Rückblick: Bessere Bezahlung – Länder schmeicheln Amtsärzten
Vor 5 Jahren hat sich die Gesundheitsministerkonferenz sehr deutlich positioniert:
Die Amtsärzte in der Republik klagen über schlechte Bezahlung. Jetzt bekommen sie Rückendeckung von den Länderministern. …
Von Rebecca Beerheide
POTSDAM. Die 16 Ländergesundheitsminister fordern eine bessere Bezahlung für Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Die Arbeit im ÖGD müsse attraktiver und stärker in die universitäre Ausbildung einbezogen werden.
„Dazu gehört eine angemessene Bezahlung in Anlehnung an den Tarifvertrag für Ärzte in Kliniken“, sagte die brandenburgische Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) in Potsdam. Tack ist in diesem Jahr Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz (GMK).
Dem Vorwurf, Länder und Kommunen hätten den ÖGD in der Vergangenheit kaputt gespart, widersprach Tack: „Die hoheitlichen Aufgaben, die der Öffentliche Gesundheitsdienst hat, müssen nun besser finanziert werden.“
Die Hamburger Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), Sprecherin der SPD-geführten Länder und GMK-Vorsitzende im Jahr 2014, erklärte, dass aufgrund der geringeren Verdienstmöglichkeiten viele Stellen derzeit nicht besetzt werden können.
Wer künftig die zusätzlichen Finanzmittel für die Bezahlung der ÖGD-Ärzte zur Verfügung stellen soll, ließen die Ressortchefs allerdings offen.
Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Ende der Schrumpfkur?Quelle: Ärzte Zeitung, 28.06.2013
Und jetzt, 5 Jahre später hat sich weiterhin kaum etwas getan!
In Hamburg bietet das so sehr gelobte Modell Neueinsteigern ein etwas erhöhtes Einstiegsgehalt, dass dann aber im Verlauf weitgehend abgeschmolzen wird. Eine zukunftsorientierte Perspektive für den ÖGD sieht anders aus.
In Berlin wird aktuell das Versprechen der Gesundheitssenatorin aus dem letzten Jahr mit hochtrabender Ankündigung ad absurdum geführt.
Eine höhere Vergütung für neue Fachkräfte, die an besondere Bedingung geknüpft ist, dann evtl. gewährt werden kann, falls … und am Ende befristet ist als großen Wurf zu verkaufen ist schon dreist.
Der BVÖGD fordert, zusammen mit dem Marburger Bund, eine konsequente Aufnahme der Ärztinnen und Ärzte des ÖGD in den Ärztetarif des TVÖD und des TV-L.
Und auch die anderen Berufsgruppen des ÖGD müssen entsprechend ihrer Qualifikation und den ausgeübten Aufgaben eingruppiert und vergüten werden.
Berliner Versprechen die Ärztinnen und Ärzte des ÖGD besser zu bezahlen wird gebrochen
Die vollmundigen Ankündigungen aus Berlin seit dem letzten Jahr, für eine Angleichung der Gehälter der Ärztinnen und Ärzte des ÖGD an die derjenigen in den Kliniken zu kämpfen (die Artikel finden Sie hier: 400 neue Stellen für Berlins Gesundheitsämter und Gespräche über Arzttarife im Berliner ÖGD), habe sich als leere Versprechen herausgestellt. Zwar wird in einer Pressemitteilung des Senats eine Lösung angekündigt. Diese ist aber kaum geeignet die prekäre Personalsituation im Berliner ÖGD zu verbessern.
Zitat:
Senat erleichtert Personalgewinnung für den Öffentlichen Gesundheitsdienst
Pressemitteilung vom 13.06.2018
Künftig soll ärztliches Fachpersonal leichter für den öffentlichen Dienst des Landes Berlin gewonnen werden können. Eine entsprechende Vorlage der Senatsverwaltung für Finanzen in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat der Senat in seiner Sitzung am Dienstag zur Kenntnis genommen. Damit will der Senat dem Personalmangel, insbesondere im Öffentlichen Gesundheitsdienst, entgegenwirken.
In den Berliner Bezirksverwaltungen und einzelnen Bereichen der Hauptverwaltung bestehen seit längerem Schwierigkeiten, freie Stellen mit ärztlichem Fachpersonal neu oder nach zu besetzen. Besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist dabei der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD), der eine Vielzahl gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben gewährleisten muss. Aber auch bei der Feuerwehr und Polizei muss der Bedarf an hochqualifiziertem ärztlichem Fachpersonal gedeckt werden.
Die Senatsvorlage sieht die Anwendung einer Einzelfallregelung vor: Wo dies begründet ist, können der ÖGD und die anderen betroffenen Dienststellen in Zukunft Fachärztinnen und -ärzten einen Sonderarbeitsvertrag mit einem außertariflichen Entgelt in der Höhe anbieten, wie es die Sonderregelungen des § 41 TV-L für Ärztinnen und Ärzte an Universitätskliniken mit einer Vollbeschäftigung von 42 Wochenstunden vorsehen (TV-L: Tarifvertrag der Länder).
Dieser Sonderarbeitsvertrag soll nach sorgfältiger Einzelfallprüfung abgeschlossen werden dürfen,
- wenn für das zu besetzende Aufgabengebiet klinische Erfahrungen und Kompetenzen unverzichtbar sind und
- Untersuchungen, Begutachtungen sowie Behandlungen von Personen oder medizinische Beratungen durchzuführen sind und
- das Land Berlin andernfalls nicht mehr gewährleisten kann, die ihm obliegenden Aufgaben zu erfüllen und alle sonstigen zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft wurden.
Dabei sind die Dienststellen verpflichtet, vor Ausschreibung der ärztlichen Stellen die Voraussetzungen eigenverantwortlich zu prüfen und schriftlich zu dokumentieren.
Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen: „Die sehr erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung im Land Berlin – und bundesweit – hat als Kehrseite einen verschärften Wettbewerb um Fachkräfte. Das gilt auch für ärztliches Fachpersonal. Damit Berlin künftig seinen Bedarf schneller und flexibler decken kann, geht der Senat an die Grenzen dessen, was mit Einzelfallregelungen möglich ist. Dabei können die Bezirke selbst entscheiden, wie sie vorgehen möchten. Ihre Einzelfallentscheidungen müssen sie allerdings aktenkundig machen.“
Gesundheitssenatorin Dilek Kolat: „Gesundheit ist ein sehr sensibler Bereich – auch für die Verwaltung. Die zwölf Berliner Gesundheitsämter haben wichtige sozialkompensatorische Aufgaben, wie zum Beispiel Einschulungsuntersuchungen, Krankenhaushygiene oder sozialpsychiatrische Versorgung. Der Senat hat sich deshalb auf die Fahne geschrieben, die Gesundheitsämter personell zu stärken. Im Oktober 2017 haben wir begonnen, den Öffentlichen Gesundheitsdienst um rund 400 Stellen, darunter fast 100 Ärzte, auszubauen. Mit der neuen Regelung können wir die offenen Stellen auch besser besetzen. Damit ist der Öffentliche Gesundheitsdienst auf dem Arbeitsmarkt wieder konkurrenzfähig. Die Bezirke bekommen von uns ein Werkzeug in die Hand, jetzt müssen sie es anwenden. Ich setze mich dafür ein, dass dieser Berliner Weg perspektivisch in eine tarifvertragliche Regelung mündet.“
Die Regelung ist bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Sobald der Hauptpersonalrat zugestimmt hat, gibt die Senatsfinanzverwaltung die neue Regelung in einem Rundschreiben an alle Dienststellen bekannt.
Über Beschäftigungsmöglichkeiten für Fachärztinnen und -ärzte im Land Berlin informiert u.a. ein Film im Karriereportal, der hier abgerufen werden kann:
www.berlin.de/karriereportal
Quelle: https://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2018/pressemitteilung.711209.php
Berlin: Fachpersonal für den öffentlichen Dienst soll leichter gewonnen werden
Künftig soll ärztliches Fachpersonal leichter für den öffentlichen Dienst des Landes Berlin gewonnen werden können.
Eine entsprechende Vorlage der Senatsverwaltung für Finanzen in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat der Senat in seiner Sitzung am Dienstag zur Kenntnis genommen. Damit will der Senat dem Personalmangel, insbesondere im Öffentlichen Gesundheitsdienst, entgegenwirken. In den Berliner Bezirksverwaltungen und einzelnen Bereichen der Hauptverwaltung bestehen seit längerem Schwierigkeiten, freie Stellen mit ärztlichem Fachpersonal neu oder nach zu besetzen.
Besonders vom Fachkräftemangel betroffen ist dabei der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD), der eine Vielzahl gesetzlich vorgeschriebener Aufgaben gewährleisten muss. Aber auch bei der Feuerwehr und Polizei muss der Bedarf an hochqualifiziertem ärztlichem Fachpersonal gedeckt werden.
Lesen Sie mehr bei FOCUS online – Mittwoch, 13.06.2018
Die Maßnahmen sind jedoch nach Auffassung des BVÖGD ungeeignet und bleiben weit hinter den Versprechen der Gesundheitssenatorin Kolat weit zurück.
Große Kundgebung der Ärztinnen und Ärzte des ÖGD
Berufsverband protestiert gegen Ungleichbehandlung der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern
In Osnabrück protestieren rund 400 Medizinerinnen und Mediziner aus bundesdeutschen Gesundheitsämtern gegen Nachwuchsmangel und schlechte Bezahlung im Vergleich zu den Krankenhausärzten. Aufgerufen zu der Protestkundgebung haben die Bundesverbände der Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes anlässlich ihres Wissenschaftlichen Kongresses.
Auch die aktuelle Tarifeinigung im öffentlichen Dienst zwischen Kommunen und Bund mit den Gewerkschaften Verdi und dbb tarifunion kann die Benachteiligung der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Vergleich zu den Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken nicht ausgleichen.
Der Berufsverband fordert daher, auch die ÖGD-Ärzte nach den Tarifabschlüssen des Marburger Bundes (MB) für Klinikärzte zu bezahlen. „Alles andere ist für uns eine Katastrophe, die Zahl der Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern geht Jahr für Jahr zurück, wir bekommen so keinen Nachwuchs mehr“, so Dr. Ute Teichert, Vorsitzende des BVÖGD. Die Gehaltsdifferenz beträgt rund 1.000 bis zu 1.500 Euro pro Monat.
Die vielfältigen Aufgaben der Gesundheitsämter für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung sind gefährdet, unter anderem: Schuleingangsuntersuchungen Kariesprophylaxe in Kindergärten und Schulen, sauberes Trinkwasser, aufsuchende Betreuung von psychischen Erkrankten, Belehrungen nach dem Infektionsschutzgesetz und Untersuchungen auf ansteckende Erkrankungen.
Den kommunalen Arbeitgebern sind diese Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger nicht das gleiche Geld wert, das Ärzte in andere Tarifen erhalten. Deshalb können freiwerdende Stellen nicht mehr nachbesetzt und die Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger in den Kommunen nicht mehr adäquat erledigt werden.
Die Gehaltsunterschiede zwischen ÖGD- und Klinikärzten ergeben sich aus unterschiedlichen Tarifregelungen. In kommunalen Krankenhäusern gilt der vom Marburger Bund mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ausgehandelte eigenständige Tarifvertrag. Ärztinnen und Ärzte in Gesundheitsämtern werden in den meisten Bundesländern nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt.
Stellungnahme von Bürgerinnen, Bürgern und im Gesundheitswesen tätigen Menschen und Organisationen zum angeblichen Zusammenhang von Migration, Behinderung und übertragbaren Krankheiten
Die Würde des Menschen ist unantastbar!
Im Grundgesetz der Bundesrepublik steht der Schutz der Menschenwürde an erster Stelle. Dieser Schutz ist insbesondere für diejenigen von alltäglicher Bedeutung, die von Diskriminierung und Verfolgung bedroht sind. Dazu gehören Menschen mit Behinderungen und Flüchtlinge. Die UN-Behindertenrechtskonvention konkretisiert und ergänzt den Grundrechtsschutz. Sie fordert die Staaten explizit auf, „Klischees, Vorurteile und schädliche Praktiken gegenüber Menschen mit Behinderungen (…) in allen Lebensbereichen zu bekämpfen.“
Mit zwei kleinen Anfragen zu „Schwerbehinderten in Deutschland“ (BT-Drucksache 19/1444) und zur „Entwicklung mehrerer Krankheiten in Deutschland“ (BT-Drucksache 19/1446) hat die Fraktion der AfD im Deutschen Bundestag versucht, die Ursachen und die Zunahme der Häufigkeit von Behinderungen und Infektionskrankheiten in Deutschland einseitig mit der „massenhaften Einwanderung“ von Flüchtlingen und dem Fortpflanzungsverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund („Inzucht“) in Verbindung zu bringen.
Die AfD-Anfrage 19/1444 zielt darauf ab, ein erhöhtes Risiko für genetisch bedingte Erkrankungen bei Verwandtenehen auf die große Gruppe der Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu übertragen. Sie erweckt den Eindruck, als sei der Anstieg der Anerkennungen von Schwerbehinderung in den letzten Jahren darauf zurückzuführen, dass Menschen mit Migrationshintergrund durch die bei ihnen verbreitete Praxis von Verwandtenehen für die Zunahme von schweren Behinderungen in Deutschland verantwortlich seien.
Tatsächlich ist jedoch nur ein geringer Teil von Behinderungen angeboren, in der Statistik der Schwerbehinderten 2015 waren es 3,8 %. Davon kann nur ein Teil auf eine spezifisch genetische Ursache zurückgeführt werden. In dieser Gruppe wiederum kommen Verwandtenehen zu einem verschwindend geringen Prozentsatz vor. Dessen ungeachtet transportiert die AfD die Botschaft, als könne die Zahl der Menschen mit schweren Behinderungen in Deutschland durch Maßnahmen gegen Menschen mit Migrationshintergrund signifikant reduziert werden.
Die damit zusammenhängende Anfrage der AfD zu einer vermeintlichen Zunahme von Infektionskrankheiten durch die Einwanderung von Flüchtlingen versucht ebenfalls, die damit angeblich verbundenen Mehrkosten im deutschen Gesundheitswesen als Argument gegen die betroffenen Menschen ins Feld zu führen.
Beide Anfragen bedienen sich bestimmter Vorurteilsmuster, die das Auftreten von Krankheiten und Behinderungen auf eine bestimmte Herkunft (Migrationshintergrund) bzw. ein bestimmtes unerwünschtes Fortpflanzungsverhalten („Inzucht“) zurückführen.
Unter dem Deckmantel einer parlamentarischen Anfrage, die auf den ersten Blick objektive Zahlen als Grundlage für die Lösung gesellschaftlicher Probleme zu erheben sucht, werden Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund pauschal stigmatisiert. Dabei wird der Eindruck erweckt, als stellten sie eine vermeidbare ökonomische Belastung für das deutsche Gesundheitswesen dar.
Deutschland trägt in dieser Hinsicht eine besondere Verantwortung. Im Nationalsozialismus wurden schätzungsweise 300.000 Menschen mit Behinderungen ermordet, nachdem man sie als „Ballastexistenzen“ aus der menschlichen Gemeinschaft ausgegrenzt und zu „lebensunwertem Leben“ erklärt hatte. Gleichermaßen sind etwa 400.000 Menschen gegen ihren Willen ihrer Fruchtbarkeit beraubt und in ihrer körperlichen und seelischen Integrität dauerhaft beschädigt worden, weil man sie als „erbbiologisch minderwertig“ deklariert hatte. So-wohl die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde als auch die Zwangssterilisation beruhten auf zum Teil anscheinend wissenschaftlich begründeten, seit dem Ende des 19. Jahrhunderts etablierten Konzepten, mit denen der unterschiedliche Wert von Menschen und menschlichem Leben anhand von genetischen, sozialen und „rassischen“ Merkmalen bestimmt wurde. Ausgewählte Gruppen von Menschen, die als Gefahr für die „Volksgesundheit“ angesehen wurden, sollten dementsprechend aus dem „Volkskörper“ ausgeschieden werden.
Vor dieser historischen Verantwortung und im Hinblick auf die im Grundgesetz verankerte Würde des Menschen ist es inakzeptabel, wenn erneut – zumal im Deutschen Bundestag – Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationshintergrund – sei es auch indirekt – als Last für die Gesellschaft dargestellt und damit diskriminiert werden. Vielmehr geht es darum, dass alle Menschen – unabhängig von Alter, Religion, ethnischer Herkunft, Ge-schlecht, Staatsangehörigkeit, politischer Zugehörigkeit, „Rasse“, sexueller Orientierung oder Behinderung – in gleicher Weise Zugang zur Gesundheitsversorgung bekommen und ihren Bedürfnissen entsprechend die staatliche und gesellschaftliche Unterstützung erhalten, derer sie bedürfen, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Als Bürgerinnen, Bürger und im Gesundheitswesen tätige Menschen erwarten wir von der Politik, behindertenfeindlichen, fremdenfeindlichen sowie an einer vermeintlichen eugenischen Optimierung des Volkes orientierten Bestrebungen entschieden entgegenzutreten. Die Gesundheits- und Sozialpolitik in Deutschland soll auch in Zukunft ein solidarisches Mit-einander von Gesunden und Kranken bzw. Menschen mit Behinderungen fördern und diesem nicht zuwiderlaufen. Die Würde des Menschen ist unteilbar!
Korrespondenzanschriften:
Prof. Dr. Gerrit Hohendorf
Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der TUM
Ismaninger Str. 22
81675 München
Prof. Dr. Susanne Moebus, MPH
Präsidentin Deutsche Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
Zentrum Urbane Epidemiologie (Cue)
Universitätsklinikum Essen – Universität Duisburg-Essen
Hufelandstraße 55
45147 Essen
Dr. med. Ute Teichert
Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes
Berlin (BVÖGD)
Bundesgeschäftsstelle
Manfred-von-Richthofen-Str. 19
12101 Berlin
Unterschriften von Institutionen, Verbänden und Vereinen:
Dr. Gabriele Moser, Dr. Joseph Kuhn, Sprecher der Arbeitsgruppe Geschichte von Sozialmedizin, Sozialhygiene und Public Health der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
Assoc.-Prof. Dr. Peter Schröder-Bäck, Sprecher der Arbeitsgruppe Public Health-Ethik der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP)
Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP): Prof. Dr. Susanne Moebus, Dr. Sabine Grotkamp, Prof. Dr. Julika Loss, Prof. Dr. Sven Schneider, Dr. Gert von Mittelstaedt, Prof. Dr. Ulla Walter, PD Dr. Dr. Anja Neumann, Prof. Dr. Johannes Gostomzyk
Dr. med. Ute Teichert für den Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Berlin
Dr. Ulrich Clever, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg, Stuttgart
Dr. med. Regine Simon, Vorsitzende Verband der Vertragspsychotherapeuten vvps e. V., Freiburg
Dr. Bärbel-Maria Kurth für die Steuerungsgruppe des Zukunftsforums Public Health, Robert Koch-Institut, Abt. Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Berlin
Dr. med. Günther Egidi, Arzt für Allgemeinmedizin, Sprecher der Sektion Fortbildung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Bremen
Für den Vorstand der Akademie für Ethik der Medizin e. V.:
Prof. Dr. Georg Marckmann, München, Prof. Dr. Annette Riedel, Hochschule Esslingen, Dr. Gerald Neitzke, Hannover, Prof. Dr. Silke Schicktanz, Göttingen, Prof. Dr. Jan C. Joerden, Frankfurt (Oder), Prof. Dr. Ralf Stoecker, Bielefeld, Prof. Dr. Dr. Eva Winkler, Heidelberg und als Geschäftsführer Prof. Dr. Alfred Simon
Dr. med. Andreas Wulf, geschäftsführender Vorstand des Vereins Demokratischer Ärztinnen und Ärzte, Frankfurt am Main
Für die die Regionalgruppe Nürnberg-Erlangen-Fürth der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V. (IPPNW):
- Prof. Dr. med. Hannes Wandt, Internist, Onkologe, Nürnberg
- Dr. med. Elisabeth Wentzlaff, Psychosomatik, Klinikum Nürnberg
- Dr. med. Holger Wentzlaff, Arbeitsmediziner, Erlangen
- Dr. med. Wolfgang Lederer-Karavin, Allgemeinarzt, Nürnberg
- Dr. med. Alfred Estelmann, Kinder- und Jugendarzt, ehem. Vorstand Klinikum Nürnberg
- Dr. med. Horst Seithe, Kinder- und Jugendarzt, Nürnberg
Dr. Stefan Raueiser, Bildungswerk des Bayerischen Bezirketags, Kloster Irsee
Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes – Gesamtverband Berlin
Ilse Macek für die Regionale Arbeitsgruppe München Gegen Vergessen Für Demokratie e. V.
Andreas Ehresmann, Dr. Harald Schmid, Thomas Stöckle, Dr. Rainer Stommer, Sprecherrat des FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland
Prof. Dr. Michael von Cranach, Sprecher der Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München“
Der 32. Deutsche Therapeutentag hat am 20. und 21. April 2018 in Bremen eine gekürzte Fassung dieser Stellungnahme als Resolution verabschiedet.
Unterschriften von Einzelpersonen:
- Prof. em. Dr. H.-H. Abholz, Institut für Allgemeinmedizin, Universität Düsseldorf
- Alexander Ammann, Assistenzarzt Innere Medizin II – Rheumatologie, Schlossparkklinik Berlin
- Dr. Monika Ankele, Medizinhistorisches Museum Hamburg/Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universität Hamburg
- Prof. Dr. Gerd Antes, Cochrane Deutschland Stiftung, Freiburg
- Dott. Barbara Ariatti, Duisburg
- Dr. Jan Armbruster, Stralsund
- Susanne Asal, Frankfurt am Main
- Clemens Bacherl, Praxis für Supervision, Frankfurt am Main
- Dr. Ottomar Bahrs, Sprecher des Dachverbands Salutogenese e. V., Göttingen
- Prof. Dr. Katrin Balzer, Juniorprofessur Evidenzbasierte Pflege, Universität zu Lübeck
- Dr. Jörg Barnstedt, Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Berlin
- Burkhard Barsch, Hamburg
- Anna Noemi Barth, Studentin der Sozialen Arbeit, Regensburg
- Dr. Ulrich Barthelmes, Allgemeinarzt, Psychotherapie, Heilbronn
- Dr.med. Hermann J. Berberich, Facharzt für Urologie, Andrologie & Psychotherapie, Hofheim a. T.
- Caroline Bauer, Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte Universität Regensburg
- Prof. Dr. Thomas Beddies, Institut für Geschichte der Medizin und für Ethik in der Medizin; Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Dr. med Alexander Behringer, Berlin
- Dr. Alexander Berner, LWL-Museum für Archäologie – Westfälisches Landesmuseum Herne
- Dr. Christof Beyer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Dr. Evelyn Bittner, Pforzheim
- Prof. Dr. Eva Maria Bitzer, MPH, Pädagogische Hochschule Freiburg
- Prof. Dr. Beate Blättner, Studiendekanin des Fachbereichs Pflege und Gesundheit, Hochschule Fulda 6
- Dr. Hannes Blankenfeld, Facharzt für Allgemeinmedizin, München
- Sandra Blumenthal, Ärztin in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Potsdam
- Dr. Gisela Boeck, Institut für Chemie, Universität Rostock
- Anne Boecker-Dürk, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Frankfurt am Main
- Andreas Kaunzner, Ärzteverband Öffentlicher Gesundheitsdienst Bayern e.V.
- Rolf Bollig, praktischer Arzt, Neusorg
- Prof. Dr. Gabriele Bolte, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
- Prof. Dr. Bettina Bretländer, Fachhochschule Frankfurt am Main
- Prof. Dr. Brigitte Boothe, Psychotherapie Bellevue, Zürich, Schweiz
- Dr.med. Joachim Both, IPPNW, Berlin
- Dipl.-Psych. Cornelia Bothe, Psychologische Psychotherapeutin, Zarrentin
- Dr. Bernhard Bremberger, Berlin
- Dr. med. Carmen Brosig, Gießen
- Prof. Dr. Burkhart Brückner, Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach
- Dr. med. Ludwig Brügmann, Chefarzt i. R., Berlin
- Dr. Florian Bruns, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Dr. Matthias Bühler, Büdingen
- Dr. med. Ute Cammann, Frankfurt am Main
- Dr. Jutta von Campenhausen, Universitätsklinikum Hamburg – Eppendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
- Prof. Dipl.-Ing. Brigitte Caster, Kompetenzzentrum SIDI – Soziale Innovation durch Inklusion, Technische Hochschule Köln
- Anette Christian, Allgemeinärztin, Palliativmedizin, Erlangen
- Dr. Lukas Cladders, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte/Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Universitätsmedizin Berlin 7
- Dr.med. Alexander Coutelle, Bremen
- Dr. med. Esther Cuerda, Praxis Dermatologie Oberhausen
- Daniela Dahn, Schriftstellerin, Berlin
- Dr. med. Stefan Deckena, Facharzt für Allgemeinmedizin, Oldenburg
- Elena Demke, M. A., Berlin
- Monika Dettke, Dipl. Sozialpädagogin, Frankfurt am Main
- Dr. med. Armando Díaz Méndez, Direktor der Klinik für Psychotherapeutische Medizin, Schwarzwald-Baar Klinikum, Donaueschingen
- Gabriele Dix, Butzbach
- Dr. Christoph Dockweiler, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
- Elke Doll, Hausärztin/Neuraltherapie nach Huneke, Hamburg
- Prof. Dr. Fritz Dross, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Prof. Dr. Annette Eberle, Katholische Stiftunghochschule München
- Dipl.-Geol. Martin Ebert, Jura-Museum Eichstätt
- Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart ML, ehemaliger Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Christopher Moritz Ehleben, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main
- Dr. med. Ulrike Eisenberg, Berlin
- Dr. med. Winfrid Eisenberg, Arzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Herford
- Dr. Brigitte Ende, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Buseck
- Henrik Eßler, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Dr. Christian Euler, Allgemeinmediziner, Rust, Österreich
- Anja Feil, Frankfurt am Main 8
- Dr. Julia Fellermeier, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
- Dr. med. Bernd Dieter Fenne, Kinder- und Jugendarzt, Hildesheim
- Dr. Ursula Ferdinand, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin
- Dr. med. Christiane Fischer, Mitglied des Deutschen Ethikrates, Leimen
- Yvonne Ford, Centre for Communication in Health Care, Frankfurt am Main
- PD Dr. Ralf Forsbach, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Universität Münster
- PD Dr. habil. Christian Forstner, Goethe Universität, Frankfurt am Main
- Dr. David Freis, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
- Prof. Dr. med. Andreas Frewer, M. A., Professur für Ethik in der Medizin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
- Petra Fuchs, Studiengang Heilpädagogik/Inclusion Studies, Hochschule Zittau/Görlitz
- Prof. Dr. phil. Dr. rer. med. habil. Mariacarla Gadebusch Bondio, Direktorin des Medizinhistorischen Instituts, Universitätsklinikum Bonn
- Prof. Dr. Birgit Gaertner, Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit, Frankfurt am Main
- Dr. Detlef Garbe, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
- Dr. Max Gawlich, Historisches Seminar, Universität Heidelberg
- Thomas Gebauer, Geschäftsführer/Executive Director, medico international, Frankfurt am Main
- Dr. Julia Gebke, Institut für Geschichte, Universität Wien
- Prof. Ansgar Gerhardus, Universität Bremen, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH)
- Dr. Daniel Ghebru, Frankfurt am Main
- Edith Ghetta, Medizinhistorisches Museum Hamburg 9
- Julia Gilfert B. A., Förderkreis Gedenkort T4 e. V., Berlin
- Prof. Dr. Gerd Glaeske, SOCIUM Universität Bremen
- Dr. Georg Glettler, Bad Wurzach
- Dr. med. Konrad Görg, Internist, Universitätsklinik Marburg
- Arno Görgen, M. A., Neu-Ulm
- Christian Golusda, Arzt für Psychiatrie, Frankfurt am Main
- Dr. Bernd Gramich, Stuttgart
- Christiane Grammel, Landesvorsitzende Berliner Berufsverband Psychologischer Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker (BBPP/DGPT)
- Dr. med. J. Grebe, Altenberge
- Dr. Klara Groß-Elixmann, Köln
- Yeliz Günes, Schlosspark-Klinik, Abteilung für Rheumatologie, Berlin
- Johannes Günther, M. A., Professur für Technikgeschichte, Technische Universität München
- Dr. med. dent. Norbert Guggenbicher, Zahnarzt und Heilpraktiker, Bad Homburg
- Dr. Kathleen Haack, Rostock
- Dr. med. Sonja Haage, Gynäkologikum, Berlin
- Prof. Dr. phil. habil. Christian T. Haas, Direktor Institut für komplexe Gesundheitsforschung Hochschule Fresenius, Idstein & Frankfurt
- Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Härter, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Zentrum für Psychosoziale Medizin, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
- Andreas Hallaschka, Universitätsklinikum Hamburg – Eppendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin
- Thorsten Halling, M. A., Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Dr. Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau
- Bernd Hardegen, LVR-Netzwerk Heilpädagogischer Hilfen, Langenfeld 10
- Dr. med. Britta Heberle, Psychoanalytikerin, Frankfurt am Main
- Andreas Hechler, Dissens – Institut für Bildung und Forschung, Berlin
- Edde Heeren, Burghofklinik Rinteln
- Dr. med. Bernd Hemming, Institut für Allgemeinmedizin (ifam), Universitätsklinikum Düsseldorf
- Renate Hempelmann, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie, Offenbach am Main
- Dr. med Askan Hendrischke, Facharzt für Psychosomatik, Allgemeinmedizin und Psychotherapie, Aalen
- Prof. Dr. med. Peter Henningsen, Dekan und Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin, Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
- Philipp Hensel, Katholische Hochschule Freiburg
- Dr. med. Edith Herzog, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Marbach
- Dr. med. Michael Herzog, Facharzt für Innere Medizin, 1. Vorsitzender der Freien Wähler der Stadt Marbach am Neckar und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat der Stadt Marbach
- Lisa Karla Hilz, Bremen
- Dr. Annette Hinz-Wessels, Berlin
- Prof. Dr. Marianne Hirschberg, Fakultät Gesellschaftswissenschaften, Hochschule Bremen
- Dr. med. Florestan Höckh, Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Berlin
- Dr. Anke Höhne, Hamburg
- Prof. Dr. Gerrit Hohendorf, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München
- Frank Holl, München
- Dr. med. Dr. PH Jens Holst, Vertretungsprofessur für Medizin mit Schwerpunkt Global Health, Fachbereich Pflege und Gesundheit Hochschule Fulda
- Dr. med. Bernd Hontschik, Chirurg und Publizist, Frankfurt am Main 11
- Prof. Dr. Marianne Horstkemper, Berlin
- Tjalf Hoyer, M. A., WERDER BEWEGT-Botschafter für „Lebenslang Gesund“ des SV Werder Bremen, Leiter Steinbeis-Transfer-Institut Gesundheitskompetenz & Gesundheitsbildung, Bremen
- Nathalie Hujer, Fachärztin Innere Medizin, Notfallmedizin, Dresden
- Dr. Susanne Hupfeld, Frankfurt am Main
- Ernst-Ludwig Iskenius, Rostock
- Dipl. Nat. Hist. Jasmin Janka, Europa-Universität Flensburg
- Christopher Jones, M. Sc. Klinische Psychologie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Bremen
- Dr. med. Thea Jordan, Berlin
- Prof. em. Dr. med. Winfried Kahlke, ehem. Didaktik der Medizin, Arbeitskreis Interdisziplinäres Ethikseminar, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Dr. med. Jakob Kaminski, Berlin
- Dr. Uwe Kaminsky, Ruhr-Universität Bochum, Evangelisch-Theologische Fakultät, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre GA 7, Bochum
- Dr. med. Herbert Kappauf, Facharzt für Innere Medizin – Onkologie und Hämatologie – Palliativmedizin und Psychosomatische Medizin, Starnberg
- Dr. med. Ilja Karl, Facharzt für Allgemeinmedizin, Arendsee
- Dr. Maria Keil, Würzburg
- Gudrun Kellermann, M. A., wissenschaftliche Mitarbeiterin, Technische Universität Dortmund, Disability Studies Deutschland e. V.
- Dorle Kempf, Frankfurt
- Dr. Annemarie Kinzelbach, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Technische Universität München (TUM)
- David Klanke, Institut für empirische Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg
- Dr. Wolfgang Klein, Abtsgmünd-Untergröningen 12
- Prof. Dr. Michael M. Kochen, MPH, FRCGP, Lehrbereich Allgemeinmedizin, Universität Freiburg
- Prof. Dr. Swantje Köbsell, Alice Salomon Hochschule, Berlin
- Dr. habil. Martina Kölbl-Ebert, Jura-Museum Eichstätt
- Cornelia Kosch, Logopädin, Florstadt
- Antje Kosemund, Vomp/Tirol, Österreich
- Manina S. Krämer, Langeneß
- Jochen Krauß, Unfallchirurg, Frankfurt am Main
- Dr. med. Hans Christoph Kreck, Frankfurt am Main
- Dr. med. Ludwig Kreis, Facharzt für Psychotherapie, Facharzt für Psychiatrie, Linden
- Dr. Katharina Kreuder-Sonnen, Historisches Seminar, Universität Siegen
- Dr. Matthis Krischel, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Prof. Dr. Thilo Oliver Kromer, Heidelberg
- Jan-Mitja Kühn, Frankfurt am Main
- Dr. paed. Helmut Küster, Niederkrüchten
- Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité-Universitätsmedizin Berlin
- Robert Kullmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Buseck
- PD Dr. med. habil. Ekkehardt Kumbier, Rostock
- Andrew Harris Kurniawan, Assistenzarzt, Schlosspark-Klinik, Berlin
- Tobias Kurth, MD, ScD, Professor of Public Health and Epidemiology, Director, Institute of Public Health, Charité – Universitätsmedizin Berlin
- Dr. Bernhard Lache, Facharzt für Allgemeinmedizin, Bremen
- Christine Lauer, Frankfurt 13
- Prof. Dr. Norina Lauer, Regensburg
- Dr. Matthias Leanza, Department für Gesellschaftswissenschaften der Universität Basel
- Dr. med. Dieter Lehmkuhl, IPPNW-Ärzte in sozialer Verantwortung, Berlin
- Prof. Dr. med. Thomas Lempert, Chefarzt Abteilung für Neurologie, Schlosspark-Klinik, Berlin
- Sarah Leonhardt-Achilles, Universität Bremen
- Dr. phil. Wiebke Lisner, Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin
- Dr. Stefan Löwenthal, Frankfurt
- Prof. em. Dr. Brigitte Lohff, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover
- Dr. med. Manfred Lohnstein, Augsburg
- Dr. med. Manfred Lotze, Sprecher der IPPNW-Regionalgruppe Hamburg
- Dr. Dagmar Lühmann, Hamburg, Deutsches Netzwerk für Evidenzbasierte Medizin
- Dr. rer. cur. Markus Mai, Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Mainz
- Dr. med. Thomas Maibaum, Rostock
- Dr. med. Dorit Maoz, Fachärztin für Allgemeinmedizin, München
- Dr. Karin Martensen, Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn
- Dr. med. Renate Marx-Mollière, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie und Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, Mainz
- Dipl.-Psych. Rebecca Maskos, Hochschule Bremen
- Dr. Andreas von Maxen, arznei-telegramm Berlin
- Dr. Kai Florian Mehrländer, Gemeinschaftspraxis Dres. Mehrländer & Schwartz, Barmstedt
- Margret Meyer, Erzhausen
- Anna Moos, Logopädin und Dipl. Pädagogin der Behindertenhilfe Offenbach
- PD Dr. med. Marcel Lucas Müller, Dermatologie Wil, Wil, Schweiz 14
- Dipl. Psych. Michaela M. Müller, Psychotherapeutin, München
- Prof Dr. med. Rainer Müller, Universität Bremen
- Prof. Dr. med. Thomas Müller, Ravensburg
- Ingo Müller-Baron, Referent bei der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen e.V. (DVSG).
- Prof. Dr. H. Christof Müller-Busch, Berlin
- Dr. Johannes Müske, Universität Zürich
- Dr. Ingo Musche-Ambrosius, Facharzt für Allgemeinmedizin, Potsdam
- Holger Neidhardt, Facharzt Allgemeinmedizin, Oldenburg
- Dr. med. Detlef W. Niemann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, Hamburg
- Prof. Dr. Dr. h. c. Dietrich Niethammer, emeritierter Professor für Kinderheilkunde, ehemaliger Direktor der Universitäts-Kinderklinik Tübingen
- Mathis Nolte, Institut für Geschichte am Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
- Dr. med. P. Nordhues, Schlosspark Klinik Berlin
- Annegret Oelschlägel-Rumpf, Ergotherapeutin, Supervisorin DGSV, Sozialtherapeutin, Familientherapeutin, Burgdorf
- Dr. Anne Oommen-Halbach, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
- Prof. Dr. Philipp Osten, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin und Medizinhistorisches Museum Hamburg
- Dr. med. Gabriele Otto, Frankfurt am Main
- Armin Papke, Facharzt für Allgemeinmedizin, Kassel
- Pastorin Susanne Paul, Ehlershausen
- Thomas Pehl M. A., Psychoanalytiker (DPV/IPA), Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Lich
- PD Dr. Sebastian von Peter, Medizinische Hochschule Brandenburg 15
- Dr. med. Sabine Pfeiffer, IPPNW, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Berlin
- Prof. Dr. Reinhard Plassmann, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Tübingen
- Matthias Plieninger, Arzt, Migrantenmedizin westend, Hamburg
- Dr. med. Thomas Pollak, Psychoanalytiker, Frankfurt am Main
- Dr. med. Peter Pommer, Pfronten
- Dr. Karl Porges, Institut für Zoologie und Evolutionsforschung, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Dr. Nadia Primc, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Dipl. Soz.-Päd. Nicole Viktoria Przytulla, IPP der Universität Bremen
- Prof. Dr. Ilka Quindeau, Universität Frankfurt am Main
- PD Dr. Annette Raabe, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Labor für Strahlenbiologie und Experimentelle Radioonkologie
- Christiane von Rauch, Ärztin für Allgemeinmedizin, Frankfurt am Main
- Prof. Dr. med. Oliver Razum, Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld
- Prof. Dr. Dr. h. c. Vera Regitz-Zagrosek, Berlin
- Dr. Albert-Peter Rethmann, BBT-Gruppe, Koblenz
- Barbara Reuhl, Referentin für Arbeitsschutz- und Gesundheitspolitik, Bremen
- Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, Vorstandsvorsitzender EBB Alt Rehse
- Dr. Natalie Riedel, Düsseldorf/Bremen
- Dr. Elena Riedl, GPR Klinikum Rüsselsheim
- Michael Riese, Alsfeld
- Sabine Riese, Frauenärztin, Psychoanalytikern, Alsfeld
- Prof. Iris Ritzmann, Universität Zürich 16
- Dr. Eberhard Rumpf, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie – Nervenarzt, Burgdorf
- Prof. Dr. med. Volker Roelcke, Universität Gießen
- Johannes Roether, Land in Sicht Buchladen, Frankfurt am Main
- Prof. Dr. med. Maike Rotzoll, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
- Prof. Dr. Klaus-Dieter Rückauer, Kinderchirurg, Freiburg im Breisgau
- Dr. med. Gernot Rüter, Tübingen
- Ulrike Rüter, Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Benningen
- Prof. Dr. Irmtraut Sahmland, Marburg
- Christian Sammer, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Heidelberg
- Dr. med. Kai Sammet, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Katja Sander, Biologielehrerin, Hamburg
- Dr. Lutz Sauerteig, Senior Lecturer in Medical Humanities, Institute of Health and Society, University of Newcastle, UK
- Dr. Udo Schagen, Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin
- Inga Scharf da Silva, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität zu Berlin
- Dr. Mona Scharowsky, Erlangen
- Prof. Dr. Sabine Schleiermacher, Forschungsschwerpunkt Zeitgeschichte, Institut für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin
- Martina Schlünder, Marie Curie Fellow, Women and Gender Studies Institute, University of Toronto
- Prof. Dr. Norbert Schmacke, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
- Dr. med. Jörg Schmid, Facharzt Psychiatrie, Psychotherapie, Psychoanalyse, Stuttgart 17
- Prof. Dr. Heinz-Peter Schmiedebach, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Heike Schmitt, Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärztezentrum am Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt am Main
- apl. Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, Universität Bielefeld
- Odilo Schnabel, Facharzt für Allgemeinmedizin, Heilbronn
- Stefanie Schniering, Bremen
- Karl-Martin Schoenhals, Frankfurt am Main
- Ekkehard Schröder, Herausgeber der Zeitschrift Curare, Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin, Potsdam
- Rita Schroll, Hessisches Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung
- Dr. Steffen Schüle, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
- Prof. Dr. Benjamin Schüz, Institut für Public Health und Pflegeforschung, Universität Bremen
- Eva Schweitzer-Köhn, Berlin
- PD Dr. Rebecca Schwoch, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
- Dr. med. Joachim Seffrin, Facharzt für Allgemeinmedizin, Weiterstadt
- Judith Seidel, M. A., Aschaffenburg
- Dr. med. Regine Simon, Vorsitzende Verband der Vertragspsychotherapeuten vvps e. V., Freiburg
- Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
- Dr. Felicitas Söhner, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Prof. Dr. med. univ. Wolfgang Söllner, Vizerektor der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Standort Nürnberg, Nürnberg
- Dr. Felix Sommer, Medizinhistorisches Institut, Universitätsklinikum Bonn 18
- Dr. Susan Splinter, München
- Dr. Celia Spoden, Düsseldorf
- Bärbel Spohr, Alsfeld
- Anne Springer, Psychoanalytikerin, Berlin
- Dr. med. Philipp Stachwitz, Facharzt für Anästhesiologie, Spezielle Schmerztherapie, Berlin
- Dr. med. Sandra Stengel, Karlsruhe
- Prof. Dr. Heino Stöver, Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main
- PD Dr. Heiko Stoff, Medizinische Hochschule Hannover
- Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Stolberg, Institut für Geschichte der Medizin, Universität Würzburg
- Dr. Claudia Stolle, Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen
- Christian Struwe, Arzt in Weiterbildung Allgemeinmedizin, Bremen
- Dr. med. Ursula Stüwe, ehemalige Präsidentin der Landesärztekammer Hessen, Ehrenmitglied im Marburger Bund Hessen
- Dr. Margarete Suschek, Weimar
- Dr. Henryk Tannenbaum, Calgary, Kanada
- Dr. med. Jessica Tannenbaum, University of Calgary, Kanada
- Dr. Jens Thiel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
- Bertram Thielmann, Neurologe und Psychiater, Frankfurt
- Dr. Volker Thielmann, Arzt für Allgemeinmedizin – Palliativmedizin, Kirchen
- Dr. Michael Thümmler, Erlangen
- Dr. Sibylle von Tiedemann, Arbeitsgruppe „Psychiatrie und Fürsorge im Nationalsozialismus in München“
- Dr. Carolin Tillmann, Institut für Erziehungswissenschaft, Arbeitsbereich Sozial- und Rehabilitationspädagogik, Philipps-Universität Marburg 19
- Roland Tillmann, Bielefeld
- Prof. Dr. Helmuth Trischler, Bereichsleiter Forschung des Deutschen Museums, München
- Dr. med. Til Uebel, Verantwortlicher Schularzt der Stephen-Hawking Schule Neckargemünd
- Dr. Hideharu Umehara, Tokyo, Japan
- Dr. Alois Unterkircher, Deutsches Medizinhistorisches Museum Ingolstadt
- Frank Ursin, M. A., Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Universität Ulm
- Prof. Dr. Christina Vanja, Staufenberg
- Christian Vogel, Zentrale Kustodie, Georg-August-Universität Göttingen
- Dr. med. Florian Vogel, Facharzt für Allgemeinmedizin, München
- Angelika Voss, Rentnerin, Kriftel
- Peter Voss, Kriftel
- Hannes Walter, TU Berlin
- Susanne Walz-Pawlita, Dipl. Psych., Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin DPV, IPA, DGPT, Gießen
- Dr. phil. Timo Wandert, Diplom-Psychologe, Frankfurt am Main
- Dr. Dina Wannack, Fachärztin für Innere Medizin, Berlin
- Dr. Andrea Warnke, Pädagogische Hochschule Freiburg, Fachrichtung Public Health & Health Education
- Mieke Wasner, Dekanin der Fakultät für Therapiewissenschaften, SRH Hochschule Heidel-berg
- Paul Weber, Möhrendorf
- Sebastian Weinert, Berlin
- Dr. med. Dietmar Werner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Burbach
- Elke Weyel, Psychotherapeutin, Hamburg
- Prof. Dr. med. Dr. phil. Urban Wiesing, Tübingen 20
- Harald Wigankow, Frankfurt am Main
- Kathrin Wildermann, Fachärztin für Allgemeinmedizin, Berlin
- Dr. Ulrike Winkler, Trier
- Dr. Rebecca Wolf, Deutsches Museum München
- Dr. Barbara Wolf-Braun, Dr. Senckenbergisches Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
- Dr. Christine Wolters, Institut für Geschichte der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover
- Dr. Michael Wunder, Leiter des Beratungszentrums Alsterdorf der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Hamburg
- Thomas Wunderlich, Facharzt für Allgemeinmedizin, Möhrendorf
- Beate Ziegler, Hamburg
- Prof. Dr. Ute Zillig, Frankfurt University of Applied Sciences, Frankfurt am Main
- Prof. Dr. jur. Julia Zinsmeister, Institut für Soziales Recht, Technische Hochschule Köln
- Prof. Dr. phil. Maud Zitelmann, University of Applied Sciences, Frankfurt am Main
- Dr. med. Odilo Zoellner, Facharzt für Allgemeinmedizin, Hage
Pressekonferenz am 26.04.2016 um 11:00 Uhr im Raum 05 – Osnabrückhalle
Einladung zur Pressekonferenz am 26.04.2016
um 11:00 Uhr im Raum 05
Osnabrückhalle,
Schloßwall 1-9
49074 Osnabrück
Aktuelle Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitsdienst
Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Pressekonferenz anlässlich des in Kürze anstehenden 68. Wissenschaftlichen Kongresses der Bundesverbände der Ärztinnen und Ärzte (BVÖGD) sowie der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) am 26.04.2016 um 11:00 Uhr im Raum 05 in der Osnabrückhalle laden wir Sie sehr herzlich ein.
Um 12:15 Uhr rufen der BVÖGD und BZÖG zu einer Kundgebung auf dem Vorplatz der OsnabrückHalle auf. Die Protestkundgebung steht unter dem Motto: Wir arbeiten für Ihre Gesundheit – Aber nicht mehr lange!
Die Ärztinnen und Ärzte in den Gesundheitsämtern fordern angesichts ständig sinkender Beschäftigtenzahlen endlich die tariflichen Rahmenbedingungen zu verbessern und die Diskriminierungen gegenüber allen anderen Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus, beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und der Rentenversicherung abzubauen. Trotz Rekordüberschüssen in den Kommunen weigert sich die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) seit Jahren eine adäquate tarifliche Bezahlung zu vereinbaren.
Ihre Gesprächspartner bei der Pressekonferenz sind Dr. Ute Teichert und Dr. Michael Schäfer, Vorsitzende des BVÖGD und des BZÖG, Dr. Gerhard Bojara, Leiter des Gesundheitsamtes Osnabrück und Prof. Caroline Herr, Präsidentin der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin.
Der Kongress steht unter dem Motto:
„Der Öffentliche Gesundheitsdienst – jetzt erst recht!“
Zu diesem Kongress werden über 700 Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftler und Experten aus dem In- und Ausland erwartet.
Um 13.30 Uhr ist die Eröffnung des Kongresses, bei der die Niedersächsische Gesundheitsministerin und Schirmherrin des Kongresses, Dr. Carola Reimann, die zuständige Abteilungsleiterin im Bundesgesundheitsministerium, Susanne Wald sowie Landrat Dr. Michael Lübbersmann zur aktuellen Situation im ÖGD Stellung nehmen.
Mit dem Thema Gesundheitsversorgung als kommunale Aufgabe beschäftigt sich das Plenum am Nachmittag. Hier wird der Journalist Ralf Geisenhanslüke, Chefredakteur der NOZ eine Podiumsdiskussion leiten, an der auch Landrat Dr. Michael Lübbersmann teilnimmt. Bildungsteilhabe und die Bekämpfung von Kinderarmut sind wichtige Voraussetzungen für die Gesundheit und Chancengleichheit aller Kinder und Jugendlichen – Osnabrück hat sich mit vielen Akteuren bereits auf den Weg gemacht.
Besonders aufmerksam machen möchten wir auf die drei Plenarsitzungen am Freitag, dem 27.04.2016, ab 10:15 Uhr, die sich mit aktuellen gesundheitspolitischen Themen beschäftigen:
In der Veranstaltung „Public Health und Prävention“, an der Bärbel Kurth vom Berliner Robert-Koch-Institut und Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Niedersächsischen Landesvereinigung für Gesundheit teilnehmen, werden neue Wege in der Gesundheitsvorsorge auf internationaler, nationaler, Länder- und kommunaler Ebene dargestellt.
Ein weiteres Plenum diskutiert Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche, u.a. unter Beteiligung der Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Dr. Heidrun Thaiss.
Anschließend geht es um drängende Fragen im Infektionsschutz und welche innovativen Lösungsansätze hierfür in Niedersachsen, in Deutschland und in den Niederlanden entwickelt werden. Das detaillierte Kongressprogramm finden Sie im Internet unter www.bvoegd.de. Weitere Informationen zu unseren Verbänden gibt es unter www.bvoegd.de und www.bzoeg.de.
Auf unserer Homepage www.bvoegd.de können Sie sich zur kostenfreien Teilnahme am Kongress registrieren lassen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Pressekonferenz und Ihre Berichterstattung.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ute Teichert Dr. Michael Schäfer
Vorsitzende BVÖGD 1. Vorsitzender BZÖG
Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst fordern Bezahlung nach Marburger-Bund-Tarifen
Berlin – Die aktuelle Tarifeinigung im öffentlichen Dienst zwischen kommunalen Arbeitgebern beziehungsweise dem Bund und der Gewerkschaft Verdi kann die Benachteiligung der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) im Vergleich zu den Kollegen in den Kliniken nicht ausgleichen. Das erklärte eine Sprecherin des „Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes“ auf Anfrage des Deutschen Ärzteblatts.
Der Verband fordert daher weiterhin, die ÖGD-Ärzte müssten nach den Tarifabschlüssen des Marburger Bundes (MB) für Klinikärzte bezahlt werden. „Alles andere ist für uns eine Katastrophe, wir bekommen keinen Nachwuchs“, hieß es aus dem Verband. Der Verband beziffert die Gehaltslücke für die Ärzte im ÖGD auf rund 1.000 bis zu 1.500 Euro pro Monat.
Auch der MB plädiert seit Jahren dafür, den ÖGD zu stärken. „Der MB fordert eine der Qualifikation und Verantwortung entsprechende Vergütung der ärztlichen Tätigkeiten im ÖGD auf dem Niveau der großen MB-Flächentarifverträge. Die Arbeitgeber werden daher wieder aufgefordert, entsprechende Tarifverhandlungen mit dem MB aufzunehmen“, forderte zum Beispiel die 131. Hauptversammlung des MB im vergangenen Jahr.
Nach dem Verdi-Tarifabschluss betonte der MB erneut, dass er anstrebe, die Verhandlungen auch für die Ärzte im ÖGD zu führen und diese deutlich besser zu stellen. „Politische Rückendeckung dazu gibt es etliche, unter anderem durch die Gesundheitsministerkonferenz. Es ist aber an der Zeit, diese auch in die Tat umzusetzen“, erklärte ein Sprecher des MB dem Deutschen Ärzteblatt.
Die Gehaltsunterschiede zwischen ÖGD- und Klinikärzten ergeben sich aus unterschiedlichen Tarifregelungen. Für Ärzte in kommunalen Krankenhäusern gilt der vom Marburger Bund mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ausgehandelte eigenständige Tarifvertrag. Ärzte in Gesundheitsämtern werden in den meisten Bundesländern nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt.
Unabhängig von der Situation der Ärzte im ÖGD findet sich aber in der „Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern“ – so der offizielle Titel der Vereinbarung – ein Passus, den der MB sehr begrüßt. Er findet sich im Teil D des Papiers.
„Die Tarifvertragsparteien erklären, dass sie keine Veranlassung sehen, von der geübten Praxis bezüglich der Tarifverhandlungen und der Tarifvertragsanwendung für Ärztinnen und Ärzte abzuweichen“, heißt es dort. Dies bezieht sich nicht auf den ÖGD, sondern auf die Ärzte in den kommunalen Häusern und bedeutet im Klartext, dass die Tarifpartner davon absehen wollen, das Tarifeinheitsgesetz anzuwenden und dem MB die Tarifverhandlungen für die Ärzte weiter überlassen. „Wir begrüßen, dass der Bund und die kommunalen Arbeitgeber übereinstimmend erklären, die bisherige Praxis der Tariffindung für angestellte Ärztinnen und Ärzte nicht infrage zu stellen“, erklärte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke dem Deutschen Ärzteblatt.
Nach der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst sind weitere Streiks vom Tisch. Bundesregierung, Gewerkschaften und Kommunen zeigten sich hochzufrieden mit der Einigung. Der neue Tarifvertrag für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen soll rückwirkend zum 1. März beginnen und eine Laufzeit von 30 Monaten haben, wie die Verhandlungsführer nach dreitägigem Ringen in Potsdam mitteilten.
Die drei Erhöhungen machen 3,19 Prozent rückwirkend zum 1. März 2018 aus, zum 1. April 2019 dann 3,09 Prozent und zum 1. März 2020 weitere 1,06 Prozent. Für die unteren Einkommen gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Das Gesamtpaket kostet die Kommunen über die gesamte Laufzeit 7,5 Milliarden Euro, den Bund 2,2 Milliarden.
Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 18.04.2018 – hil/dpa/aerzteblatt.de
Leiter des Gesundheitsamtes (Amtsärztin/-arzt) in Musterstadt gesucht
Für das Gesundheitsamt in der kreisfreien Stadt Musterstadt wird eine Leiterin/ein Leiter des Gesundheitsamtes gesucht.
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim. Donec pede justo, fringilla vel, aliquet nec, vulputate eget, arcu. In enim justo, rhoncus ut, imperdiet a, venenatis vitae, justo. Nullam dictum felis eu pede mollis pretium. Integer tincidunt. Cras dapibus. Vivamus elementum semper nisi. Aenean vulputate eleifend tellus. Aenean leo ligula, porttitor eu, consequat vitae, eleifend ac, enim. Aliquam lorem ante, dapibus in, viverra quis, feugiat a, tellus. Phasellus viverra nulla ut metus varius laoreet. Quisque rutrum. Aenean imperdiet. Etiam ultricies nisi vel augue. Curabitur ullamcorper ultricies nisi. Nam eget dui. Etiam rhoncus. Maecenas tempus, tellus eget condimentum rhoncus, sem quam semper libero, sit amet adipiscing sem neque sed ipsum. Nam quam nunc, blandit vel, luctus pulvinar, hendrerit id, lorem. Maecenas nec odio et ante tincidunt tempus. Donec vitae sapien ut libero venenatis faucibus. Nullam quis ante. Etiam sit amet orci eget eros faucibus tincidunt. Duis leo. Sed fringilla mauris sit amet nibh. Donec sodales sagittis magna. Sed consequat, leo eget bibendum sodales, augue velit cursus nunc, quis gravida magna mi a libero. Fusce vulputate eleifend sapien. Vestibulum purus quam, scelerisque ut, mollis sed, nonummy id, metus. Nullam accumsan lorem in dui. Cras ultricies mi eu turpis hendrerit fringilla. Vestibulum ante ipsum primis in faucibus orci luctus et ultrices posuere cubilia Curae; In ac dui quis mi consectetuer lacinia. Nam pretium turpis et arcu. Duis arcu tortor, suscipit eget, imperdiet nec, imperdiet iaculis, ipsum. Sed aliquam ultrices mauris. Integer ante arcu, accumsan a, consectetuer eget, posuere ut,
Leitbild ÖGD
Leitbild für einen modernen Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) – „Der ÖGD: Public Health vor Ort“
GMK Beschlüsse 2018 – TOP: 10.21
Auf der Gesundheitsministerkonferenz haben die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder haben einstimmig beschlossen:
„Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder bedanken sich bei der AOLG und allen Mitwirkenden für die Entwicklung eines modernen Leitbildes für den ÖGD.
Sie begrüßen das vorgelegte umfassende Leitbild, welches die aktuellen Anforderungen an einen modernen ÖGD gut abbildet und empfehlen allen Akteuren des ÖGD, dieses Leitbild für die eigene Ausrichtung anzuwenden. Die AOLG wird gebeten, bis zu ihrer 43. Sitzung Eckpunkte für eine Imagekampagne zu erarbeiten.“
Protokollnotizen:
Der Öffentliche Gesundheitsdienst: Public Health vor Ort
Präambel:
Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) befindet sich in einem Wandel. Hoheitliche Schutz- und Überwachungsaufgaben werden um steuernde, partizipative und gesundheitsfördernde Tätigkeiten ergänzt. Dieses Leitbild will dabei insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gesundheitsämtern Orientierung geben. Es sieht den ÖGD als einen zentralen Akteur der öffentlichen Sorge um die Gesundheit aller (Public Health) und schlägt eine Brücke zwischen Theorie und Praxis ebenso wie zwischen Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung.
-
Der Öffentliche Gesundheitsdienst im modernen Sozialstaat
Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist ein unverzichtbarer Teil eines modernen Sozialstaats. Er gehört neben der ambulanten und stationären Versorgung zur Basis des Gesundheitswesens. Der ÖGD nimmt im Rahmen der Daseinsvorsorge öffentliche Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung wahr, ist zivilgesellschaftlich orientiert und arbeitet partnerschaftlich mit vielen Akteuren zusammen. Dies gilt für alle Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, von den Bundesbehörden über die Landesebene bis hin zu den Gesundheitsämtern.
-
Leitorientierung im ÖGD
Mit dem Wandel der Gesellschaft insgesamt geht auch ein Wandel des Selbstverständnisses und der Leitorientierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes einher. Neben seinen hoheitlichen Aufgaben muss er verstärkt modernen zivilgesellschaftlichen Erwartungen und sozialen Herausforderungen gerecht werden und in seiner Arbeitsweise zugleich auch dem wissenschaftlichen Anspruch an das Gesundheitswesen Rechnung tragen. Er strebt daher eine stärkere Berücksichtigung von Evidenz in
Steuerungsprozessen an. Der ÖGD setzt sich für gesundheitliche Chancengleichheit ein. Dies prägt als Vision den ÖGD.
Er arbeitet daher
- orientiert an prioritären Bedarfen der Bevölkerungsgesundheit,
- ethisch reflektiert und in Respekt vor der Würde des einzelnen Menschen,
- mit Blick auf gesundheitliche Chancengleichheit,
- frei von kommerziellen Interessen,
- auf aktueller wissenschaftlicher Basis,
- bürgernah, vernetzt und partnerschaftlich mit vielen anderen Akteuren,
- multiprofessionell und interdisziplinär,
- ergebnisorientiert, verantwortlich und transparent.
Dabei bezieht sich der ÖGD konzeptionell auf Gesundheit als einen umfassenden körperlichen, psychischen und sozialen Zustand des Wohlbefindens. Er berücksichtigt dabei die wichtige Rolle einer gesundheitsförderlichen sozialen und ökologischen Lebenswelt.
-
Kernaufgaben des ÖGD
Der Öffentliche Gesundheitsdienst fördert und schützt die Gesundheit der Bevölkerung.
Er trägt in einem arbeitsteiligen Gesundheitswesen dazu bei, Public Health in die Praxis umzusetzen. Die konkreten Aufgaben unterscheiden sich nach Maßgabe der jeweiligen Ländergesetze. Gemeinsame verbindende Schwerpunkte sind:
- Gesundheitsschutz (Hygiene, Infektionsschutz, einschließlich Impfen, umweltbezogener Gesundheitsschutz, Medizinalaufsicht, Ausbruchs- und Krisenmanagement),
- Beratung und Information, Begutachtung, Gesundheitsförderung und Prävention, niedrigschwellige Angebote und aufsuchende Gesundheitshilfen, insbesondere bei Personen mit besonderen Bedarfen (z.B. Kinder- und Jugendgesundheit, Mund- und Zahngesundheit, sozialmedizinische Aufgaben, wie Schwangerenberatung, Sozialpsychiatrie, Suchtberatung),
- Koordination, Kommunikation, Moderation, Anwaltschaft, Politikberatung, Qualitätssicherung
(Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsplanung, Gesundheitskonferenzen, Öffentlichkeitsarbeit etc.).
Darüber hinaus werden in den einzelnen Ländern weitere Schwerpunktaufgaben durch den ÖGD wahrgenommen, z.B. gesundheitlicher Verbraucherschutz, subsidiäre Versorgung besonderer Zielgruppen oder Umweltmedizin.
Dabei sind die traditionellen Aufgaben des Gesundheitsschutzes sowie der Fürsorge und die in den letzten Jahren verstärkt hinzu gekommenen planerischen und koordinativen Aufgaben gleichermaßen bedeutsam. Vom ÖGD werden heute sowohl hoheitliche Funktionen als auch das Gemeinwesen unterstützende und beratende Leistungen erwartet. Dies spiegelt sich auch auf europäischer Ebene in den dort definierten sog. Essential Public Health Operations (EPHOs) wider. Der ÖGD mit seinen multiprofessionellen Teams leistet einen wichtigen Beitrag, das Prinzip von „health in all policies“ in die Gremien der jeweiligen Handlungsebenen hineinzutragen. Der ÖGD unterstützt in bevölkerungsmedizinischen und gesundheitsplanerischen Fragen des Gesundheitswesens die jeweiligen politischen Entscheidungsträger, wodurch das Thema „Gesundheit“ im Bewusstsein der Akteure gestärkt wird und als Standortfaktor auf lokaler Ebene mehr Gewicht erhält.
-
Arbeitsweisen, Ansätze und Funktionen
Das genannte Aufgabenspektrum erfordert vom ÖGD verschiedene Kompetenzen.
Seine Tätigkeit ist sowohl:
- risikoorientiert (pathogenetischer Ansatz) als auch ressourcenorientiert (salutogenetischer Ansatz),
- hoheitlich als auch partizipativ bzw. partnerschaftlich,
- bevölkerungs- bzw. sozialraum- als auch einzelfallbezogen.
Die Arbeitsweise umfasst dabei untersuchende, analysierende, planende, beratende, vernetzende, moderierende, koordinierende, steuernde, überwachende, kontrollierende und eingreifende Funktionen. Je nach Aufgabe sind dazu Kenntnisse aus unterschiedlichen medizinischen Fachgebieten, wie der Infektiologie, der Hygiene, der Kinder- und Jugendmedizin, der Toxikologie, der Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Zahnmedizin und Psychiatrie sowie auch Prävention und Gesundheitsförderung, der Epidemiologie, der Sozialen Arbeit, der Psychologie und anderen Wissenschaftsbereichen essentiell.
Für die Erfüllung dieser Aufgaben arbeitet der ÖGD multiprofessionell, interdisziplinär und vernetzt. Medizinische – insbesondere fachärztliche – Qualifikationen bilden nach wie vor die Basis im Öffentlichen Gesundheitsdienst, sozialwissenschaftliche und gesundheitswissenschaftliche Qualifikationen sowie eine moderne Verwaltung sind heute jedoch ebenso unverzichtbar.
Wissenschaftlichkeit ist eine unverzichtbare Grundlage des ÖGD. Er benötigt eine enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, insbesondere auch im Bereich Forschung und Lehre.
Zunehmende Bedeutung gewinnt darüber hinaus das systematische Zusammenspiel örtlicher Behörden des Öffentlichen Gesundheitsdienstes mit überregionalen Stellen (z.B. Landes- und Bundesbehörden), um Kompetenzen besser zu nutzen und Konzepte zu entwickeln und somit den ÖGD in seinen vielfältigen Aufgaben zu stärken.
-
Stärken des ÖGD
Der ÖGD hat traditionell einen bevölkerungsbezogenen Blickwinkel und arbeitet sozialkompensatorisch, gemeinwohlorientiert und frei von kommerziellen Interessen. Dies
unterscheidet ihn von vielen anderen Akteuren des Gesundheitswesens. Wie kein anderer Akteur bündelt er zudem ein breites Spektrum an fachlicher Kompetenz aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Auf der örtlichen Ebene zeichnet er sich durch seine Bürgernähe und die Einbindung in die kommunalen Strukturen mit vielfachen Arbeitsbeziehungen zu anderen kommunalen Behörden (z. B. Schul-, Sozial- oder Jugendamt) und Institutionen aus. Er verfügt über Zugangsmöglichkeiten zu den verschiedenen Institutionen, Zielgruppen und Lebenswelten vor Ort (Krankenhäuser, Arztpraxen, Kindertagestätten, Schulen, Senioren- und Pflegeheime, Wohnbezirken,
Stadt- oder Gemeindeteilen usw.). Neben den bevölkerungsmedizinischen Aufgaben wird der ÖGD bei Bedarf für besondere Personengruppen auch individualmedizinisch tätig und bietet aufsuchende Hilfen an.
-
Den ÖGD stärken
Für die Weiterentwicklung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sind drei Punkte von entscheidender Bedeutung:
- Der ÖGD braucht eine breite und nachhaltige politische Unterstützung aller Ebenen, von Kommune bis Bund. Es ist notwendig, die Personalentwicklung und Personalausstattung im ÖGD am Umfang seiner fachlichen Aufgaben auszurichten und nicht allein an finanzpolitischen oder verwaltungspolitischen Vorgaben.
- Die Rolle des Öffentlichen Gesundheitsdienstes im Zusammenspiel der Akteure im Gesundheitswesen muss entlang der genannten Kernaufgaben profiliert werden, insbesondere mit Blick auf die Stärkung der bevölkerungs- und sozialraumbezogenen Arbeit.
- Die Verbindung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes mit der Wissenschaft muss sowohl in der Forschung als auch in der Aus- und Weiterbildung sowie in der Praxis gestärkt werden.
Ein starker ÖGD ist eine Voraussetzung für das Funktionieren des Public Health-Systems insgesamt. Dieser Feststellung der Wissenschaftsakademien ist in einem substanziellen Entwicklungsprozess Rechnung zu tragen. Es gilt, den Öffentlichen Gesundheitsdienst zukunftsfähig zu gestalten. Dazu will dieses Leitbild einen Beitrag leisten.
Dieses Leitbild wurde von der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) 2016 angeregt und in einem offenen Diskussionsprozess mit dem ÖGD, Verbänden, zuständigen Gremien sowie der Wissenschaft konsentiert und von der GMK 2018 befürwortet.
Redaktion: Länderoffene Projektgruppe „Leitbild ÖGD“, 20.02.2018
Fortbildung und Landesversammlung Baden-Württemberg
Der Ärzteverband Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg lädt am 7. März 2018 in Kooperation mit dem Landratsamt Ostalbkreis zu einer landesübergreifenden ärztlichen Fortbildung für die Ärztinnen und Ärzte des ÖGD nach Aalen ein. Neben den Kolleginnen und Kollegen aus Baden-Württemberg sind auch die Kolleginnen und Kollegen aus Bayern und Rheinland-Pfalz herzlich eingeladen.
Wir konnten die besten ReferentInnen gewinnen und haben ein interessantes und vielfältiges Programm für Sie zusammengestellt. Wer bereits am Vorabend nach Aalen anreisen möchte, findet ein gutes Angebot an Hotels und Übernachtungsmöglichkeiten, gerne organisieren wir am Dienstagabend ein gemeinsames Treffen oder Abendessen, wenn Interesse besteht.
Was wird am 7. März 2018 inhaltlich geboten?
Nach der Begrüßung durch Herrn Landrat Klaus Pavel wird Frau Dr. Monika Spannenkrebs Ergebnisse des Projektes Sektorenübergreifende Versorgung in den Landkreisen Biberach, Reutlingen und Ravensburg berichten.
Frau Dr. Bärbel-Maria Kurth wird referieren „über den Zusammenhang von demographischem Wandel, Kindergesundheit und „Healthy Ageing“.
Nach der Mittagspause wird Frau Dr. Ute Teichert das Leitbild des ÖGD vorstellen, Herr Stefan Brockmann wird Neues aus dem Reich der Infektionen berichten und Frau Dr. Brigitte Joggerst wird über die Betreuung von psychisch Kranken in Pforzheim und die Rolle des Gesundheitsamtes referieren.
Fortbildungspunkte sind beantragt, vergessen Sie also Ihren Barcode-Aufkleber nicht!
Die ganztägige Veranstaltung findet im Sitzungssaal des Landratsamt Ostalbkreis () statt, wir freuen uns auf rege Teilnahme,
mit kollegialen Grüßen
Brigitte Joggerst und Klaus Walter
Viel Arbeit, wenig Geld, hoher Altersdurchschnitt – der ÖGD muss attraktiver werden
Ein lesenswerter Artikel aus der Ärztezeitung
Viel Arbeit, wenig Geld, hoher Altersdurchschnitt — der ÖGD muss attraktiver werden
Der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) hat massive Nachwuchsprobleme. Über eine bessere Bezahlung wollen beispielsweise Hamburg und jetzt auch Berlin mehr Ärzte für den ÖGD gewinnen. Mehr Geld allein wird aber wohl nicht reichen.
Ärztemangel gibt es nicht nur auf dem Land, sondern auch im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Eine Pensions- und Rentenwelle rollt auf ihn zu. In Berlin werden allein an führenden Stellen fünf von zwölf Amtsärzten in den nächsten drei Jahren in Rente gehen, sagt Dr. Claudia Kaufhold vom Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes und bis 2015 selbst Amtsärztin in Berlin.
Die Zahl der offenen Stellen im Berliner ÖGD ist freilich noch viel höher. 346 Arztstellen sind laut Claudia Kaufhold im Stellenplan vorgesehen, davon seien Ende 2016 48 vakant gewesen. Im Oktober 2017 belief sich die Zahl der offenen Stellen schon auf 55, das teilte die Gesundheitssenatsverwaltung auf eine Abgeordneten-Anfrage hin mit.
Kaum Resonanz auf Stellenanzeigen
Die Folgen: Schuleingangsuntersuchungen können nicht mehr rechtzeitig vorgenommen werden. Und, so Kaufhold, nur in einem Teil der rund 100 Kliniken konnten Begehungen zwecks Hygieneüberwachung stattfinden. Ebenso wurden ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr nur in 84 von 1800 Praxen für ambulante OPs Begehungen vorgenommen.
Mit altersbedingtem Personalschwund sieht sich auch Hamburg konfrontiert. 241 Ärzte arbeiten hier im Öffentlichen Gesundheitsdienst. „Bis 2024 werden 73 Prozent der 2016 (…) beschäftigten Ärztinnen und Ärzte altersbedingt ausscheiden“, heißt es im Personalbericht des Senats für das Jahr 2017.
Wie in Berlin finden auch in Hamburg Stellenausschreibungen für den ÖGD bei Ärzten kaum Resonanz. In der Hansestadt melden sich auf die Jobangebote im Schnitt nur drei Bewerber. Nur die Hälfte der Stellen kann laut Personalbericht überhaupt besetzt werden.
„Die Lösung liegt auf der Hand“, zumindest für Berlin, sagt Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes (MB). „Die angestellten Ärzte im ÖGD dürfen nicht wie normale Verwaltungsangestellte bezahlt werden, für sie müsste ein arztspezifischer Tarif geschaffen werden, der die Entlohnung an das Klinikniveau angleicht.“
Der Lohnunterschied zu Klinikärzten könne derzeit je nach Eingruppierung zwischen 1000 und 2000 Euro betragen. Da müsse man sich trotz aller laufenden Bemühungen, den ÖGD gerade bei jungen Ärzten und Medizinstudenten ins Bewusstsein zu rücken, nicht wundern, dass man keinen Nachwuchs findet, sagt Dr. Peter Bobbert, Vorsitzender des MB-Landesverbands Berlin-Brandenburg. Oder dass sich über 60-jährige Kollegen bewerben, wie Claudia Kaufhold festgestellt hat. „Aber dann haben wir das Problem in ein paar Jahren wieder.“
Auf den dringenden Appell des MB nach einer arztspezifischen Bezahlung reagierte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat rasch. Sie kündigte an, bis Ende Februar eine Handreichung für die Bezirke erarbeiten zu wollen, „wie diese eine grundsätzlich mögliche außertarifliche Bezahlung handhaben können“. Diese solle sich „am Tarifvertrag für Ärzte an öffentlichen Krankenhäusern orientieren, um eine gerechte Bezahlung zu erreichen“, heißt es in einer Stellungnahme.
Den Schritt zu einem Ärztetarif hat Hamburg bereits vollzogen. Seit 2016 gibt es für den ÖGD die Möglichkeit, Sonderarbeitsverträge zu schließen, bei denen die Bezahlung in Anlehnung an die Entgeltregelungen für die Unikliniken erfolgt. Ob ein Vertrag mit Ärztetarif abgeschlossen wird, „ist eine Einzelfallentscheidung des Bedarfsträgers“, erklärt Kristin Hecker vom städtischen Personalmanagement. Dabei spiele etwa eine Rolle, ob die Stelle schon erfolglos ausgeschrieben wurde.
Kein schlechtes Image, sondern gar kein Image
Mittlerweile sieht in Hamburg das „Gros der Stellenausschreibungen“ eine Vergütung nach dem Ärztetarif vor, wie der Personalbericht 2017 feststellt. Ein spürbarer Ansturm von Ärzten auf die Jobangebote ist nur ein Jahr nach Einführung des Tarifs noch nicht zu spüren.
Kristin Hecker und ihre Kollegen, die über eine Fachkräftestrategie junge, aber auch erfahrene Ärzte in den ÖGD bringen wollen, sind dennoch von der langfristigen Wirkung des Ärztetarifs überzeugt. Das sei ein wichtiger Schritt, um den ÖGD attraktiver zu machen.
Darüber hinaus sei es aber auch wichtig, den ÖGD bei Ärzten wieder bekannter zu machen. „Er hat kein schlechtes Image, er hat überhaupt kein Image“, sagt Hecker. Deswegen will Hamburg eine Imagekampagne starten, die große Bandbreite auch an kurativen Einsatzmöglichkeiten, die vielseitigen Arbeitsfelder und Weiterbildungsmöglichkeiten hervorheben und auch in sozialen Medien präsenter sein. Mehr Geld allein reiche momentan nicht. „Das ist ein Zusammenspiel vieler Dinge“, sagt Kristin Hecker.
Quelle: Ärzte Zeitung, 05.02.2018
Das Programm des Bundeskongress 2018 ist online
Der 68. Bundeskongress von BVÖGD und BZÖG findet vom 26. bis 28. April 2018 in Zusammenarbeit mit der GHUP in Osnabrück statt. Er steht unter dem Motto „Der Öffentliche Gesundheitsdienst – jetzt erst recht!“
Sie finden das Programm jetzt online auf unser Kongressseite.


