„Tag des Gesundheitsamtes“ am 19. März 2019

Von Adolph Friedrich Kunike - Eigenes Foto einer Originallithographie (Albertina Wien), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6303284

Mit dem Tag des Gesundheitsamtes am 19. März soll in diesem Jahr erstmalig der kommunale Öffentliche Gesundheitsdienst gewürdigt werden, der national und international eine wichtige und viel zu wenig beachtete Säule für die Gesundheit der Bevölkerung darstellt.

Geburtstag von Johann Peter Frank

Der 19. März ist der Tag des Gesundheitsamtes. Dieser Tag wurde gewählt, da an diesem Tag im Jahr 1745 Johann Peter Frank geboren. Dieser gilt der als Begründer der öffentlichen Hygiene und eines sozialmedizinische geprägten Gesundheitsdienstes in Deutschland.

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hat seine höchste Auszeichnung für Verdienste um den ÖGD, die Johann Peter Frank Medaille, die jährlich vergeben wird,  nach ihm benannt.

Die Gedanken von Johann Peter Frank aufgreifend hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder gerade ein Leitbild für den ÖGD verabschiedet, in dem Zuständigkeiten und Ziele aufgegriffen und beschrieben werden.

Dieses Leitbild möchten wir Ihnen zum Tag des Gesundheitsamtes als Poster zur Verfügung stellen. Der Versand an die Gesundheitsämter unserer Trägerländer startet in den nächsten Tagen.

Sie finden hier Weiteres zum Leitbild und den Link zu Poster im pdf-Format zur weiteren Verwendung.

 

Bild: (c) von Adolph Friedrich Kunike – Eigenes Foto einer Originallithographie (Albertina Wien), Gemeinfrei.

 

Kongress im Palais - Kassel

Kassel, 19. Februar 2019/clm

Der 69. wissenschaftliche Kongress der Bundesverbände der Ärztinnen und Ärzte sowie der Zahnärztinnen und Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD und BZÖG) findet von Donnerstag, 4. April, bis Samstag, 6. April 2019, in Kassel statt. Unter dem Motto

„Der Öffentliche Gesundheitsdienst – Mitten in der Gesellschaft“

werden sich 800 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet informieren und weiterbilden.

Offen ist die Teilnahme am Kongress auch für Mitarbeiter aus Gesundheitsberufen sowie für Studierende:
Für Hygieneinspektoren, Gesundheitsaufseher und Hygieneingenieure sowie Sozialmedizinische Assistenten und medizinische Fachangestellte gibt es spezielle Veranstaltungen, die diese nach vorheriger Anmeldung unentgeltlich besuchen können.

Während der drei Kongresstage stehen die Themen Prävention und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt.
„Das vorzeitige Auftreten von Krankheit und von körperlichen Beeinträchtigungen zu verhüten, ist ein Grundkonzept medizinischen Handelns und geht uns alle an“, sagt die BVÖD-Vorsitzende Dr. Ute Teichert „Denn: Vorbeugen ist besser als heilen!“

Bis zum Beginn des Kongresses sind Anmeldungen auch vor Ort noch möglich. Interessierte sparen allerdings bei der Teilnahmegebühr, wenn sie sich vorher auf der Internetseite https://bvoegd-kongress.de registrieren. Dort sind auch das detaillierte Tagungsprogramm sowie alle weiteren Informationen zu finden.

Für Studierende der Human,-Zahnmedizin und Public Health ist die Teilnahme am Kongress kostenfrei.

Am Donnerstag, 4. April, um 13.30 Uhr wird der Kongress in Anwesenheit von Anne Janz, Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle sowie Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit eröffnet. Organisiert wird die Tagung gemeinsam von den beiden Bundesverbänden in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Region Kassel.

Hintergrund – In BVÖGD und BZÖG sind 1500 Mediziner organisiert

Der BVÖGD und der BZÖG sind die Spitzenverbände des ärztlichen und zahnärztlichen Personals im öffentlichen Gesundheitsdienst. In den beiden Bundesverbänden sind etwa 1500 Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte organisiert.

Über die Stadt Kassel

Kassel ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

Kassel ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.
Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit Nordhessen Holding sowie die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.


Stadt Kassel

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Rostock Warnemünde - shutterstock

Die Ostseezeitung berichtet über die schwierige Stellensituation im ÖGD und Staatsdienst allgemein.

Staatliche Einrichtungen bleiben bei der Suche nach Ärzten immer häufiger erfolglos. Bei den Amtsärzten in den Landkreisen und der Polizei mehren sich die Lücken.

Schwerin. Der Lohnabstand zwischen Klinikärzten und Medizinern im öffentlichen Gesundheitsdienst hat nicht nur Folgen für die Gesundheitskontrollen bei Schülern. Neben den dafür zuständigen Gesundheitsämtern der Kreise findet auch die Polizei kaum noch Mediziner, die für Behörden arbeiten wollen.

„Das Besoldungsrecht bindet uns bei der Einkommensgestaltung die Hände. Für einen Polizeiarzt kann es nur die Gruppen A14/A15 geben. Und dafür wird es heute immer schwieriger, Bewerber zu finden“, konstatierte Innenminister Lorenz Caffier (CDU). In der Folge könnten einige der Polizeiarzt-Stellen im Land nicht besetzt werden. Ähnlich problematisch sei die Fachkräftegewinnung bei IT-Spezialisten, die in der freien Wirtschaft ebenfalls deutlich bessere Verdienstmöglichkeiten hätten, sagte Caffier.

Berufseinsteiger starten mit 4000 Euro

Laut Besoldungstabelle können Berufseinsteiger mit akademischem Abschluss mit einer monatlichen Vergütung von 4000 bis 5000 Euro rechnen. Die Besoldungsstufe A14 endet für langjährige Beamte bei 4500, die A15 bei 6200 Euro monatlich. Eine Hochstufung in die besser dotierten B-Gruppen sei bei der Polizei Spitzenbeamten vorbehalten. „Man kann ja, weil in einigen Berufen akuter Mangel herrscht, nicht das ganze Lohngefüge auf den Kopf stellen“, sagte Caffier. Er versuche daher, niedergelassene Ärzte auf dem Wege der Nebentätigkeit für die medizinische Versorgung in der Landespolizei zu gewinnen.

Mangel an Amtsärzten

Der Mangel an Amtsärzten im Land war durch die jüngste Statistik zu den Gesundheitskontrollen bei Schülern erneut offenkundig geworden. Demnach wurden im Schuljahr 2017/2018 wegen fehlender Mediziner nur 70 Prozent der Viert- und 45 Prozent der Achtklässler von Amtsärzten untersucht, obwohl Gesundheitskontrollen in diesen Klassenstufen gesetzlich vorgeschrieben sind. Wie das Gesundheitsministerium unter Berufung auf den Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst mitteilte, verdienen Mediziner in Krankenhäusern oder in Arztpraxen im Schnitt 1000 bis 1500 Euro pro Monat mehr. Politiker mehrerer Parteien forderten daraufhin eine Anpassung der Besoldung des öffentlichen Gesundheitsdiensts an die Vergütung in Krankenhäusern.

RND/dp

Es muss sich deutlich etwas ändern, dafür arbeiten wir als BVÖGD!

Kundgebung Berlin 2018

Kundgebung in Berlin

mb 10.Dezember 2018

Die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD), bei der Feuerwehr und der Polizei machen mobil: In acht Städten fanden in den vergangenen Monaten Protestkundgebungen gegen die tarifvertragliche Ungleichbehandlung der Ärzte im ÖGD und die fortschreitende personelle Auszehrung der Gesundheitsämter statt. Heute erreichte der Protest schließlich Berlin: Vor dem Roten Rathaus machten Ärztinnen und Ärzte aus Berlin und anderen Teilen der Republik auf ihre schlechte Arbeitssituation aufmerksam.

Zu der Abschlusskundgebung hatte der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) aufgerufen. Unterstützt wurde der Protest von der Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund. Beide Verbände forderten Politik und kommunale Arbeitgeber auf, die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD endlich ihren Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern und im Medizinischen Dienst der Krankenversicherung tariflich gleichzustellen.

Weil die Fachärzte in den Gesundheitsämtern nicht nach dem branchenüblichen Tarifvertrag für Ärzte bezahlt würden und teilweise mehr als 1.000 Euro weniger verdienten, verliere der ÖGD dramatisch an Attraktivität. In vielen Ämtern sei der Ärztemangel längst angekommen und drohe sich weiter zu verschärfen, warnten BVÖGD und Marburger Bund.

  • Die personelle Ausstattung der Gesundheitsämter sinkt ständig.
  • In den vergangenen 18 Jahren ist die Gesamtzahl der Ärzte im ÖGD um rund ein Drittel zurückgegangen.
  • Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass spätestens in 10 Jahren die meisten der heute noch aktiven ÖGD-Ärzte im Ruhestand sein werden.
  • Nachwuchs gibt es durch den allgemeinen Ärztemangel und die gravierend schlechtere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kaum.
  • Der ÖGD blutet buchstäblich aus. So kann und so darf es nicht weitergehen.
  • Wir fordern eine gerechte Entlohnung unserer ärztlicher Arbeit, die tagtäglich mit einer hohen Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung verbunden ist“, sagte Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD.

Der Ärztemangel sei nicht nur ein Problem für die Gesundheitsämter, sondern aufgrund der vielfältigen und wichtigen Aufgaben, die für die Bevölkerung bewältigt werden müssen, ein großes gesellschaftliches Problem, bekräftigte auch Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes – Bundesverband.

„Es geht bei diesem Protest nicht um die spezifischen Interessen einer einzelnen Berufsgruppe, sondern um die Sicherstellung wichtiger öffentlicher Gesundheitsdienstleistungen, die allen Bürgerinnen und Bürger zugutekommen. Dazu gehören beispielsweise die Aufklärung, Beratung, Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von übertragbaren Erkrankungen, aber auch sozialpsychiatrische Leistungen für Menschen, die sonst keine Hilfe bekommen würden. Es steht die Existenz und Handlungsfähigkeit der Gesundheitsämter auf dem Spiel, wenn die Arbeit im ÖGD finanziell nicht aufgewertet wird. Deshalb kämpfen wir als Marburger Bund für die sofortige tarifliche Gleichstellung der Ärzte im ÖGD mit den Ärzten in Krankenhäusern“, erklärte Henke.

Heftige Kritik an der Schaukelpolitik des Berliner Senats gegenüber dem ÖGD übte der Landesvorsitzende des Marburger Bundes Berlin/Brandenburg, Dr. Peter Bobbert.

„Wir haben fest an das Versprechen des Senats glaubt, die Ärzte in den Berliner Gesundheitsämtern an die Tarife ihrer Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern anzugleichen. Von diesem Versprechen ist faktisch nichts übrig geblieben. Ich kann dem Senat deshalb versprechen, dass wir keine Ruhe geben werden, bevor nicht die Ärztinnen und Ärzte im ÖGD, bei der Feuerwehr und der Polizei arztspezifische Gehälter bekommen. Genau das praktiziert nunmehr die Senatsregierung in Bremen. Diesem Beispiel muss Berlin jetzt endlich folgen“, forderte Bobbert.

Wenn nicht bald etwas geschieht, dann ist ÖGD bald nicht mehr handlungsfähig.

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Kind wird untersucht

Aus der Thüringer Zeitung vom 04.12.2018

Der Unstrut-Hainich-Kreis ist thüringenweit der erste, der ohne einen Arzt im Gesundheitsamt des Kreises auskommen muss, den jugendzahnärztlichen Dienst einmal ausgenommen. Zum 9. November sind die beiden verbliebenen Ärztinnen aus dem Gesundheitsamt ausgeschieden, bestätigte Landrat Harald Zanker (SPD) am Montag auf der Sitzung des Kreisausschusses Informationen unserer Zeitung.

Die Stelle der Amtsärztin ist seit Herbst 2016 unbesetzt, mit ihrer Stellvertreterin ging nun auch die Kinder- und Jugendärztin. Die eine wechselte den Arbeitgeber, die andere ging in den Ruhestand.

Nachfolger gibt es für beide nicht. Schon in der Vergangenheit hatte es keinen Erfolg, wenn die Kreisverwaltung derartige Stellen ausschrieb. Seit Herbst 2016 sei man auf der Suche, selbst mit einem Headhunter. Allerdings ergebnislos. Man habe „alle rechtlich denkbaren Eingruppierungs- und Zulagemöglichkeiten“ ausgeschöpft.

Die Situation ist diffizil, denn Anfang des Jahres beginnen die Schuleingangsuntersuchungen.

Wie die Schulanfänger des Sommers 2019 untersucht werden, darüber werde im Moment entschieden, hieß es aus dem Landratsamt. Derzeit verhandelt der Landkreis mit zwei Ärzten, die zum 1. Januar Aufgaben eines Amtsarztes übernehmen sollen. Im Gespräch sei man auch mit Ärzten im Ruhestand, mit Ärzten, die die Aufgaben nebenberuflich übernehmen und mit dem Hufeland-Klinikum über eine Kooperation. In Einzelfällen habe der Landkreis bereits im Wartburgkreis und im Kreis Gotha um Amtshilfe gebeten, so Zanker.

Dass eine Kooperation mit dem Klinikum nicht die allumfassende Lösung bringt, ist auch Zanker klar: „Es gibt Aufgaben, die kann nur der Öffentliche Gesundheitsdienst ÖGD leisten.“

Damit scheint auch die Sorge einiger Grundschulleiter vom Tisch, die befürchteten, dass der „normale“ Kinderarzt, der die Mädchen und Jungen das ganze Jahr über behandelt, Gefälligkeitsentscheidungen über den Schulbesuch fällen könnte.

Auch wenn Ärzte fehlen, es liege nicht der gesamte Bereich brach, hieß es am Montag aus der Verwaltung: Die infektionshygienische Überwachung von Schulen und Kindergärten, zum Beispiel, können die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ebenso leisten wie die Fürsorge für Schwangere, Kinder, psychisch Kranke. Die Situation im Unstrut-Hainich-Kreis ist im Frei-staat kein Einzelfall: Ende 2016 sei in den Thüringer Gesundheitsämtern fast jede zweite Arztstelle nicht besetzt gewesen. Die Folge: Die Funktionsfähigkeit des ÖGD sei nachweislich „auf allen Ebenen gefährdet“.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist für Ärzte vor allem deshalb unattraktiv, weil sie dort deutlich schlechter bezahlt werden als Ärzte in den Krankenhäusern oder in der ambulanten medizinischen Versorgung.

Quelle: Thüringer Allgemeine


So kann es nicht mehr weitergehen! Zulagen sind nicht geeignet die Situation grundsätzlich zu verbessern, sie sind keine Lösung.
Die öffentlichen Arbeitgeber, insbesondere die Kommunen, Landkreise und Landkreistage müssen dem VKA klar machen, dass hier im TVÖD und nachfolgend im TVL die Gehälter der Ärztinnen und Ärzte des ÖGD den Grundgehältern der Ärztinnen und Ärzte beim gleichen Arbeitgeber (Kreiskrankenhäuser) angepasst werden müssen.

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Berlin,Rotes Rathaus

Wir arbeiten für Ihre Gesundheit – Aber nicht mehr lange!

Abschlusskundgebung am 10.12.2018 um 10:00 Uhr vor dem Roten Rathaus, Rathausstr. 15, 10178 Berlin

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

7 Jahre Tarifverhandlungen ohne spürbare Verbesserung für den öffentlichen Gesundheitsdienst sind genug! Deswegen sind wir Ende 2017 aus dem Deutschen Beamtenbund ausgetreten. Nachdem wir in diesem Jahr bundesweit an verschiedenen Orten bereits Flagge gezeigt haben, gilt jetzt die höchste Alarmstufe, um im Rahmen einer großen Abschlusskundgebung auf unsere zunehmend schlechte Arbeitssituation hinzuweisen.

Wir freuen uns, dass der Marburger Bund diese Kundgebung unterstützt. Auf der Kundgebung werden neben unserer Vorsitzenden Ute Teichert auch Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes und Dr. Peter Bobbert, der Vorsitzende des Marburger Bundes, Landesverband Berlin/Brandenburg sprechen. Nutzen Sie bitte auch die Gelegenheit, vor Ort in den MB einzutreten.

Die personelle Ausstattung der Gesundheitsämter sinkt ständig. Schon jetzt arbeiten nur etwa 0,5 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den letzten 18 Jahren um rund 1/3 zurückgegangen.
Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass spätestens in 10 Jahren die Meisten der heute noch Aktiven Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand sein werden. Nachwuchs gibt es durch den all-gemeinen Ärztemangel und die gravierend schlechtere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kaum. Auch die Tätigkeit für den Medizinischen Dienst der Kassen wurde bereits in der Vergütung der Kliniktätigkeit gleichgestellt.

Ein Organisationsteam kümmert sich noch um die Bereitstellung verschiedener Materialien, die Sie vor der Veranstaltung erhalten.

Bitte bringen Sie einen Arztkittel zur Kundgebung mit.

Wir bitten Sie, diese Aktion durch Ihre Teilnahme zu unterstützen und andere Kolleginnen und Kollegen darüber zu informieren. Es geht um unsere Zukunft und unsere finanzielle Aufwertung.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine gute Anreise nach und verbleiben mit besonders herzlichen kollegialen Grüßen
Dr. Ute Teichert  und Dr. Michael Schäfer

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Demo in Dortmund

Wir arbeiten für Ihre Gesundheit – Aber nicht mehr lange!

Die öffentliche Gesundheit ist gefährdet. Die Gesundheitsämter sind in ihrer Existenz bedroht. Der Grund: Der öffentliche Gesundheitsdienst bekommt keinen Nachwuchs mehr. Niemand will mehr im Gesundheitsamt arbeiten.

Der Hintergrund:

7 Jahre Tarifverhandlungen erbrachten keine spürbare Verbesserung für die Mitarbeiter/innen des öffentlichen Gesundheitsdienstes!

Deswegen sind der BVÖGD und der BZÖG Ende 2017 aus dem Deutschen Beamtenbund ausgetreten. Der BVÖGD und der BZÖG zeigen in diesem Herbst Flagge. Im Rahmen einer Kundgebung weisen wir auf unsere zunehmend schlechte Arbeitssituation hin.

Die Kundgebung findet am 23.11.2018 um 13 Uhr am Gesundheitsamt Dortmund, Hoher Wall 9-11 in Dortmund statt.

Auf der Kundgebung wird Dr. Theodor Windhorst als Präsident der Ärztekammer WL darüber sprechen, wie unsere Forderungen von den Ärztekammern gesehen werden. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des BVÖGD Dr. Johannes Nießen wird unsere Forderungen vortragen.
Dr. Hans-Albert Gehle als Vorsitzender des Marburger Bundes NRW/RLP wird uns ebenfalls mit einem Redebeitrag unterstützen.

Die personelle Ausstattung der Gesundheitsämter sinkt ständig. Schon jetzt arbeiten nur etwa 0,5 Prozent der Beschäftigten im Gesundheitswesen im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den letzten 18 Jahren um rund 1/3 zurückgegangen.

Ein Blick auf die Altersverteilung zeigt, dass spätestens in 10 Jahren die Meisten der heute noch Aktiven Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand sein werden. Nachwuchs gibt es durch den allgemeinen Ärztemangel und die gravierend schlechtere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst kaum. Auch die Tätigkeit für den Medizinischen Dienst der Kassen wurde bereits in der Vergütung der Kliniktätigkeit gleichgestellt.

Es geht um die Zukunft der öffentlichen Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger! Es geht um die Zukunft des öffentlichen Gesundheitsdienstes!


Und hier der Aufruf des Marburger Bundes:

Der Marburger Bund NRW/RLP unterstützt die Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst bei der ÖGD-Kundgebung in Dortmund am Freitag, den 23. November 2018. Bei der Protestaktion vor dem neuen Gesundheitsamt Dortmund, Hoher Wall 9-11, werden ab 13 Uhr Ärztinnen und Ärzte gegen ihre schlechte Bezahlung protestieren. „Wir wollen die Öffentlichkeit über die immer dramatischere Situation in unseren Gesundheitsämtern informieren“, kündigt Dr. Anne Bunte, Mitglied im Vorstand der Marburger Bundes NRW/RLP an.

„Nicht nur der stellvertretende Bundesvorsitzende des BVÖGD, Dr. Johannes Nießen, sondern auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst, sowie der erste Vorsitzende des Marburger Bundes NRW/RLP, Dr. Hans-Albert Gehle, werden uns in Dortmund mit ihren Reden unterstützen“, kündigt die Vorsitzende des Landesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes NRW an.
„Fakt ist, in allen Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen und den anderen Bundesländern fehlen Ärztinnen und Ärzte – und dieser Mangel wird von Jahr zu Jahr bedrohlicher. Warum ist das so?

Weil Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern nicht nach dem branchenüblichen Tarifvertrag für Ärzte des Marburger Bundes in Krankenhäusern bezahlt werden! Solange aber im ÖGD angestellte Ärztinnen und Ärzte deutlich weniger verdienen als ihre Kollegen in Kliniken, werden sich Ärztinnen und Ärzte gegen eine Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst entscheiden.“

„Wenn wir uns nicht alle jetzt engagieren, wird sich nichts ändern. Kommen Sie deshalb bitte am 23. November mit einem weißen Kittel nach Dortmund, bringen Sie Kolleginnen und Kollegen aus Ihrem Gesundheitsamt mit und unterstützen Sie unsere gemeinsame Kundgebung, damit die Öffentlichkeit und die Arbeitgeber sehen, dass wir nicht mehr bereit sind, die aktuelle Situation noch länger hinzunehmen!“

Wir müssen unsere Freizeit investieren, damit wir diese auch in Zukunft weiter haben! Gemeinsam können wir mehr bewegen!

Viele Grüße und bis Freitagmittag in Dortmund,

Ihre Anne Bunte.

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Kundgebung BVÖGD

7 Jahre Tarifverhandlungen ohne spürbare Verbesserung für den öffentlichen Gesundheitsdienst sind genug!

Deshalb rufen der BVÖGD, der BZÖG zusammen mit den Landesverbänden zu einer Reihe von Kundgebungen in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf. Unter dem Motto „Aktive Mittagspause“ gehen wir auf die Straße um auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen. Qualifizierter Nachwuchs für die Gesundheitsämter läßt sich nicht mehr gewinnen. In vielen Gesundheitsämtern sind schon heute die Aufgaben kaum mehr zu erfüllen. Und in den nächsten Jahren gehen viele Ärztinnen und Ärzte in den Ruhestand.
18.10.2018 12:00 Uhr Gießen im Rahmen der LV Hessen vor dem Gesundheitsamt Gießen
25.10.2018 Fellbach (bei Stuttgart)
07.11.2018 12:45 Uhr Dresden am Goldenen Reiter in Dresden (Neustadt)
09.11.2018 13:00 Uhr Hannover Ernst-August-Platz
23.11.2018 13:00 Uhr Dortmund Hoher Wall 9-11, 44137 Dortmund

Am 10. Dezember 2018 ist in Berlin noch eine große Abschluss-Kundgebung gemeinsam mit dem Marburger Bund geplant.

Aktuell haben wir die Chance etwas zu ändern. Dazu müssen wir uns aber gemeinsam laut und deutlich bemerkbar machen. Viel zu lange waren wir ruhig. Gemeinsam sind wir stark – daher:
  • kommt zahlreich zu den Kundgebungen!
  • bringt weiße Kittel mit!
  • verteilt diesen Aufruf weiter
 

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Kundgebung in Hannover 11/2018

Die Situation des Öffentlichen Gesundheitsdienstes ist prekär. Schon jetzt fehlen in vielen Gesundheitsämtern Ärztinnen und Ärzte. Selbst Leitungspositionen sind nicht besetzt. Dienstaufgaben, wie beispielsweise in Lübeck,  können nicht mehr wahrgenommen werden.

Darauf machten der BVÖGD zusammen mit dem Marburger Bund mit einer Kundgebung in Hannover am Sitz des VKA aufmerksam.

Die Situation im öffentlichen Gesundheitsdienst wird immer problematischer. In den letzten 20 Jahren wurden die Stellen im öffentlichen Gesundheitsdienst um ca. 30% reduziert und die vorhandenen Stellen können zu einem großen Teil  nicht besetzt werden. Angestellte Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst werden wesentlich schlechter bezahlt, als Ärzte in Krankenhäusern oder bei Begutachtungsstellen wie dem MDK. Dies bedeutet, dass die gesetzlichen Aufgaben der Gesundheitsämter nicht mehr vollständig ausgeführt werden können.

Seit über sieben Jahren treten die Tarifverhandlungen für uns auf der Stelle.  Und bis heute ist kein Ergebnis zustande gekommen Die Arbeitgeberseite, die durch die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände vertreten wird, hat uns hingehalten und bisher kein akzeptables Angebot unterbreitet.

Jetzt muss etwas geschehen.

 

 

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Portraitfoto Lukas Seifert

Bereits während seines Medizinstudiums entdeckte Özden Doğan sein Interesse an der Bevölkerungsmedizin und der Gesundheitspolitik. „Da man im Studium allerdings wenig darüber erfährt, famulierte ich zum ,Reinschnuppern‘ in das Öffentliche Gesundheitswesen in einem Gesundheitsamt im Rhein-Neckar-Kreis“, erläutert er dem Deutschen Ärzteblatt Medizin studieren. Inspiriert durch die dabei gewonnenen Eindrücke sowie durch seine Mitarbeit in der Fachschaft Medizin an der Universität Heidelberg bewarb sich der gebürtige Kölner nach seinem Medizinstudium folglich auch nicht für eine Weiterbildung an einer Klinik wie die meisten seiner Kommilitonen, sondern für eine Weiterbildung beim Gesundheitsamt in Fulda. Hier absolviert der 27-Jährige seit einem Jahr ein Trainee-Programm des Landkreises, das ihn in fünf Jahren zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen (ÖGW) weiterbildet.

 

Quelle: Deutsches Ärzteblatt
https://www.aerzteblatt.de/archiv/200893/Oeffentlicher-Gesundheitsdienst-Nicht-nur-Plan-B

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Kundgebung in Bad Kreuznach

Im Rahmen des Präventionsforums in Bad Kreuznach ist am Mittag des 27. Septembers auf die zunehmend schlechte Arbeitssituation im Öffentlichen Gesundheitswesens aufmerksam gemacht worden.

Es gebe zunehmende Aufgaben und wenig Personal, so Dr. Ute Teichert, die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärzte in den Gesundheitsämtern ist in den letzten 18 Jahren um ein Drittel zurück gegangen. Spätestens in zehn Jahren werden die meisten Aktiven im Ruhestand sein.

Die Gesundheitsämter sind demnach in ihrer Existenz und Handlungsfähigkeit bedroht, weil der öffentliche Gesundheitsdienst keinen Nachwuchs bekommt. Auf diese Problematik soll nun bundesweit im Rahmen mehrerer Kundgebungen aufmerksam gemacht werden.

 

Quelle: Antenne Bad Kreuznach

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vom 26.04. bis 28.04.2018 in Osnabrück unter dem Titel „Der Öffentliche Gesundheitsdienst – jetzt erst recht!“ statt.

Neben dem Programm für Amtsärzte gab es auch zusätzliche Fortbildungstage für:

mehr Informationen dazu finden Sie hier. Am Ende des Kongresses gab es erneut ein


MedicalSlam – Der „etwas andere Gesellschaftsabend“ am Freitag, 27.04. ab 19:00 Uhr.

Ein Teil der Einnahmen des Medical Slams werden zugunsten des Hilfsprojekts für Kinder http://www.wir-starten-gleich.de/ gespendet. Das Projekt wird am Abend u.a. persönlich durch den TV-Bekannten Kölner „Tatort – Rechtsmediziner“ Joe Bausch vorgestellt. Der jenseits der Filmkulissen tätige Anstaltsarzt einer Justizvollzugsanstalt ist gemeinsam mit den „Tatort – Kommissaren“ Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär Gründungsmitglied des Vereins „Wir starten gleich! e.V.“.

Im Anschluss an den Medical Slam spielt die beliebte Osnabrücker Band „echtzeit“. Die sechsköpfigen Band spielt keine Sounds aus der Konserve, sondern man erlebt echte, handgemachte, leidenschaftliche und ‚gute‘ Livemusik. Durch den Wechsel der Lead Vocals, die Duette, das Spiel mit Dynamik und Tempo, nehmen echtzeit ihr Publikum auf eine gelungene und abwechslungsreiche Reise durch die letzten 40 Jahre Musikgeschichte mit.

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