BVÖGD begrüßt ÖGD-Pakt
Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte begrüßt den heute von Bund und allen Ländern beschlossenen Pakt zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD), mit dem der Bund den Ländern und Kommunen bis zum Jahr 2026 insgesamt 4 Mrd. Euro zur verbesserten personellen und digitalen Ausstattung der Gesundheitsämter zur Verfügung stellen will. Der Pakt greift vor dem Hintergrund der Erfahrungen der COVID- 19 –Pandemie damit wesentliche Punkte auf, die der BVÖGD bereits seit langem – zuletzt in seinem 10 Punkte Programm am 15. Juli gefordert hat.
Zu dem Bund-Länder Pakt erklärte die Vorsitzende des BVÖGD, Ute Teichert: „Der Pakt für den ÖGD ist ein bedeutender Schritt, um dem öffentlichen Gesundheitsdienst endlich mehr Bedeutung in unserem Gesundheitssystem zu geben.“ Es sollen dauerhaft 5000 zusätzliche Stellen über den Pakt geschaffen werden. Um die Attraktivität des ÖGD zu steigern, sieht der Pakt ausdrücklich auch finanzielle Mittel für eine bessere Bezahlung in den Gesundheitsämtern vor „Die jahrelange Blockadehaltung der kommunalen Spitzenverbände, die sich tariflichen Verbesserungen konsequent verweigerten, muss jetzt ein Ende haben.“ so Ute Teichert. „Jetzt müssen endlich die längst überfälligen Tarifverhandlungen für den ÖGD wieder aufgenommen werden!“
Darüber hinaus sieht der Bund-Länder-Pakt weitere wichtige gesundheitspolitische Weichenstellungen vor, um den ÖGD strukturell zu stärken.
Dazu zählen vor allem die bessere technische und digitale Ausstattung und Vernetzung der Gesundheitsämter. Diese benötigen im Zuge der Digitalisierung bundesweit ausreichende technische Ausstattung. Deshalb begrüßt der BVÖGD ausdrücklich, dass auch hierfür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden sollen.
Wichtige strukturelle Verbesserungen sind die im Pakt vorgesehene Stärkung der Bevölkerungsmedizin in Lehre und Forschung sowie die die Einrichtung von Lehrstühlen für Öffentliche Gesundheit an den Universitäten, die es bislang in Deutschland nicht gibt. Gleiches gilt für die Bereitstellung von zusätzlichen Finanzmitteln für die Fort- und Weiterbildung des Personals.
Auch die Möglichkeit praktische Teile des Medizinstudiums, wie das Praktische Jahr und Famulaturen, im Gesundheitsamt ableisten zu können, ist der richtige Weg, um junge Medizinstudierende für eine spätere Arbeit im ÖGD zu interessieren.
„Der Beschluss von Bund und Länder für einen gemeinsamen Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Bereitstellung entsprechender Finanzmittel ist ein erster wichtiger Schritt, um die jahrelangen Versäumnisse und Einsparungen in diesem Bereich aufzufangen. Gesundheitsschutz der Bevölkerung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hieran zu sparen, trifft alle Bürgerinnen und Bürger, diese bittere Lehre müssen wir aus der Corona-Pandemie ziehen.
„Jetzt müssen die Maßnahmen des Pakts schnell und konsequent von allen Beteiligten umgesetzt werden. Der BVÖGD wird diesen Prozess konstruktiv begleiten“ so Ute Teichert.
Der vom BVÖGD im Juli vorgeschlagene 10 Punkte Plan enthält folgende Themen:
- Dauerhafte Personalaufstockung in allen Bereichen auf Bundes-, Landes und kommunaler Ebene mit qualifizierten Fachpersonal sowie Bestandsaufnahme und Analyse zur aktuellen Situation des ÖGD
- Tarifliche Angleichung der ärztlichen Gehälter im ÖGD
- Umsetzung eines Förderprogramms zur technischen und digitalen Aufrüstung
- Kommunikationsverbesserung im ÖGD
- Konzeptentwicklung zur Stärkung des ÖGD über alle Ebenen (Bund, Ländern und Gemeinden)
- Deutliche Steigerung der Ausbildungskapazitäten sowie der Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten im ÖGD
- Schaffung von Lehrstühlen und Stärkung der wissenschaftlichen Grundlage für Öffentliches Gesundheitswesen
- Feste Verankerung bevölkerungsmedizinischer Lehrinhalte im Medizinstudium
- Ermöglichung von Famulaturen und Praktischem Jahr im ÖGD als Teile des Medizinstudiums durch Änderung der Approbationsordnung
- Berücksichtigung des ÖGD bei der Planung der medizinischen Versorgung auf kommunaler und regionaler Ebene
Frau Dr. Teichert spricht im Podcast der Ärztezeitung
Im Podcast der Ärztezeitung spricht Frau Dr. Teichert űber den ÖGD und SARS-CoV-2 aka 2019-nCoV
https://aerztetag.podigee.io/39-wie-gut-der-ogd-auf-eine-coronavirus-pandemie-vorbereitet-ist
Abstracteinreichung zum Bundeskongress 2020 verlängert!
Der 70. wissenschaftliche Kongress des BVÖGD und des BZÖG in Saarbrücken steht unter dem Motto: „Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Große Gesundheitsziele fördern wir hier von klein auf“. Beide Bundesverbände laden Sie herzlich ein, Ihre Erfahrungen und Arbeitsergebnisse auf dem Gebiet des Öffentlichen Gesundheitswesens in Form eines Vortrags oder einer Posterpräsentation einzubringen.
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Abstracteinreichung
Alle Beitragseinreichungen sind nur online möglich. Deadline für die Vortrags- und Posterannahme ist der 18.10.2019.
Wir freuen uns über Ihr Engagement zu folgenden Themen:
- Amtsärztlicher Dienst / Gutachtenwesen
- GBE und Prävention
- Infektionsschutz
- Kinder- und Jugendgesundheitsdienst
- Psychiatrie
- Umweltmedizin
- Krisenmanagement
- Zahnmedizin

Inhaltliche Kongressschwerpunkte
Der Öffentliche Gesundheitsdienst des Saarlands möchte den Kongress nutzen, mit Ihnen die Umsetzung und Stimmigkeit von Gesundheitszielen auf Bund-, Länder- und kommunaler Ebene zu diskutieren. Gleichzeitig wollen wir damit die Rolle des ÖGD in diesem Prozess schärfen und den Austausch zwischen den Akteuren fördern.
Folgende Aspekte stehen im Fokus:
1. „Umsetzung von Gesundheitszielen auf kommunaler Ebene und Landesebene“.
2. „Stimmigkeit nationaler Ziele mit regionalen Zielen“.
Wir werden die Kooperation mit den Sozialmedizinischen Assistentinnen und Assistenten sowie Hygieneinspektorinnen und -inspektoren verstetigen und die gute Zusammenarbeit mit der Gesell-schaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP) fortsetzen. Dafür bietet das Saarland mit seinem Kongress in 2020 eine hervorragende Basis.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unterstützt den öffentlichen Gesundheitsdienst
Am 21. Mai 2019 empfing Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Vertreter der Bundesverbände der Ärztinnen und Ärzte (BVÖGD) sowie Zahnärztinnen und Zahnärzten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG).
Themen des Gespräches waren die aktuelle Situation des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie der kürzlich vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegte Entwurf eines Masernschutzgesetzes. Darin sind für die rund 400 Gesundheitsämter in Deutschland neue Aufgaben formuliert. Die für den ÖGD wichtigen Punkte aus dem Gesetz wurden diskutiert.
Elimination der Masern
Die Vorsitzende Dr. Ute Teichert: „Das Masernschutzgesetz enthält wichtige Schritte, um den Schutz der Bevölkerung vor Masern zu erhöhen und dem Ziel, die Masern auch in Deutschland zu eliminieren, näher zu kommen. Es braucht aber weitere flankierende Maßnahmen wie den digitalen Impfpass und ein Recall-System, welches an den nächsten Impftermin erinnert!“
Um flächendeckende Impfaktionen und Impfsprechstunden des ÖGD umzusetzen, braucht es allerdings mehr Personal in den Gesundheitsämtern. Daher sei eine Finanzierung von Impfleistungen und Impfstoffen durch die Krankenkassen auch bei Impfungen durch die Gesundheitsämter notwendig, so die Bundesverbände. Hier sicherte der Minister den Bundesverbänden Unterstützung zu. „Der öffentliche Gesundheitsdienst ist wichtig für die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung. Auch beim Kampf gegen Infektionskrankheiten wie Masern kann er einen entscheidenden Beitrag leisten. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, die Durchimpfungsraten in Deutschland deutlich zu erhöhen.“ so Jens Spahn.
Zahngesundheit
Mit dem Minister wurde auch die erfolgreiche zahnmedizinische Gruppenprophylaxe als ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Zahngesundheit der Bevölkerung erörtert.
Neben dem Impfschutz und der Zahnmedizin wurden andere Themen aus dem Bereich Öffentliche Gesundheit diskutiert.
Weitere Möglichkeiten zu kommunalen Kooperationen zwischen Krankenkassen und ÖGD im Rahmen der Regelungen des Präventionsgesetzes wurden angedacht. Insbesondere die Verankerung von öffentlicher Gesundheit im Medizinstudium, eine nicht nur punktuelle sondern flächendeckende Einbindung der Gesundheitsämter bei der Umsetzung des Präventionsgesetzes sowie die Durchführung einer Imagekampagne zum Stellenwert des öffentlichen Gesundheitsdienstes für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung waren besondere Anliegen der Bundesverbände.
Masernschutzgesetz – Gesetzentwurf im Kabinett beschlossen
Das Masernschutzgesetz wurde am 17.07.2019 im Bundeskabinett beschlossen
Die Masernimpfung soll in Kitas, Schulen, Asylunterkünften und für medizinisches Personal verpflichtend sein, auch für Angestellte. Nicht geimpften Kindern droht der Kita-Ausschluss.
Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für die Einführung einer Impfpflicht gegen Masern gebilligt. Ab dem März 2020 sollen Kita-Kinder, Schülerinnen und Schüler und auch bestimmte Erwachsene nachweisen müssen, dass sie geimpft sind.
Für nicht geimpfte drohen Bußgelder, und ungeimpfte Kinder dürfen in Kitas nicht mehr aufgenommen werden. Für Personal, das schon in diesen Einrichtungen ist muss der Impfnachweis bis zum 31. Juli 2021 erfolgen. Nach dem Kabinett muss später noch der Bundestag zustimmen.
In dem überarbeiteten Entwurf des Masernschutzgesetzes wird vorgeschrieben, dass künftig Kinder und Mitarbeiter in Kitas und Schulen, Personal in medizinischen Einrichtungen und auch Menschen und Personal in sogenannten Gemeinschaftseinrichtungen geimpft sein müssen. Darunter fallen Asylbewerberheime, Flüchtlingsunterkünfte und auch Ferienlager.
Der Nachweis der Impfung bzw. Immunschutzes erfolgt durch den Impfausweis, durch ein Attest vom Arzt, das Immunität belegt oder feststellt dass man schon einmal Masern hatte.
Ausgenommen sind Menschen, die einen ärztlichen Nachweis vorlegen können, dass bei ihnen eine Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist und Menschen, die vor 1970 geboren sind, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit die Masern schon durchlitten haben. Die Impfungen soll es künftig bei jedem Arzt geben – außer beim Zahnarzt.
Zuständigkeit
Zuständig für Überwachung und Bußgelder sollen die örtlichen Gesundheitsämter sein. Kitas, Schulen und andere Einrichtungen müssen Impfsäumige an sie melden.
Die Begründung zum Entwurf des Masernschutzgesetzes stellt heraus, das Masern in Deutschland weiterhin vorkommt. So sind allein in den ersten Monaten dieses Jahres mehr als 400 Masernfälle gemeldet worden. „Es liegt daher eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit vor, der mit weiterführenden Maßnahmen begegnet werden muss.“
Laut Bundesgesundheitsministerium geht es daher bei der Impfpflicht nicht nur um den Schutz Einzelner vor Masern, sondern auch um den sogenannten Gemeinschaftsschutz – also eine Verhinderung der Weiterverbreitung der Krankheit in der Bevölkerung. Bei mindestens 95 Prozent der Bevölkerung sei dafür Immunität erforderlich. Deutschland habe das bislang nicht erreicht.
Masern-Impfpflicht in der Schule: Was droht bei einem Verstoß?
Lesen Sie unter www.bussgeldkatalog.org, wer von der Masern-Impfpflicht an Privatschule, Grundschule, weiterführender Schule und Co. erfasst ist, für wen ggf. Ausnahmen gelten und was bei Missachtung der Impfpflicht an der Schule drohen kann.
Link: Das Masernschutzgesetz
Berliner Morgenpost: Notstand in Neukölln: 300.000 Menschen ohne Amtsarzt
Im Berliner Stadtteil Neukölln droht ein Notstand, darauf weist die Berliner Morgenpost hin:
„Berlin. Falko Liecke, Gesundheitsstadtrat in Neukölln, schlägt Alarm. „Ab September haben wir keine Amtsärzte mehr im Bezirk“, sagt der CDU-Politiker. Bereits Ende Juni wird Klaus Morawski, der bisherige Amtsarzt und zugleich Leiter des Gesundheitsamts, in den Ruhestand gehen. Im September folgt ihm sein Stellvertreter nach. Und Neukölln steht ohne Amtsarzt da.
Liecke sieht somit sogar die Handlungsfähigkeit des Gesundheitsamts in Gefahr. Denn die Aufgaben von Amtsärzten sind vielfältig, reichen von der frühkindlichen Gesundheitsförderung, über die Schließung von Impflücken oder Missbrauchsprävention bei Kindern bis hin zur ständigen Präsenz in Kitas oder Schulen.Liecke erklärt: „Gäbe es beispielsweise in einer Flüchtlingsunterkunft einen Masernausbruch, dann müsste der Amtsarzt dafür Sorge tragen, dass geimpft wird – auch außerhalb der Unterkunft. Im schlimmsten Fall müsste er die Unterkunft sogar schließen.“ Aber nur Amtsärzte hätten diese Befugnisse und einen passenden Facharzt, so der Gesundheitsstadtrat.
Liecke: Die Bezahlung von Amtsärzten ist zu schlecht
Und Liecke kennt auch den Grund, weshalb er trotz mehrfachen Stellenausschreibungen keinen neuen Amtsarzt mehr findet: Geld. „Wir bezahlen einfach zu schlecht“, so Liecke. Mit knapp über 4000 Euro im Monat verdient ein Amtsarzt zwischen 1000 und 1500 Euro weniger als ein Klinikarzt.
Bis 2022 haben nur noch vier Bezirke Amtsärzte
Wie Neukölln geht es übrigens noch weiteren Bezirken in der Hauptstadt. Ab 2022 wird es nur noch in vier Bezirken – Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinickendorf, Spandau und Tempelhof-Schöneberg – Amtsärzte geben. In den anderen neun Stadtteilen gehen hingegen in den kommenden drei Jahren alle Amtsärzte in Ruhestand. Lichtenberg und Mitte haben bereits seit geraumer Zeit keinen Amtsarzt mehr. Ein Nachfolger konnte bisher nicht gefunden werden. Und Steglitz-Zehlendorf und Marzahn-Hellersdorf verlieren ihre Amtsärzte Ende 2019, beziehungsweise im Frühjahr 2020.
Berlin bei Vergütung nicht mehr wettbewerbsfähig
Berlin sei mit seiner Vergütung von Fachärzten im öffentlichen Dienst einfach nicht mehr wettbewerbsfähig, schrieb Liecke im vergangenem Jahr an Matthias Kollatz (SPD). Und forderte ihn auf, höhere Löhne zu zahlen. Denn im Tarifvertrag für Amtsärzte gäbe es durchaus die Möglichkeit, 20 Prozent mehr Lohn zu bezahlen, so Liecke. Doch der Finanzsenator schaltet auf stur.
Finanzsenator Kollatz: 20 Prozent mehr Lohn „nicht vertretbar“
In einem Brief von Kollatz an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), der der Berliner Morgenpost vorliegt, schrieb Kollatz im April, dass die „Zulassung einer Zulagenzahlung (…) nicht nur aus Kostengründen problematisch ist.“ Es würden auch „Begehrlichkeiten in anderen Bereichen geweckt“, so die Sorge des Finanzsenators. „Zudem würde das Entgeltgefüge nachhaltig gestört“, denn dadurch würde eine einzelne Berufsgruppe innerhalb der Landesbediensteten bevorzugt. Und so lautet Kollatz Fazit: 20 Prozent mehr Lohn seien „nicht vertretbar“.
Mittlerweile haben Kollatz und Kalayci eine gemeinsame Vorlage in den Senat eingebracht, in Einzelfällen Bewerbern „einen Sonderarbeitsvertrag mit einem außertariflichen Entgelt in der Höhe anbieten, wie es die Sonderregelungen für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken mit einer Vollbeschäftigung von 42 Wochenstunden vorsehen“.
Wie viel mehr am Ende des Monats dann auf dem Gehaltsscheck eines Amtsarztes stehen würde, konnte die Finanzsenatsverwaltung auf Nachfrage jedoch nicht sagen.
Der Vorlage muss nun noch der Hauptpersonalrat zustimmen. Die Gesundheitssenatsverwaltung erklärte jedoch gegenüber dieser Zeitung, dass das Konzept „leider aktuell vom Hauptpersonalrat blockiert“ werde. Die Regelung wäre bis 2020 befristet.
Etwa 20 Prozent der aktuell rund 350 in den Berliner Bezirksverwaltungen und einzelnen Bereichen der Hauptverwaltungen bestehenden Ärztestellen sind derzeit nicht besetzt.
Kinderarzt übernimmt provisorisch in Neukölln
Provisorisch übernimmt künftig Kinderarzt Andreas Zintel die Rolle des Neuköllner Amtsarztes. Liecke sagt: „Wir befinden uns damit schon in einer Grauzone.“ Denn Zintel ist eigentlich ärztlicher Bereichsleiter im Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Neukölln und somit verantwortlich für die gesundheitliche Entwicklung von 30.000 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre. Eine passende Facharztausbildung für die Stelle eines Amtsarztes fehlt ihm.
Einstellen könnte Zintel theoretisch zehn neue Ärzte – so viele Stellen sind nämlich im Neuköllner Gesundheitsamt unbesetzt. Seit Jahren ist beispielsweise auch die Stelle eines Umwelt- und Hygienemediziners vakant. Der kümmert sich eigentlich um die Einhaltung und Überprüfung von Hygienestandards in Kliniken und Praxen.
Liecke jedenfalls ist nach eigenen Angaben in großer Sorge. „Wir sind an einem sehr kritischen Punkt angekommen.“
Quelle: Berliner Morgenpost vom 14.06.2019
BVÖGD und BZÖG Bundeskongress vom 4. bis 6. April in Kassel
Mit über 1.100 Teilnehmern hat der Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG in Kassel in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord erreicht. So viele Fachleute aus allen Teilen des ÖGD und auch Studenten kamen bisher noch nicht zusammen.
Wir freuen uns über die große Resonanz! Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer des Kongress. Ganz besonders danken wir allen, die an der Organisation beteiligt waren. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Team des Gesundheitsamt Kassel mit Frau Dr. Karin Müller und den 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern allen Teilnehmern das Gefühl gegeben haben willkommen zu sein.
Wir waren gerne in Kassel zu Gast!
Zu den Kongressen des BVÖGD und BZÖG finden Sie weiterführende Informationen auf kongress-bvoegd.de finden !
Jobbörse
Nach der guten Resonanz im letzten Jahr in Osnabrück bietet der BVÖGD auf dem Kongress wieder eine Jobbörse an.
In eine Online-Formular können Stellenangebote und auch -gesuche eintragen. Bitten nutzen Sie dieses Formular da wir planen die Stellenangebote nach dem Kongress auch online auf dieser Homepage einzustellen.
Der Kongress 2019 in Kassel hatte den Titel
„Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Mitten in der Gesellschaft“
Das Video vom Kongress 2018 mit der Einladung für Kassel 2019 gibt Ihnen einen guten Eindruck!
Neben dem Programm für Amtsärzte gab es auch zusätzliche Fortbildungstage für die eine eigene Anmeldung notwendig ist.
Die Teilnahme an den Workshops für Hygieneinspektoren/innen, Gesundheitsaufseher/innen und Hygieneingenieure/innen am Donnerstag sowie für die sozialmedizinischen Assistenten/innen und medizinischen Fachangestellten am Freitag ist kostenlos.
Eine zusätzliche Kongresskarte ist nicht erforderlich, eine Anmeldung ist jedoch zwingend erforderlich.
Ihre Anmeldung für ausschließlich diese Programmteile nehmen Sie bitte per E-Mail vor:
Hygieneinspektoren/innen, Gesundheitsaufseher/innen und Hygieneingenieure/innen
am Donnerstag, den 4. April 2019 – Anmeldung über:
- Herr Klaus Baritz, Vorsitzender des Landesverbandes Hessischer Hygieneinspektoren e.V., klaus.baritz@schwalm-eder-kreis.de oder
- Frau Nina Rohrbach, Geschäftsführerin des Landesverbandes Hessischer Hygieneinspektoren e.V., nina.rohrbach@hef-rof.de
Informationen zu dieser Fortbildung finden Sie im Programmheft auf Seite 22.
Sozialmedizinische Assistenten/innen und medizinische Fachangestellte
am Freitag, den 5. April 2019 – Anmeldung bei:
- Frau Petra Haas, kinderundjugendgesundheit@kassel.de
Informationen zu dieser Fortbildung finden Sie im Programmheft auf Seite 26.
Forum MRE (Multiresistente Erreger)
Sicher ein Highlight war das Forum MRE, das erstmals vom der BVÖGD auf seinem Kongress 2019 in Kassel am Fr. 05.4.2019 von 9.00 – 12.30 Uhr (Raum: Kolonnade 6) ausgerichtet wurde.
Hier wurden interessante und innovative Beispiele, Ergebnisse und Projekte zum Thema: Multiresistente Erreger vorgestellt.
Ansprechpartner für das Forum MRE ist Hr. Jürgen Krahn.
Reisemedizin Satelliten-Symposium
Im Anschluss an den Kongress fand, wie auch in den letzten Jahren, am Samstag, den 6. April 2019 ein Reisemedizin Satellitensymposium statt, das von der Deutsche Fachgesellschaft Reisemedizin ausgerichtet wurde.
Das aktuelle Programm finden sie auf der Seite der Deutschen Fachgesellschaft Reisemedizin (PDF-Datei).
Bei der Kongressorganisation wurde der BVÖGD unterstützt von der Firma
m:con – mannheim:congress GmbH
Ansprechpartner:
Roman Kopf
Project Management & Development
Rosengartenplatz 2
68161 Mannheim
Tel: 0621 4106 372
Fax: 0621 4106 80372
Mail: roman.kopf@mcon-mannheim.de
FSA:
Der 69. Wissenschaftlicher Kongress des BVÖGD und des BZÖGD 2018 wird teilweise industriefinanziert.
Wir informieren an dieser Stelle rechtzeitig über die finanzielle Unterstützung der Industrie gemäß deren Mitgliedschaft im FSA e.V. (Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie e.V.), im AKG e.V. (Arzneimittel und Kooperation im Gesundheitswesen) oder weil die Unternehmen die Veröffentlichung genehmigt haben.
Fünf nach 12 – ÖGD kollabiert
Die Tarifverhandlungen zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) auch für die Ärztinnen und Ärzte im kommunalen Öffentlichen Gesundheitsdienst gehen ab dem 11. März 2019 in die dritte Runde.
Bei einer Protestaktion vor dem Verhandlungshotel in Berlin übergeben die Ärztinnen und Ärzte aus den Gesundheitsämtern der VKA eine Resolution, in der die Beseitigung der der Ungleichbehandlung gefordert wird. Hierzu erklärt die Vorsitzende des BVÖGD, Dr. Ute Teichert: „Die tarifliche Ungleichbehandlung der Ärztinnen und Ärzten in den Gesundheitsämtern muss ein Ende haben.
Ärztinnen und Ärzte im ÖGD sind keine Ärztinnen und Ärzte zweiter Klasse!
Wir fordern daher ein Ende der Verweigerungshaltung der kommunalen Arbeitgeber und die tarifliche Gleichstellung mit den Ärztinnen und Ärzten in den kommunalen Krankenhäusern durch einen Tarifvertrag mit dem Marburger Bund.“
Statt mit dem Marburger Bund über die substanzielle Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Kolleginnen und Kollegen in den Gesundheitsämtern zu verhandeln, berufen sich die Arbeitgeber bislang auf Formalien:
Nicht der Gruppenausschuss für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sei zuständig für die Tarifverhandlungen der ÖGD Ärzte, sondern der Gruppenausschuss Verwaltung; deshalb, so die bekannte Argumentation, müsse man schon dort vorstellig werden, wolle man über den Öffentlichen Gesundheitsdienst sprechen.
Weil für die Ärzte in den Gesundheitsämtern keine Tarifverträge gelten, und sie insbesondere nicht nach dem branchenüblichen Tarifvertrag für Ärzte bezahlt werden, was allein einen finanziellen Verlust von bis zu 1.000 € bedeutet, hat der ÖGD dramatisch an Attraktivität verloren. Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den vergangenen 18 Jahren um ein Drittel zurückgegangen. In vielen Ämtern führt der Ärztemangel längst zu einer permanenten Überlastung des vorhandenen Personals und droht sich weiter zu verschärfen.
Der ÖGD blutet buchstäblich aus.
Seit kurzem muss das Gesundheitsamt im thüringischen Unstrut-Hainich-Kreis völlig ohne Ärzte auskommen. Leider kein Einzelfall. Im ganzen Bundesgebiet fehlen im öffentlichen Dienst arbeitende Ärzte. Die Situation dürfte sich weiter verschärfen, denn Nachwuchs ist aufgrund der schlechten Bezahlung nur äußerst schwer zu rekrutieren.
Es steht die Existenz und Handlungsfähigkeit der Gesundheitsämter auf dem Spiel,
wenn die Arbeit im ÖGD finanziell nicht aufgewertet wird. „Ändern können wir diese Situation nur, wenn wir den Ärztinnen und Ärzten mehr Gehalt bieten können“, sagt Dr. Ute Teichert.
Wie wichtig aber Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Dienst sind, zeigen ihre vielfältigen Aufgaben: Sie untersuchen Kinder vor der Einschulung, sorgen dafür, dass sich Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Salmonellen nicht verbreiten und überprüfen die Trinkwasserqualität.
Besonders dramatisch wirkt sich der Personalmangel im Bereich Hygiene aus. Viele Gesundheitsämter können die Überwachung von Kliniken und Arztpraxen kaum noch bewerkstelligen. Wie relevant das aber wäre, zeigen die Zahlen:
In deutschen Krankenhäusern infizieren sich jedes Jahr mindestens 55.000 Menschen mit gefährlichen Krankheitserregern. Selbst im ambulanten Bereich steigt die Zahl der Infektionen, bei denen Antibiotika keine Wirkung mehr zeigen. Bis zu 2300 Todesfälle pro Jahr werden damit in Verbindung gebracht.
Pressekontakt:
Dr. Ute Teichert, BVÖGD Vorsitzende
Joachimsthaler Straße 10
10719 Berlin
E-Mail: ute.teichert@bvoegd.de
Telefon: 030 8872737-55
Einladung zur Pressekonferenz – Kongresseröffnung 04.04.2019 – 11:00 Uhr
„Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Mitten in der Gesellschaft“
600 bis 800 Medizinerinnen und Mediziner aus dem gesamten Bundesgebiet werden zum 69. wissenschaftlichen Kongresses der Bundesverbände der Ärztinnen und Ärzte und der Zahnärztinnen und -ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD und BZÖG) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin in Kassel erwartet.
Das Motto der Tagung vom 4. bis 6. April 2019 im Kongress Palais lautet „Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Mitten in der Gesellschaft“.
Wie ein roter Faden zieht sich das Leitthema Gesundheitsförderung und Prävention durch das Konzept des Kongresses. Denn mit zunehmender Sorge betrachtet der BVÖGD die Entwicklung der Gesundheit von Bürgerinnen und Bürger in mehrfach belasteten Quartieren vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung. Einen weiteren Anlass zur Besorgnis sehen die Expertinnen und Experten im öffentlichen Gesundheitsdienst in der Zunahme von multiresistenten Erregern (MRE).
Über diese Themen, die in der Region Kassel ebenso wie im gesamten Bundesgebiet zu beobachten sind, sowie weitere Schwerpunkte auf dem Kongress informieren die Veranstalter bei einer Pressekonferenz am
Donnerstag, 4. April 2019 um 11 Uhr
im Konferenzzimmer 1 des Kongress Palais Kassel,
Holger-Börner-Platz 1 in Kassel.
Als Gesprächspartner stehen Dr. Ute Teichert und Dr. Michael Schäfer, Vorsitzende der Bundesverbände BVÖGD und BZÖG sowie Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel zur Verfügung.
Im Anschluss an die Pressekonferenz wird der Kongress gegen 13.30 Uhr eröffnet.
Grußworte sprechen Anne Janz, Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration,
Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sowie
Susanne Wald, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Gesundheit.
Das komplette Tagungsprogramm finden Sie unter der folgenden Internetadresse: https://bvoegd-kongress.de. Besonders aufmerksam machen möchten wir Sie auf folgende Punkte aus dem Kongressprogramm:
- Plenarsitzung 1 am Donnerstag, 4. April, von 16 bis 17 Uhr im Blauen Saal zum Thema Prävention:
Schlüsselaufgabe des ÖGD – Das Präventionsgesetz sinnvoll nutzen.Auf dem Programm steht eine Podiumsdiskussion mit Dr. med. Ute Teichert (BVÖGD-Vorstandsvorsitzende), Dr. med. Heidrun M. Thaiss (Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Köln), Gernot Kiefer (Vorstand des GKV-Spitzenverbands, Bund der Krankenkassen, Berlin), Eva Bruns (Münchner Aktionswerkstatt Gesundheit), Prof. Dr. med. Manfred Wildner (Landesinstitut für Gesundheit am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) sowie Dr. med. Karin Müller (Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel). - MRE-Forum am Freitag, 5. April, von 9 bis 12.30 Uhr im Kolonnadensaal 6, das erstmals im Rahmen des Kongresses angeboten wird.
Informationen über die beiden Berufsverbände gibt es unter: www.bvoegd.de und www.bzoeg.de
Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung ein und freuen uns auf Ihr Kommen.
Geben Sie uns bitte per E-Mail an presse@kassel.de Bescheid, ob Ihre Redaktion den Termin wahrnimmt. Gerne können Sie sich direkt unter https://bvoegd-kongress.de/teilnehmer/gebuehren-registrierung/ kostenfrei oder direkt am Anmeldecounter im Kongress Palais mit einem Presseausweis als Pressevertreter akkreditieren.
Stadt Kassel www.kassel.de
Kommunikation, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus, 34112 Kassel
Mail: presse@kassel.de
Telefon: 0561 787 1231
Pressesprecher:
Claas Michaelis
Petra Bohnenkamp
Michael Schwab
Freundliche Grüße
Im Auftrag
Claas Michaelis
Pressesprecher Stadt Kassel
Aufruf: Kundgebung beim BVÖGD-Kongress am 4. April!!
Aufruf zu einer Kundgebung auf dem Vorplatz des Kongress Palais Kassel
Holger-Börner-Platz 1, 34119 Kassel
am 4. April 2019 in Kassel 12:15 Uhr
Wir arbeiten für Ihre Gesundheit – Aber nicht mehr lange!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die Tarifverhandlungen für die Krankenhäuser und den öffentlichen Gesundheitsdienst sind am 21.1.2019 gestartet.
Die Arbeitgeberseite (VKA) trickst:
„Nicht der Gruppenausschuss für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sei zuständig für die Tarifverhandlungen der ÖGD Ärzte, sondern der Verwaltungsausschuss; deshalb, so die bekannte Argumentation, müsse man schon dort vorstellig werden, wolle man über den Öffentlichen Gesundheitsdienst sprechen.“
Jetzt müssen wir nochmal Flagge zeigen.
Nach 9 Kundgebungen in 2018 geht es nun um Alles. Es gilt jetzt die höchste Alarmstufe, um im Rahmen einer Kundgebung auf unsere permanent schlechte Arbeitssituation hinzuweisen.
Wir freuen uns, dass der Marburger Bund diese Kundgebung unterstützt. Auf der Kundgebung wird die Bundesvorsitzende Dr. Ute Teichert eine Ansprache halten, der 2. Vorsitzende des Marburger Bundesverbandes, Dr. Andreas Botzlar, ein Grußwort sprechen und auch die Vorsitzende des Landesverbandes Hessen des MB, Dr. Susanne Johna wird zu uns reden.
Die personelle Ausstattung der Gesundheitsämter sinkt ständig.
Schon jetzt arbeiten nur etwa 0,5 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den letzten 18 Jahren um rund 1/3 zurückgegangen.
Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass spätestens in 10 Jahren die Meisten der heute noch Aktiven Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand sind. Nachwuchs gibt es durch den allgemeinen Ärztemangel und die gravierend schlechtere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kaum.
Ein Organisationsteam kümmert sich noch um die Bereitstellung verschiedener Materialien, die Sie am Ausgang der Stadthalle unmittelbar vor der Veranstaltung erhalten.
Bitte bringen Sie einen Arztkittel zur Kundgebung mit!
Wir bitten Sie, diese Aktion durch Ihre Teilnahme zu unterstützen und andere Kolleginnen und Kollegen darüber zu informieren. Es geht um unsere Zukunft und unsere finanzielle Aufwertung.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Anreise nach Kassel und verbleiben
mit besonders herzlichen kollegialen Grüßen
Aufruf zum Warnstreik – Kundgebung am 10. April in Frankfurt/Main
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nun ist es soweit…
es kommt zum Äußersten!
Am 13. März 2019 hat die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) der Verhandlungskommission des Marburger Bundes ein Angebot unterbreitet, das wesentliche Forderungen der Ärztinnen und Ärzte schlicht ignoriert. Die VKA hat durch dieses Angebot und ihr Verhalten das Scheitern der Verhandlungen provoziert. Gemeinsam werden wir der VKA nun zeigen müssen, dass wir Ärztinnen und Ärzte keine Bittsteller sind, sondern unsere berechtigten Forderungen erfüllt sehen wollen. Wir rufen deshalb zu einer zentralen Kundgebung auf am
10. April 2019 von 13:00-15:00 Uhr am Römer in Frankfurt/Main
Damit wollen wir den Arbeitgebern gemeinsam ein deutliches Zeichen der Enttäuschung über ihr Angebot senden und lautstark die klaren Erwartungen der Ärztinnen und Ärzte mitteilen. Detaillierte Informationen über den genauen Ort und Ablauf erhalten Sie als MB-Mitglied in einer gesonderten Mitglieder-Info, per Messenger-Service oder jederzeit über Ihren MB-Landesverband. Mitglieder vom BVÖGD und BZÖG werden über den Verband informiert.
Die Forderungen des Marburger Bundes sind u.a. in der aktuellen Tarifrunde:
- Lineare Erhöhung – 5 Prozent mehr Gehalt
- Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Ärztinnen und Ärzte im kommunalen öffentlichen Gesundheitsdienst
Alle Informationen zur Tarifrunde mit der VKA auch unter www.vka-tarifrunde.de. Dort finden Sie auch Bestellmöglichkeiten für Streikmaterial. Wir freuen uns, dass wir, MB und BVÖGD und BZÖG zusammen unsere prekäre Situation offensiv in die Öffentlichkeit tragen können. Lasst uns diese historische Chance nutzen!
Jetzt ein Signal vor Ort setzen! Auf nach Frankfurt zur Kundgebung!
Bitte bringen Sie einen Arztkittel zur Kundgebung mit!
Wir bitten Sie, diese Aktion durch Ihre Teilnahme zu unterstützen und andere Kolleginnen und Kollegen darüber zu informieren.
Es geht um unsere Zukunft und unsere finanzielle Aufwertung.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Anreise nach Frankfurt und verbleiben mit
besonders herzlichen kollegialen Grüßen
Ute Teichert – Michael Schäfer
Aufruf zur Mitgliedschaft im Marburger Bund
Um bei den laufenden Tarifverhandlungen besser zusammen auftreten zu können und den Marburger Bund, der die Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes – vertreten durch den BVÖGD und BZÖG – in seine Forderungen mit aufgenommen hat, zu unterstützen erneuern wir unser Bitte zur Doppelmitgliedschaft:
Werden Sie auch Mitglied im MB
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir rufen Sie und Euch auf, jetzt auch in den Marburger Bund einzutreten.
Denn wir brauchen endlich eine bessere Bezahlung für uns Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst. Der Marburger Bund ist bereit sich für uns zu engagieren; dafür müssen wir ihn durch unsere Mitgliedschaft stärken:
2 gemeinsame Demonstrationen bei unserem Kongress in Osnabrück und in Berlin zeigen langsam Wirkung. Wir waren dort laut, engagiert und kämpferisch zusammen mit dem Marburger Bund.
Das brauchen wir in den nächsten Monaten so und noch besser!
Viele von uns sind bereits auch Mitglied im Marburger Bund, so wie der komplette geschäftsführende Vorstand. Auch Sie und Ihr seid gebeten dies zu tun.
Nur gemeinsam werden wir es schaffen unsere Forderung nach einem „Arzttarif“ im ÖGD durchzusetzen. Damit endlich die Gehaltslücke geschlossen wird und wir eine Lohnerhöhung um 20-25% bekommen.
Dafür müssen wir Ärztinnen und Ärzte im ÖGD kämpfen, notfalls auch mit Streik, …. und dafür brauchen wir einen viel höheren Organisationsgrad. Streikgeld als Lohnersatz gibt es übrigens dann natürlich auch nur für die MB-ler*innen.
Die Eintrittserklärung für den MB finden Sie hier: https://www.marburger-bund.de/onlinebeitritt
Um das Feuer am Lodern zu halten, sollten nun weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen in den anderen Bundesländern erfolgen. So machen wir schon vor den anstehenden Verhandlungen des MB mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA) Anfang 2019 auf uns aufmerksam.
Der Geschäftsführende Vorstand des BVÖGD
Dr. Ute Teichert
Dr. Thomas Götz
Dr. Johannes Nießen
Dr. Erich Hedtke
Dr. Karlin Stark
Andreas Kaunzner
Birgit Künanz