind.

1 https://www.tagesschau.de/inland/gesundheitsaemter-5000-stellen-100.html

Berlin, den 30. September 2024

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Erster internationaler EUSUHM-Kongress in Deutschland: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Fokus

Gesunde Kinder, bessere Bildung

Kinder und Jugendliche benötigen in Kindergarten und Schule gesundheitliche Unterstützung durch „School Health Services“ (SHS), die in multiprofessionellen Teams aus Schulärzten, Schulkrankenschwestern und weiteren Fachkräften wie Sozialarbeitern und Psychologen arbeiten. Diese Teams ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit gesundheitlichen Bedarfen Zugang zu medizinischer und psychosozialer Versorgung. Studien zeigen, dass SHS den Bildungserfolg nachweislich fördern. Der EUSUHM-Kongress vom 3. bis 5. Oktober in Potsdam bietet die Möglichkeit zum Austausch über „gute Praxis“ in 15 Ländern. Weitere Informationen unter: www.eusuhm.org.

„Die Wunden der Pandemie sind noch nicht verheilt!

Die Betreuung in Kita, Schule und Universität ist jetzt wichtiger denn je“, betont EUSUHM-Präsidentin Dr. med. Gabriele Ellsäßer. „Nach der Pandemie sehen wir bei Jugendlichen vermehrt Angst-, Ess- und depressive Störungen, die nicht nur zu sozialem Rückzug, sondern auch zur Schulvermeidung führen.“
„Die aktuellen Einschüler haben einen großen Teil ihres Lebens mit der Coronapandemie verbracht, wodurch ihnen bis zu zwei Jahre Krippen- und Kindergartenzeit sowie wichtige soziale Kontakte fehlen“, erklärt Dr. med. Claudia Korebrits, Sprecherin des Fachausschusses Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD). „Besonders benachteiligte Kinder und Jugendliche haben stark unter den Coronamaßnahmen gelitten und zeigen jetzt einen erhöhten Bedarf an gesundheitlicher Versorgung und Förderung“, so Korebrits.

Gesundheitskompetenz und eine gute Betreuung sind laut EUSUHM und BVÖGD entscheidend für die individuelle Gesundheit und den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Deshalb stehen zentrale Themen wie psychische Gesundheit, sexuelle Gesundheit, Impfprävention und Gesundheitsförderung an Schulen im Fokus des Kongresses.
Nötig ist laut den Veranstaltern des Kongresses nun, die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste in den Gesundheitsämtern personell so aufzustocken, dass sie Kinder- und Jugendliche vor Ort begleiten können. Laut dem BVÖGD sind dafür multiprofessionelle Teams mit sieben Fachkräften pro 10.000 Kindern von 0 – 16 Jahren nötig. Diese Zahl ist jedoch von den jeweiligen gesetzlichen Pflichtaufgaben in den Bundesländern abhängig.

„Wir müssen die Kinder- und Jugendgesundheitsdienste so ausstatten, dass wir besonders in Schulen, Horten und Kindergärten mehr präsent sein können. Dafür ist absolut entscheidend, den sogenannten Pakt für den ÖGD fortzuführen und damit den Aufbau des ÖGD auf ein sicheres Fundament zu stellen“, betont die Vorsitzende des BVÖGD, Dr. med. Kristina Böhm.

Der EUSUHM-Kongress in Potsdam vom 3.-5.10.24 findet in enger Kooperation mit dem BVÖGD, der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Gesundheitswesen DGÖG, der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) und der schweizerischen Partnerorganisation ScolarMed (Schweizerische Vereinigung der Fachpersonen im schulärztlichen Dienst) statt.

Medienvertreterinnen und -vertreter sind eingeladen, den Kongress zu besuchen (Presseakkreditierung über veranstaltungen@congress-compact.de).

Ansprechpartnerin
Dr. med. Gabrielle Elsässer, EUSUHM-Präsidentin und Kongresspräsidentin
Tel: 0160 5017356 

Berlin, den 8. August 2024

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) veran-staltet seinen 74. Wissenschaftlichen Kongress vom 1. bis 4. April kommenden Jahres in Erlangen.
Arbeitsgruppen sowie Einzelwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können ihre Abstracts ab so-fort einreichen!
„Wie kaum ein anderer Bereich unseres Gesundheitssystems ist der ÖGD dezentral organisiert, le-bensnah bei den Menschen vor Ort und ausgesprochen vielfältig. Umso wichtiger ist deshalb die Ver-netzung, um Erfahrungen auszutauschen, Prozesse zu evaluieren und gemeinsam kreative Lösungen weiterzuentwickeln“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Dr. Kristina Böhm.
Das Motto des Kongresses laute daher „Netzwerke im ÖGD – Gesundheit kreativ, digital und lebens-nah gestalten“.
Der BVÖGD gestaltet den Kongress gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Öffentliches Ge-sundheitswesen (DGÖG), dem Bundesverband der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP).
An der Organisation beteiligen sich außerdem das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Kongress findet zusammen mit der jährlichen Fortbildungsveran-staltung des LGL statt.
Abstracts hier einreichen: https://www.bvoegd-kongress.de/abstract

SAVE THE DATE

74. Wissenschaftlichen Kongress des BVÖGD
vom 01.04. bis 04.04.2025 in Erlangen

Coming Soon – „Netzwerke im ÖGD.- Gesundheit kreativ, digital und lebensnah gestalten“
74. Wissenschaftlicher Kongress in Erlangen

Nach dem Kongress ist bekanntermaßen vor dem Kongress!

Vielen Kolleginnen und Kollegen ist die diesjährige Veranstaltung in Hamburg noch in positiver und lebhafter Erinnerung. Gerade deshalb möchten wir schon heute den Blick auf unseren nächsten, 74. Wissenschaftlichen Kongress 2025 richten. Dieser wird diesmal vor Ostern von DIENSTAG, den 1. April bis FREITAG, den 4. April 2025 in Erlangen stattfinden . In bewährter Manier, wird auch dieser Kongress wieder in Präsenz stattfinden. Wie zuletzt in Hamburg und zuvor in Potsdam und Magdeburg. Nachdem wir in Hamburg mehr als 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen durften, hoffen wir auch in der Universitätsstadt Erlangen auf eine ähnlich breite Resonanz, quer durch alle Berufsgruppen im ÖGD und aus allen Bundesländern und Institutionen.

„Netzwerke im ÖGD – Gesundheit kreativ, digital und lebensnah gestalten“ so lautet das Motto 2025, unter dem wir uns in Erlangen versammeln werden. Wie kaum ein anderer Bereich unseres Gesundheitssystems ist der ÖGD dezentral organisiert, lebensnah bei den Menschen vor Ort und ausgesprochen vielfältig. Umso wichtiger ist deshalb die Vernetzung unter den Gesundheitsämtern / als uUnteren Gesundheitsbehörden, – um Er-fahrungen auszutauschen, Prozesse zu evaluieren und im Sinne von „best-practices“ gemeinsam kreative Lösungen weiter zu entwickelnweiterzuentwickeln. Der Digitalisierungsschub, den wir während und nach der Pandemie erfahren haben, schafft dabei neue Möglichkeiten, im Verwaltungsalltag effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten und in Krisensituationen schneller zu reagieren und somit besser im Sinne des Bevölkerungsschutzes agieren zu können.

Bei der Gestaltung des Kongresses haben wir diesmal starke Partner aus dem Süden. Der BVÖGD, unsere wissenschaftliche Fachgesellschaft DGÖG und die zahnmedizinische Partnerorganisation BZÖG und die GHUP organisieren den Kongress diesmal gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP), dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem bayerische Landesverband der Ärztinnen und Ärzte im ÖGD. Wir werden 2025 unseren Wissenschaftlichen Kongress zusammen mit der jährlichen Fortbildungsveranstaltung des LGL für die Bayerischen Kolleginnen und Kollegen kombinieren. Deshalb haben wir uns für 2025 für eine Harmonisierung der Timeline entschieden und werden somit ausnahmsweise von Dienstag bis Freitag tagen.

In Erlangen werden wir aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erstmalig seit geraumer Zeit von einem zentralen Veranstaltungsort abweichen und den Kongress im Herzen der Altstadt in den Kliniken der Medizinischen Fakultät veranstalten. Das garantiert auf jeden Fall einen umfassenden Blick in das Campus-Leben und wird uns auch ein paar mehr Schritte in den vier Tagen bescheren. Eine „ aktive Pausengestaltung“ ist also garantiert, da wir bei der Zeit- und Programmplanung die Wege zwischen den Hörsälen berücksichtigen müssen.

Das wissenschaftliche Programmk- Komitee unter der Leitung der DGÖG ist bereits mit Hochdruck zusammen mit unseren Fachausschüssen und Arbeitsgruppen, sowie den bayerischen Partnern dabei, ein aktuelles, wissen-schaftliches und breit gefächertes Programm unter Berücksichtigung des breiten Aufgaben-spektrums des ÖGD zusammenzustellen. Mit den positiven Erfahrungen aus Hamburg wollen wir auch in Erlangen neue Formate weiterentwickeln und etablieren. Wir freuen uns hierbei auf die Unterstützung ALLER! Das wissenschaftliche Komitee wird die entsprechenden Formatvorlagen in Kürze auf unserer Homepage einstellen, so dass sich alle aktiv mit ihren Abstracts an der Programmvielfalt beteiligen können.


Schon vorab einige Infos zum zeitlich Ablauf & Besonderheiten in 2025:

Wir starten am DIENSTAG – 1. April 2025 mit der Delegiertenversammlung des BVÖGD und der Mitgliederversammlung der DGÖG. Im Anschluss daran soll am Dienstagabend auch das Come-Together in der Industrieausstellung mit einem ersten Impulsvortag und einem entspannten Zusammenkommen und Austausch den Startschuss für den Kongress markieren.

Am MITTWOCH , – 2. April 2025 ist vormittags die feierliche Eröffnungsveranstaltung vorgesehen. Voraussichtlich gegen 17 Uhr wird der Empfang der bayerischen Staatsregierung im Redoutensaals stattfinden. Wir planen aus diesem offiziellen Teil direkt in den traditionellen traditionellen Gesellschaftsabend in lockerer Atmosphäre mit Tanz und geselligem Beisammensein überzugehen.

Am DONNERSTAG (3. April 25) & FREITAG (4. April 25) werden wir das Programm in gewohnter Form – gespickt mit ein paar neuen Formaten fortsetzen.

Somit wird neben unseren Plenarveranstaltungen und Workshops, der Verleihung der Johann-Peter-Franck-Medaille und der Poster-Präsentationen an den vier Tagen auch ein umfassendes, buntes und spannendes Rahmenprogramm, geboten. Zeit genug also, um sich fachlich auf den neusten Stand zu bringen, viele alte und neue Kolleginnen und Kollegen zu treffen und sich sich zu vernetzen.

Wir freuen uns, Sie / Euch zahlreich in Erlangen begrüßen zu dürfen und den Kongress gemeinsam zu einem hoffentlich unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Bis demnächst in Erlangen!

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie auf der Kongresswebseite www.bvoegd-kongress.de

Berlin, den 18.07.2024

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Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) begrüßt die heutige Entscheidung des Bundeskabinetts zur Errichtung des „Bundesinstituts für Prävention und Aufklärung in der Medizin“ (BIPAM). „Mit dem BIPAM besteht die Chance, die historisch bedingte bevölkerungsmedizinische Lücke im deutschen Forschungs- und Versorgungssystem zu schließen“, sagte der erste stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Dr. Emanuel Wiggerich.

„Die Gesundheitsämter in Deutschland setzen sich intensiv für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland ein. Für diese Arbeit wünschen wir uns von dem neuen Institut zusätzliche Unterstützung“, so der BVÖGD-Vize. Wichtig sei zum Beispiel, die Bevölkerung mit der Hilfe des Instituts zielgruppengerecht über gesundheitliche Fragen zu informieren und die Gesundheitskompetenz zu steigern.

Wiggerich betonte, der BVÖGD sehe aber die Aufteilung von übertragbaren und nicht übertragbaren Erkrankungen auf zwei unterschiedliche Bundesinstitute – auf das Robert Koch-Institut (RKI) und das neue BIPAM – kritisch.

Das BIPAM soll laut dem Entwurf des „Gesetzes zur Stärkung der Öffentlichen Gesundheit“ zum 1. Januar 2025 seine Arbeit aufnehmen und die Aufgaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und in Teilen des RKI übernehmen.

Der jetzt vom Kabinett gebilligte Gesetzentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit kommt nach der Sommerpause in das parlamentarische Verfahren.

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